Ozeanien

Nordinsel Neuseelands – Vier Must Do’s

Von Janine Locher , 20. September 2017

Die 7-tägige Inforeise auf der Nordinsel Neuseelands war meine erste Reise nach Neuseeland. Für mich ist damit wahrlich ein Traum in Erfüllung gegangen und es wird bestimmt nicht mein letzter Besuch gewesen sein.

4 Aktivitäten auf der Nordinsel Neuseelands, die ihr nicht verpassen solltet

Unsere Tour startete in Auckland, von dort aus ging es nach Coromandel, hinunter zum Tongariro Nationalpark und über Hamilton wieder zurück nach Auckland. Ziemlich kurz denkt ihr – und doch kann ich von den Klassikern an Aktivitäten auf der Nordinsel ganz klar ein paar empfehlen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Einen Mini-Pool buddeln – Hot Water Beach

In unmittelbarer Umgebung zum Hot Water Beach haben wir mit unserer Gruppe in einem Holiday Park unser Lager aufgeschlagen. Am Abend trafen wir uns zu einem gemeinsamen Spaziergang zum Strand. Der vulkanische Ursprung Neuseelands macht diese Region an der Nordinsel wirklich besonders. Mit Taschenlampen und Schaufeln im Gepäck erreichen wir den Hot Water Beach nach nur wenigen Minuten Fußmarsch.

Wir fingen direkt an, uns unseren eigenen kleinen Pool zu graben. Unter dem Sand befinden sich heiße Lavasteine, die das Wasser ziemlich stark erhitzen. Somit hatte jeder von uns das Gefühl in einer wunderbar warmen Badewanne zu sitzen. 🙂

Aber man glaubt es kaum: es gibt Abschnitte am Strand an denen es kaum möglich ist richtig zu laufen geschweige denn zu stehen! Diese Strandabschnitte sind nämlich wahnsinnig heiß. Auch ich war an solch einem Abschnitt und habe förmlich einen kleinen Tanz hingelegt.

Mein Tipp: Unter freiem Sternenhimmel im selbst gebuddelten Mini-Pool zu sitzen und die Milchstraße so klar und deutlich erkennen zu können – unbeschreibliches Gefühl!

Kayak fahren mit Kulisse – Cathedral Cove

Am Strand von Coromandel angekommen, bin ich erstmal von dem wunderschönen weißen Sandstrand und der atemberaubenden Kulisse geflasht gewesen. Ihr seid Fans der „Narnia“-Filme? Dann werdet ihr bestimmt die eine oder andere Filmkulisse wiedererkennen.

Nach kurzem Genießen des Anblickes, ging es für uns auch direkt los. Die Guides unserer Kajak-Tour warteten bereits und so starteten wir mit der Einweisung ins Kayak fahren. Vor uns lag eine neun Kilometer lange Strecke, die wir in Zweierkajaks absolvieren sollten.

Dies war meine erste Tour einem Zweier-Kajak und ich war ehrlich gesagt ganz froh vorne zu sitzen. Die Person, die im Kayak hinten sitzt, hat nämlich die ehrenvolle Aufgabe, zu paddeln und zu lenken – mit den Füßen! Ich als Grobmotorikerin wäre hier etwas überfordert gewesen.

Mein Tipp: Wenn ihr es im Zweier-Kayak etwas gemütlicher haben wollt – setzt euch nach vorne.

Dem „Schicksalsberg“ ganz nah sein – Tongariro Alpine Crossing

Wie auch Frodo auf seiner Reise durch Mordor haben wir den Schicksalsberg bzw. Mount Doom bezwungen!

Morgens um vier machten wir uns auf den Weg zum Tongariro Nationalpark, denn es lag eine zweistündige Busfahrt vor uns. Mit müden Augen, eingepackt in die dicksten Sachen, sind wir trotz der Müdigkeit voller Motivation und Vorfreude gestartet. Kein Wunder, denn der Tongariro Alpine Crossing ist eine der schönsten Tageswanderungen weltweit! Er bezaubert mit seiner atemberaubenden Flora und Fauna und der Weitläufigkeit der Landschaft. Natürlich ist er allein deswegen schon ein absolutes Highlight von Neuseelands Nordinsel.

Durch meine, leider doch vorhandene Höhenangst und mit nicht gerade der besten Kondition im Gepäck, hatte ich nicht die besten Voraussetzungen und bin damit während der Wanderung doch an meine Grenzen gestoßen. Deshalb ist der Tongariro Alpine Crossing auch mein ganz persönliches Highlight: weil ich die Wanderung tatsächlich geschafft habe!

Je näher wir dem Berggipfel kamen, desto schmaler wurden die Wege. An einer Stelle war der Weg sogar so schmal, dass wir uns mit Hilfe einer Metallkette den weiteren Abschnitt am Berg entlanghangeln mussten. Dies ist der Teil des Weges der Leute mit Höhenangst kurz zum Verzweifeln bringt. Ich sagte mir: was soll’s? Es gab für mich kein Zurück, also sprichwörtlich „Augen zu und durch“!

Beim Erreichen des Berggipfels, wird man mit einem wirklich tollen Ausblick auf die Emerald Lakes belohnt.

Doch bald naht dann auch schon der Abstieg. Und dieser erweist sich als gar nicht mal so einfach wie gedacht, denn der RückWeg ist mit Steinen und Schotter  bedeckt. Daher habe ich mich für die Technik entschieden, seitwärts Schritt für Schritt zu laufen, wodurch sich der Abstieg ganz schön in die Länge gezogen hat. Es gab andere Wanderer die sich für die Abstiegs-Variante „auf dem Popo herunterrutschen währen man simit den Händen abstützt“ entschieden haben, aber wirklich schneller waren die auch nicht. 😉

Nach dem Abstieg vom Gipfel ging es leider erneut bergauf und entlang der ganzen Wanderung ließen wir auch hunderte Treppenstufen erfolgreich hinter uns.

Mein Tipp und für mich die Erkenntnis des Tages: wenn man etwas wirklich will und man seinen inneren Schweinehund besiegt, kann man es schaffen – selbst mit Höhenangst und wenig Kondition.

Zu Besuch im Auenland – Hobbiton

Nach meinem Leidensweg auf dem Tongariro Alpine Crossing, ging es für uns weiter auf den Spuren der Hobbits zu deren „Heimat“: auf geht es ins Auenland! In Hobbiton angekommen, wurden unsere Augen immer größer, denn die Filmkulisse ist noch vollständig erhalten, alles mit viel Liebe zum Detail.

Täglich kümmern sich mehrere Gärtner darum, dass die Filmkulisse, die sich auf dem Gelände einer alten Schaffarm befindet, auch wirklich so erhalten bleibt. Wir machten einen kleinen Spaziergang entlang der Gärten und der Hobbithöhlen. Erstaunlich fand ich auch die Wäscheleinen an den Häusern – sehr süß.

Weiter ging es zum „Grünen Drachen“, hier genehmigen wir uns ganz zünftig ein Bier. Direkt daneben befindet sich das Festzelt. Es ist Mittagszeit und wir genießen ein ausgiebiges, waschechtes Hobbitmahl!

Mein Tipp: Auch die nicht „Herr der Ringe“- und „Hobbit“-Fans kommen in Hobbiton auf ihre Kosten und werden von der traumhaften Kulisse bestimmt beeindruckt und irgendwie auch verzaubert sein.

Nach diesem für mich kurzen Einblick zu Neuseeland bleibt mir nur zu sagen, dass es für mich zu den Ländern mit den schönsten Landschaften der Welt gehört! 🙂 Glaubt ihr nicht? Dann macht euch vor Ort am besten euer eigenes Bild!

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