Afrika & Mittlerer Osten

Südafrika – Der Krüger Nationalpark

Von Die STA Travel Reiseexperten , 02. August 2016

Ich arbeite schon einige Jahre bei STA Travel und konnte auch schon vieles von der Welt sehen, doch das „echte“ Afrika fehlte mir noch ganz. Umso aufgeregter war ich, als es endlich soweit war. Ich durfte meine lang ersehnte Reise ins südliche Afrika antreten und war bei der ersten STA Travel Reisegruppe dabei, die das neue Fahrzeug, mit dem die Erlebnisreise bewältigt wurde, ausprobieren durfte – den LANDO!

Die erste Nacht schliefen wir in Johannesburg und früh am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang, starteten wir unsere Fahrt in Richtung Krüger Nationalpark. Der erste Tag empfing uns mit  Sonne und Wolken und auf der Fahrt zum Blyde River Canyon konnten wir die wunderbare Landschaft der Panorama Route bewundern.

Trotz Nebel und stellenweise Regen auf der Fahrt, präsentierte sich der Canyon in seiner ganzen Pracht. Der Lando ist mit zwei großen Kühlschränken ausgestattet und bietet genug Platz für  Verpflegung und auch für Privates. Mit Sandwiches und Obst verbrachten wir unsere erste gemeinsame Mittagspause bei grandioser Aussicht.

Unser erstes Camp erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang. Gerade noch rechtzeitig um bei Tageslicht unsere Zelte aufstellen zu können. Da ich ein Camper-Anfänger bin hatte ich mir darüber schon Gedanken gemacht und befürchtete, die halbe Nacht mit Zeltaufbau (nach diversen Zusammenstürzen…) beschäftigt zu sein. Doch jeweils zu zweit konnten wir mit Hilfe der Guides den Aufbau der Zelte innerhalb von 10 Minuten bewältigen und unseren ersten gemeinsamen Abend im Camp starten. Bei Yolo Erlebnisreisen helfen alle zusammen bei Campauf- oder Abbau, kochen, sauber machen etc. Dazu waren wir in kleine Gruppen eingeteilt.

Unseren ersten Abend unter afrikanischem Sternenhimmel haben wir sehr genossen. Nach einer sehr bequemen Nacht im Zelt, brachte uns der Lando vorbei an kleinen Dörfern zum Krüger Nationalpark. Auf dem Weg besuchten wir einen Kindergarten der vom Sahalati Camp unterstützt wird und verbrachten etwas Zeit mit den Kindern.

Jetzt kam so richtig Afrika Feeling auf. Nach der Grossstadt Johannesburg  präsentierte sich uns Südafrika von einer ganz anderen Seite.

Durch das Orpen Gate fuhren wir endlich in den Krüger Nationalpark. Die Spannung stieg und dank des geschulten Auges unseres Fahrers konnten wir kurz nach dem Tor schon den ersten Vertreter der Big 5 bewundern: Ein Nashorn stand in einiger Entfernung. Mucksmäuschenstill hofften wir, dass es vielleicht doch näher kommen würde. Jetzt zeigte sich auch der grosse Vorteil des Lando: dadurch, dass der Bus sehr hoch ist und die Fenster bis ganz nach oben gehen, hatten wir einen tollen Blick über das Buschland. Zum Fotografieren konnten wir auch das oberste Fenster  herunterklappen. An diesem Tag fuhren wir bis zum Camp Satara für unsere Mittagssandwiches. Auf gleichem Weg ging es auch wieder aus dem Krüger zurück zum Camp und unsere Foto-Ausbeute konnte sich sehen lassen: Gnus, Zebras, Gazellen, Giraffen und weitere Vertreter der Big 5 wie Elefanten und Büffel hatten wir an diesem Tag bewundert. In einem grossen Wasserloch tauchte hin und wieder ein Nilpferd auf. Es wollte sich uns aber nicht ganz präsentieren.

In diesem Teil des Krüger ist die Vegetation nicht sehr hoch und man hat eine gute und weite Sicht.

Am nächsten Tag würden wir aber zurückkommen und hatten fest vor die Big 5 zu vervollständigen. Todmüde fielen wir am Abend in unsere Zelte und noch vor Sonnenaufgang startete
unser neuer Tag. Die nächste Nacht sollten wir in einem anderen Camp verbringen. Daher hieß es Camp-Abbau. Genauso schnell wie der Aufbau funktionierte auch der Abbau. Mit vereinten Kräften wurde wieder alles im Lando verstaut und wir konnten in  Richtung Krüger NP aufbrechen. Sehr praktisch war auch die Möglichkeit Handys, Kameras.. im Lando aufladen zu können, denn jeder Sitz hatte eine Ladestation. WLAN gab es auch und die ersten Fotos machten sich damit auf in Richtung Heimat. Auch an unserem zweiten Tag im Krüger Nationalpark hatten wir Glück. Es war leicht bewölkt und somit nicht zu heiß – bestes Spotting Wetter!

Das aufregendste an diesem Tag war ein großes Rudel Löwen am Strassenrand. Dank des Lando hatten wir einen fantastischen Blick über die bereits wartenden Fahrzeuge hinweg auf die Löwenfamilie. Besonders verzauberten uns die beiden Babys. Spätestens in diesem Moment hätte ich mir eine bessere Kamera mit tollem Zoom gewünscht und bei der nächsten Reise werde ich auf alle Fälle ein Fernglas mitnehmen. Die Zeit verflog viel zu schnell und unser Tag im Krüger neigte sich dem Ende zu. Wir fuhren in den Süden, um über das Paul Kruger Gate den Park in Richtung unseres neuen Camps zu verlassen. Bis zuletzt hatten wir gehofft, auch noch auf den letzten Vertreter der Big 5 zu stoßen, einem Leopard –  erspäht haben wir „nur“ eine Leoparden-Schildkröte – macht also unterm Strich Big 4,5 🙂

Die nächsten beiden Nächte verbrachten wir im Nkambeni Camp – einer wunderbaren Anlage, die sich im Nationalpark befindet, mit der Möglichkeit zu campen…

…oder im Permanent Tent mehr Komfort zu genießen. Wir nützten diese Chance, und genehmigen uns ein Upgrade.

Am nächsten Morgen, wieder bei Sonnenaufgang – mittlerweile sind wir das frühe Aufstehen gewohnt –  war die Aufregung gross. Wir machten einen Bushwalk. Bei Sonnenaufgang verließen wir mit unseren Guides das Camp und erkundeten die nähere Umgebung zu Fuss.

Wir lernten Spurenlesen und erfuhren viel Interessantes über Flora und Fauna. Nicht allzu weit entfernt konnten wir einen Elefanten sehen und hörten den Rest der Herde trompeten.

Wir bemerkten, dass sich die Herde auf uns zu bewegte und unser Guide beschloss, dass es wohl an der Zeit wäre weiter zu gehen. Flotten Schrittes entfernten wir uns in die entgegengesetzte  Richtung. Etwas mulmig wurde mir schon, aber diese zwei Stunden bleiben ein unvergessliches Erlebnis. Den Nachmittag verbrachten wir nicht mehr im Park sondern erkundeten die nähere Umgebung und relaxten an einem glasklaren Fluss.

Damit gingen unsere vier Tage Krüger Nationalpark im Lando auch schon dem Ende entgegen. Für mich war es eine unvergessliche Erfahrung Wildtiere so nah und in ihrer natürlichen Umgebung sehen zu können. Ich konnte feststellen, dass ich doch fürs Camping gemacht bin und ein Zeltaufbau kein unüberwindbares Hindernis darstellt. Der Zusammenhalt auf der Tour wurde durch das  gemeinsame „arbeiten“ vom ersten  Tag an gefördert und wir wurden schnell ein eingespieltes Team. Ich werde sicher bald nach Südafrika zurückkehren und meine Big 5 vervollständigen.

Eine Antwort zu “Südafrika – Der Krüger Nationalpark”

  1. Daniel sagt:

    Und danach die Little 5 und die Meeres 5 und dann die nächsten Tiere. Pass auf das das „Fotosammeln“ nicht zur Sucht wird. 🙂

    Tiere sind etwas einzigartig tolles.

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