Asien

Surfen auf Bali – Die besten Breaks

Von Gastblogger , 17. November 2016

Wenn jemand weiß, wo es sich in Indonesien am besten surfen lässt, dann wohl Melissa von Indojunkie. Sie verrät uns in diesem Beitrag welches ihre vier Lieblings-Breaks auf Bali sind. 🙂

Nirgends auf der Welt macht das Surfen so viel Spaß wie in Indonesien. Das warme türkisblaue Meer, der Blick auf die Strände und Buchten, die durch das Wasser schimmernden Korallenriffe und fast das ganze Jahr über perfekte Surfbedingungen für jedes Niveau. Kein Wunder, dass das Surfen in Indonesien so populär geworden ist – birgt das Inselreich doch zahlreiche, weltbekannte Top-Surfbreaks.

Warum ist aber gerade Bali bei Surfern so beliebt? Gut, Bali ist sehr touristisch und viele Strände sind gerade in der Trockenzeit (Juni bis September) ziemlich überfüllt. Aber nirgends in Indonesien gibt es so viele Spots, die sich auch für Anfänger eignen. Du hast keine Schwierigkeiten, dir ein Brett zu leihen oder eines zu kaufen. Du findest immer jemanden, der als Surflehrer einspringt. An den meisten Stränden gibt es Lifeguards und die entspannten hinduistischen Balinesen stören sich nicht an surfenden Frauen im Bikini. Zudem ist die Infrastruktur für Touristen sehr gut. Es gibt genügend Homestays, Surfcamps und Hotels. Beim Roller-Mieten wird das “Surfrack” frei Haus mitgeliefert und nach einer langen anstrengenden Surfsession können sich deine Muskeln in einem der zahlreichen Massagesalons bei einer Balinesischen Massage wieder entspannen. Noch Fragen?

Wir selbst haben mehrere Monate auf Bali gelebt und dort erst mit dem Surfen angefangen. Deswegen haben wir einen Guide für alle geschrieben, die zum Surfen nach Bali reisen. Neben praktischen Tipps für das Reisen und Surfen auf der Insel findest du in unserem Buch auch spannende Interviews mit inspirierenden Personen aus der lokalen Surf-Szene. Du kannst dich auf geballten Surf-Input einstellen – von der richtigen Surf-Technik, über den ultimativen Surf-Spot-Guide bis hin zur optimalen Vorbereitung für dein Surf-Abenteuer.

Erhalte in diesem Beitrag einen kleinen Vorgeschmack auf die vielfältigen Surfspots von Bali. Denn wir stellen dir unsere 4 Lieblings-Breaks auf der Insel der Götter vor.

Die 4 besten Breaks für das Surfen auf Bali

  1. Kuta Beach

Kuta ist DER Anfänger-Strand überhaupt! Den ganzen Küstenstreifen entlang gibt es verschiedene Surf Spots – von Padma über Halfways bis hin zu Double 66. Die meisten Surfspots sind nach den nahegelegenen Hotels benannt. Ganz für dich wirst am Kuta Beach nie sein! Fast täglich finden sich hier Gruppen an Surfanfängern ein, die versuchen, ihre ersten Wellen zu nehmen. Fortgeschrittene Surfer können den meisten Spaß bei großem Swell am Halfway Spot haben, wo dann auch die ein oder andere Barrel entstehen kann.

Bei Sonnenuntergang kannst du mit den Locals am Strand chillen und bei einem kühlen Bintang Bier den Klängen von Akkustikgitarren lauschen.

Hinweis: Leider ist während der Regenzeit das Meer am Kuta Beach stark verschmutzt, sodass wir die Küste vor Kuta, Legian und Seminyak in der Regenzeit nicht empfehlen können.

  1. Batu Bolong (Canggu)

Batu Bolong ist ein beliebter Surfspot unter Surf-Newbies, weil die Wellen hier an den meisten Tagen sehr mellow sind. Das macht es gerade für Anfänger leicht, grüne Wellen zu erwischen. Da es ein Beachbreak ist und die Welle an mehreren Stellen bricht, verteilen sich die Surfer etwas. Trotzdem ist es hier meistens rammelvoll. Demnach ist das größte Risiko an diesem Spot die große Anzahl an Anfängern, die ihre Boards noch nicht unter Kontrolle haben. Des Weiteren kann der Shorebreak bei High Tide sehr groß und heftig sein und haut sogar die stärksten Männer um. Deshalb am besten bei Mid Tide surfen.

Meine Lieblingswelle in Canggu ist die relaxte Longboarder-Welle “Old Man’s”. Die Welle trägt den Namen aufgrund der gemütlichen Geschwindigkeit, die sie im Durchschnitt aufbringt.

Canggu ist eine sehr beliebte Gegend, vor allem unter Langzeitreisenden.

  1. Medewi

Medewi bietet die längste linke Welle auf ganz Bali. Auch Anfänger können hier an guten Tagen 150 bis 300 Meter eine wunderbar weiche Welle entlang surfen.

Der Surfspot Medewi ist der nördlichste Break im Westen von Bali. In Medewi erwartet dich kein paradiesischer Sandstrand, sondern Steine, weshalb du dir in jedem Fall Booties ausleihen solltest. Der Spot ist für fortgeschrittene Anfänger und erfahrene Surfer geeignet. Die vielen Steine machen das Rausgehen zu einer glitschigen Angelegenheit und es hat sich schon so mancher dabei den Knöchel verstaucht. Am besten geht der Medewi Point in der Trockenzeit bei Mid und High Tide.

Am Medewi Point gibt es eine Inside und eine Outside Section. Die Outside Section ist größer, aber sehr mellow. Wenn du hier eine Welle erwischst, kannst du sie ewig entlang surfen. Die Outside Welle ist einfach großartig zum Üben von Turns. Die Inside Section ist meistens kleiner, aber dafür steiler. Hier musst du eindeutig schneller im Take-Off sein, um die Welle zu erwischen. Hier findest du mehr Infos zum Surfen in Medewi.

  1. Dreamland

Noch vor ein paar Jahren war Dreamland Erzählungen zufolge ein wirkliches „Dreamland“. Dann kaufte der Sohn des ehemaligen indonesischen Präsidenten Suharto das Land um ein Resort mit privaten Villen, Golfplatz und Hotels daraus zu machen.

Zum Surfen eignet sich Dreamland mit seiner linken und rechten Welle eigentlich für alle Surfer, auch für Anfänger – abhängig von der Swellgröße versteht sich. Ähnlich wie in Batu Bolong gibt es einen Shorebreak auf den man aufpassen muss.

Die Welle kann bei allen Gezeiten gesurft werden und läuft am besten in der Trockenzeit. Bei High Tide (Flut) kannst du jedoch schon mal länger auf ein ordentliches Set warten.

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Du bist bereits begeistert am Wellenreiten und hast dich auf Bali in die Wellen gewagt? Verrate uns und den Blog-Lesern in den Kommentaren, was deine Lieblings-Breaks zum Surfen auf Bali sind!

Mini Surf-Lexikon zum „Spicken“

Barrel / Tube:

Bei steilen, hohen Wellen bildet sich beim Brechen der Welle oft ein Hohlraum, dieser wird barrel bzw. tube genannt.

Break / Beachbreak / Shorebreak:

Ein Break ist die Stelle an der die Welle bricht und gesurft werden kann. Bei einem Beachbreak brechen die Wellen an einer Sandbank. Einen Shorebreak zeichnet aus, dass die Wellen hier direkt am Strand brechen.

Mellow:

Eine schöne, sanfte Welle wird als mellow bezeichnet.

Swell:

Der Swell bezeichnet die Dünung, wie sie bei dir in „geordneten“ Wellen ankommt.

High / Low Tide:

Das ist, wie auch im Deutschen die Tide bzw. die Gezeiten. Entsprechend ist High Tide also die Flut und Low Tide Ebbe.

Inside / Outside Section:

Inside Section ist der Bereich zwischen dem Ufer und dem Brechen der Welle. Die Outside Section ist demnach der Bereich hinter der Linie, an der die Welle bricht.

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