Reiseberichte

Unsere Erlebnisreporter auf Weltreise: Karuna in den USA

Von Gastblogger , 14. November 2012

San Francisco, USA. Hier startet meine USA Reise, auch ohne Blume in meinen Haaren. Ich treffe eine französische Photographin, die mit ihrer Mittelformatkamera in den Strassen unterwegs ist. Wir kommen ins Gespräch und verabreden uns für den Abend.

Abends. Mit dem Auto cruisen wir wie in einem amerikanischen Roadmovie durch die nächtlichen Strassen San Franciscos als mir klar wird, dass ich nach zwei Cocktails und einem Bier total betrunken bin. Ich habe die Nacht zuvor nicht geschlafen, um den Flug von Japan in die USA nicht zu verpassen. Dazu die Zeitverschiebung und die viele Rennerei. Keine gute Mischung für den Energiehaushalt meines Körpers.

Eine Stunde später sitze ich in einer Cabaretvorstellung der Underground-Gay-Community der Stadt. Die Leute um mich herum brechen ab vor Lachen als der Künstler Eric Cash in der Figur des Teufels seine Satire über Hitler, Homosexualität und die Juden performt. Für mich ist das alles zuviel. Mein Roadmovie wird zum Albtraum. Mir wird schlecht und ich muss den Ort fluchtartig verlassen.

Nachts in den Strassen von San Francisco. Ich hab keine Ahnung, wo ich bin. Jeder Versuch ein Taxi aufzuhalten scheitert. Es ist Samstag Abend und alle sind besetzt. Mir bleibt keine Wahl und ich bin gezwungen zum Zentrum zurück zu laufen, um von dort zum Hotel zu gelangen. Ich kämpfe mich also durch die dunkle Welt Amerikas und habe Glück das letzte Stück sicher mit dem Bus fahren zu können.

Am nächsten Morgen steht Sightseeing an. Ich treffe Freunde der Photographie, die voller Freude die Golden Gate Bridge im Nebel fotografieren. Ich habe weniger Spass daran und ziehe weiter, um mit dem Cable Car die Stadt zu erkunden. Die Fahrt bringt den Spass an der Reise nach dem nächtlichen Aussetzer zurück.

Mein Film wechselt in das Abenteuer-Genre. Ich sitze am nächsten Tag in einem Hubschrauber und fliege über den Grand Canyon. Atemberaubend schön. Unvergesslich. Einzigartig. So müssen sich die Vögel fühlen, wenn sie in der untergehenden Sonne durch die Schluchten dahin segeln. In manchen meiner Träume habe ich mich in einen Falken verwandelt, der seine Flügel ausgebreitet hat, um sich mit einem lauten Schrei von den Klippen in die Tiefe zu schwingen. Für einige Momente mit dem Geräusch der rotierenden Hubschrauberblätter verwandele ich mich in diesen Vogel.

Ich bin froh hier in der Natur zu sein. Weit weg von zu Hause, weit weg von Lärm und Hektik dieser Welt. Hier bin ich meinem Leben näher und meine Gedanken kreisen um die Menschen, mit denen ich mein Leben teile. Meine Familie und meine Freunde tauchen in meinem Geiste auf. Und meine Tochter… Liebste Yui, ich vermisse dich und ich liebe dich von ganzem Herzen. Das sind kostbare Momente für mich, weil ich in diesen Momenten dem grossen Mannitou dankbar für mein Leben bin.

Eine Antwort zu “Unsere Erlebnisreporter auf Weltreise: Karuna in den USA”

  1. […] Peru ist die letzte Station meiner Weltreise, nachdem ich Südostasien, Japan und die USA durchquert habe. Ein echtes Highlight zum Schluss. Seit vielen Jahren träume ich davon auf den […]

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