Reiseberichte

Unvergessliche Erlebnisse in Peru

Von Gastblogger , 02. September 2019

Wir sind Fabian und Susanne von Daretodream.travel. Anfang 2018 erfüllten wir uns den Traum von einer Weltreise und erkundeten für 13 Monate, 21 Länder rund um unseren Globus. Natürlich durfte das Aushängeschild Südamerikas dabei nicht fehlen und wir reisten mehrere Wochen durch Peru.

4 Highlights aus Peru

Peru – Vom Höhenrausch in die Tiefen des Amazonas

Die meisten verbinden Peru mit nur einem: der sagenumwobenen Inka Stätte Machu Picchu. Doch schnell findet man sich am sogenannten „Gringo Trail“ wieder und erkundet weit mehr, als nur die Ruinenstadt mitten in den Anden. Auf 3.812 Metern über dem Meeresspiegel liegt der Titicacasee, das höchstgelegene, schiffbare Gewässer dieser Welt. Hier überqueren wir nach einer holprigen Fahrt von La Paz in Bolivien die Grenze nach Peru. Angekommen in Puno, der ersten größeren Stadt nach einer Fahrt durch unbewohnte Landschaften, geht es sofort auf ein kleines Boot. Wir besuchen die Uros, eine ethnische Gruppe Indigener, welche auf schwimmenden Inseln aus getrockneten Schilf mitten am See leben.

Mit dem gut ausgebauten Bussystem geht es früh am Morgen weiter nach Cusco, das Tor zu Machu Picchu. Cusco ist eine Stadt mitten in den Anden, die vor südamerikanischem Charme nur so sprüht. Die kleinen Gassen und alten Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit lassen euch in eine längst vergangene Zeit eintauchen. Es gibt wohl keinen besseren Ort, um sich auf den langen Marsch über den Salkantay Pass vorzubereiten.

Peru Titicacasee

Peru Titicacasee

Über den Salkantay Trek bis zum Machu Picchu

4 Tage und 3 Nächte wandern wir quer durch die unendlich scheinenden Gebirgszüge der peruanischen Anden. Wir schlafen in Glaskuppeln und beobachten die ganze Nacht lang die Sterne am Himmel über uns. Keine Lichtverschmutzung weit und breit, nur wir zwei, im Schlafsack starrend auf die Milchstraße. Früh morgens werden wir mit frisch gebrühtem Tee aus Kokablättern geweckt, ehe es schon weitergeht. Weiter geht’s auf dem Salkantay Pass und der gefürchtete „Seven Snakes Trail“ hält, was er verspricht. Eine extrem steile Passage aus Geröll führt über Serpentinen immer höher hinauf, bis wir den höchsten Punkt auf 4.630 Meter über dem Meeresspiegel erreichen. Von dort geht es wieder bergab, über Stock und Stein, bis wir uns ein paar Stunden später mitten im tiefsten Dschungel wiederfinden.

Peru Salkantay Trek

Peru Salkantay Trek

Peru Salkantay Trek

Am dritten Tag wandern wir fast 30 Kilometer durch Täler, vorbei an Wasserfällen und kleinen Dörfern. Entlang der Bahnschienen, welche uns direkt nach Aguas Calientes führen. Der letzte Ort, bevor es am nächsten Tag um 4:30 Uhr morgens losgeht. Im Dunkeln brechen wir auf, nur mit Stirnlampen ausgerüstet, stehen wir am Schranken, bevor wir den letzten Anstieg bis zum Eingangstor von Machu Picchu auf uns nehmen. Pünktlich um 6:00 Uhr morgens öffnen sich dann die Tore und wir erfüllen uns einen lang ersehnten Traum. Die ersten Sonnenstrahlen scheinen über die grünen Berge und tauchen die weltbekannte Inka Stätte in Licht. Wir sind angekommen am Machu Picchu.

Entlang des Gringo Trail

Mit dem Zug geht es zurück nach Cusco und nach einem Halbtagesausflug zum Rainbow Mountain, fahren wir mit dem Bus weiter nach Arequipa. Was für eine bezaubernde Stadt am Fuße des Misti Vulkanes. Der lange Fußmarsch hängt uns noch ein wenig nach und wir erholen uns am besten mit unwiderstehlichem peruanischen Essen. Arequipa hat unzählige Restaurants und Kaffees und wir fühlen uns richtig wohl.

Bevor es in die Hauptstadt geht, liegt am Gringo Trail noch der Ort Huacachina, eine Oase, versteckt zwischen riesigen Sanddünen. Mit einem Sandbuggy rasen wir durch die Wüste und genießen einen der schönsten Sonnenuntergänge unseres Lebens. In Lima angekommen entscheiden wir uns für eine Free Walking Tour durch die Stadt und erfahren so direkt von einem Einheimischen alles Wissenswertes über die Hauptstadt der Peruaner.

Peru Huacachina

Abenteuer Amazonas

Es wird Zeit für einen Tapetenwechsel. Im Norden Perus liegt die Lunge unserer Erde: der Amazonas. Iquitos ist die größte Stadt der Welt, welche nur per Flugzeug oder über Wasser zu erreichen ist. Wir entscheiden uns für das Abenteuer und wollen mit einem Frachtschiff 3 Tage über den Amazonas nach Iquitos reisen. Von Lima aus fahren wir 24 Stunden mit dem Bus nach Yurimaguas, die letzte Stadt, welche mit einem Fahrzeug zu erreichen ist.

Dort angekommen stellen wir ziemlich schnell fest, dass es sich um ein etwas schwieriges Unterfangen handelt. Am Hafen wird uns mitgeteilt, dass das Schiff in 2 Tagen ablegt und wir bis dahin warten müssten. Wir decken uns mit Nahrungsmittel ein und besorgen uns Hängematten, ehe wir am oberen Deck unser Lager aufschlagen. Noch am selben Tag werden Schweine und Hühner an Bord gebracht, welche direkt neben uns verfrachtet werden. Der selbsternannte Kapitän schlägt uns vor, ins untere Deck zu siedeln, da es neben den Hühnern doch etwas laut werden könnte. Das untere Deck ist vollgeräumt mit Lebensmittel und allerlei Kartons. Einige Einheimische haben bereits ihre Hängematten aufgehängt und für uns ist kaum noch Platz. Schnell entscheiden wir uns dann doch für das 15-stündige Schnellboot, welches mitten in der Nacht mit Vollgas den Fluss entlang schießt.

Völlig durchnässt und schlaflos steigen wir in Iquitos aus dem Schnellboot, welches eher einem schwimmenden Torpedo ähnlich sieht. Trotzdem können wir es nicht erwarten, tiefer in den Dschungel einzutauchen. Mit einer geführten Tour verbringen wir drei Tage in einer Community mitten im Amazonas. Nachts wandern wir durch den undurchdringlichen Dschungel auf der Suche nach giftigen Fröschen, Schlangen und Vogelspinnen. Tagsüber fahren wir mit dem Boot den Fluss entlang und beobachten die seltenen pinken Delphine, besuchen Schulen und lernen die Menschen am Fluss besser kennen. Auf einer kleinen Lichtung besuchen wir eine Familie auf deren Farm, welche zwei Brüllaffen als Haustiere hält. Die Kinder führen uns zum Teich hinter dem Haus, wo sie uns ihre etwas bissigeren Tiere zeigen. Zur Dämmerung gehen wir Piranhas fischen und unser Guide fängt mit bloßen Händen einen Caiman aus dem Wasser. Die einfache aber mehr als glückliche Lebensweise der Menschen ist faszinierend.

Ihr wollt noch mehr über Peru erfahren?

Hier findet ihr weitere Highlights von Peru.

Oder den Artikel: „Peru – Vielfalt von A bis Z

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