Nordamerika

Verliebt in Neuengland

Von Gastblogger , 01. September 2015

Ausgestattet mit einer Kamera sowie luft- und landtauglichen Transportmitteln, haben wir drei bekannte Vlogger nach Amerika geschickt, mit der Mission “Finde dein Amerika”.

Doug Armstrong (ein in London lebenden Vlogger, Freund von Herausforderungen und Käsekuchenliebhaber) reiste für einen zweiwöchigen Trip voller Action und wilder Abenteuer nach Neuengland. Nachdem wir ihn über jeden Fluss, jede Klippenwand herunter und an nahezu jedem Baum aller sechs Bundesstaaten vorbei gejagt haben, haben wir ihm eine kurze Pause gegönnt, damit er uns seine Story schicken konnte. Here you go …

Wenn ihr mich vor einem Monat gefragt hättet, was man in Neuengland so machen kann, wäre mir wahrscheinlich außer dem Besuch eines Six-Flags-Vergnügungsparks oder einer Filiale der The Cheesecake Factory nichts zu diesem typisch amerikanischen Erlebnis eingefallen. Dank STA Travel bin ich aber gerade zwei Wochen lang durch alle sechs Bundesstaaten New Englands gereist. Und dabei habe ich so viele Orte besucht, die Appetit auf mehr gemacht haben. Und jeder einzelne könnte den Mittelpunkt einer kompletten USA-Reise bilden. Lasst mich euch mit ein paar Highlights locken:

City-Bike-Tour in Boston

Boston ist die Geburtsstätte der amerikanischen Unabhängigkeit, die “Wiege der Freiheit” und das “Athen Amerikas” – allein deswegen bereits einen Besuch wert. Außerdem besitzt Boston die größte Anzahl an amerikanisch-irischen Einwohnern in den USA. Damit wird St. Paddy’s Day zum absoluten Überflieger. Wusstet ihr übrigens, dass Boston eine beunruhigend hohe Dichte an Dunkin‘ Doughnuts Läden hat? Wahrhaft beunruhigende 600 an der Zahl…

Wenn ihr an eine Stadtrundfahrt denkt, denkt ihr sicher an einen Bus, oder? Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, eine Stadt bei einer geführten Gruppenfahrradtour zu erkunden. Versucht das mal in London … da werdet ihr nach spätestens zwei Minuten angemeckert und angehupt, aber die Radtour durch Boston war perfekt. Dort gibt eine Mischung aus urbanen, vorstädtischen- und grünen Bereichen zu erkunden und selbst in den dichtesten Gebieten kam mir der Verkehr sehr fahrradfahrerfreundlich vor. Die Stadt mit dem Rad zu erkunden, ist definitiv die beste Art und ein viel schöneres Erlebnis, als in einem vollgepackten Bus zu sitzen.

Klettern bei Sonnenaufgang im Acadia National Park, Bar Harbor

Auf der größten Insel Maines liegen das historische Küstenstädtchen Bar Harbor und die spektakuläre Gletscherlandschaft des Acadia-Nationalparks – und hier gibt es den besten Hummer Maines (die Einheimischen sprechen ihn übrigens „lob-stah“ aus) . Mit seinen farbenfrohen hölzernen Ladenfassaden, Feinschmeckerrestaurants, Bierlokalen und Jachthäfen ist Bar Harbor der richtige Ort für Segelausflüge, gutes Essen und Küstenspaziergänge.

Als wir die Zeit unserer Klettertour im Acadia National Park im letzten Moment ändern mussten, hatten wir zwei Optionen: Bei Sonnenaufgang zu starten oder das Abendessen zu verpassen. Als Feinschmecker stellte sich die Frage für mich gar nicht. Deshalb klingelte der Wecker am nächsten Morgen um drei Uhr früh. Ich kam genau in dem Moment an die Kante der Klippe, als die Sonne begann, am Horizont aufzusteigen. Da stellte sich sehr schnell heraus, dass es sich absolut gelohnt hatte, so früh aufzustehen: Die warme, goldene Sonne, die von den beeindruckenden zerklüfteten Klippen reflektiert wurde, das Geräusch der lauten Wellen, die gegen die Felsen unter mir prallten, als ich die Klippen hinaufkletterte – das war definitiv eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.


Abgefahrenes Zip Lining in New Hampshire

Die schroffen Berge, farbenfrohen Wälder und spiegelglatten Seen New Hampshires sind ein wahrer Outdoor-Abenteuerspielplatz. Mit seinem über 300 Kilometer langen Ufer und mehr als 300 Inseln ist der Lake Winnipesaukee das Herzstück der Seenregion. Hier kann man paddeln, in rustikalen, für die Region typischen Imbissbuden, den sogenannten „Clam Shacks“, essen, Lachs angeln und jeden nur erdenklichen Wassersport ausüben. Mein Highlight war allerdings das Zip Lining.

Ich zwar war vorher schon mal auf einigen Zip Lines gewesen, die alle aufregend waren und Spaß gemacht hatten, aber als wir den Tag am Gunstock Mountain Resort mit einem Auffahrt von mehr als 500 Metern in einem Sessellift begannen, beschlich mich das Gefühl, dass angesichts dieser Seilrutsche alle früheren Zip Lines verblassen würden. Sie schicken einen zu Beginn über ein „kurzes“ Seil (das aber vermutlich viel länger war als alle Seile, über die ich zuvor gerutscht war), damit man sich an die Geschwindigkeit gewöhnen kann. Ich war so begeistert, dass ich vor lauter Aufregung vergaß zu bremsen (man kontrolliert die Bremse nämlich selbst) und in die Sicherheitsfeder am Ende rauschte (die natürlich genau für Leute wie mich gedacht war und mich zu meiner Enttäuschung ganz sanft anhalten ließ). Dann werden großen Geschütze aufgefahren: Man schießt an einem langen Seil mit Geschwindigkeiten von bis zu 115 km/h hinab, wobei sich einem unglaubliche, malerische Ausblicke bieten. Das ist ganz sicher eines der besten Zip Line Erlebnisse der Welt.

Doug

Neuengland ist wirklich eine Reise wert! Einen kleinen Vorgeschmack davon habe ich selbst bereits auf meiner Reise durch den Osten der USA  bekommen können. Na? Actiongeladene Zeit in Neuengland gefällig? Dann schaut gleich bei uns vorbei: spannende Erlebnisreisen, günstige Flugangebote und viele weitere tolle Angebote erwarten euch.

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