Reiseberichte

Pekings Highlights in 3 Tagen – Moritz um die Welt

Von Gastblogger , 22. Mai 2015

Nach seinem ersten Stopp auf den Philippinen hat sich Moritz in Chinas Hauptstadt Peking aufgemacht. Dort hat er für uns die Highlights erkundet und wieder viele wunderschöne Momentaufnahmen mit seiner Kamera eingefangen.

Eine merkwürdig verschwommene Abendsonne bahnt sich ihren Weg durch Pekings immer wiederkehrenden Smog. Willkommen im Land der aufgehenden Sonne, sollte man sie denn sehen können. In den kommenden 3 Tagen versuche ich nun also eine Stadt zu erkunden, für die in seiner Masse an Sehenswürdigkeiten vermutlich nicht mal 2 Wochen ausreichen würden. Der erwartete Kulturschock bleibt erst mal aus und ich zwänge mich mit meinem Rucksack und einem Screenshot der nötigen Verbindungen in die öffentlichen Verkehrsmittel. Pekings U-Bahn-Netz ist wider Erwarten vor allem eines: Einfach. Und so bin ich 100 Minuten später auch bereits am Hostel. Das mag jetzt verdammt lang klingen, ist aber in Hinsicht auf die Fläche dieser Megametropole noch ziemlich erfolgreich.

Es ist zwar bereits dunkel aber das Hostel ist erreicht.

Für den ersten Abend mache ich mich auf zum Donghuamen Night Market, der liegt direkt neben dem Hostel und ist vor allem bekannt für seine kuriosen Snacks. Kleinen Kindern reichen sie kandierte Äpfel und Lollies, die großen Kinder aber dürfen sich mit Schlange, Skorpion und reichlich nicht Identifizierbarem begnügen. Das Ganze fühlt sich allerdings so schrecklich unauthentisch und überteuert an, dass ich mich nach einer halben Stunde schlendern doch lieber für ein wenig Street-Food einige Ecken weiter entscheide.

Darf es noch ein bisschen Seestern sein?

Ausgeschlafen und ohne Jetlag geht es am kommenden Tag in Richtung Chinesische Mauer. Mutianyu ist 70 km von Peking entfernt und einer der besterhaltenen Abschnitte. Nach zwei Stunden Busfahrt und unzähligen Stufen stehe ich dann auf der Mauer. Ein Gefühl was sich wohl am besten mit „episch“ beschreiben lässt. Wir wandern von Wachturm zu Wachturm und genießen den Ausblick, den der Smog heute zulässt. Wer seinen Besuch auf der Chinesischen Mauer nicht im Voraus bucht, sollte sich definitiv spontan eine Tour organisieren und das Wetter entscheiden lassen.

Der Mutianyu-Abschnitt ist für seine 22 Wachtürme bekannt

Am Abend dann noch schnell zum Himmelstempel, einer Tempelanlage der Ming- und Qing-Dynastien. Naja, zumindest fast. So richtig soll mein grandios getakteter Tagesplan dann leider nicht aufgehen. Der Tempel selbst schließt bereits um 18 Uhr – dennoch soll sich der Besuch lohnen. Der umliegende Park lädt mit seinen wundervollen Gassen zum „Tag-Ausklingen-Lassen“ ein und über die Mauern lässt sich sogar ein Blick auf den Tempel erhaschen.

Der nächste Tag folgt: Die Verbotene Stadt, der Tian’anmen Square und verdammt viele Touristen.  Blaue Sonnenhüte, gelbe Mützen, lustige Aufkleber – Reiseleiter-Mikros schallen im Chor und pferchen die unterschiedlichen Gruppen zusammen. Der Tian’anmen Square gilt zwar als der größte befestigte Platz der Welt doch trotzdem schaffen die Touristengruppen es, einen permanent einzukeilen.

Touristenhorden organisieren – gerne auch mit Megaphon

Fun-Fact: Europäer sind eine sehr beliebte Fototrophäe. Die meisten Touristen in Peking kommen aus dem chinesischen Inland, sind demnach Touristen in ihren Regionen kaum gewohnt. Junge Chinesen versuchen heimlich Selfies mit dir zu machen und überall sind unauffällig die Kameras auf dich gerichtet. Solltest du dann doch mal freiwillig für ein Foto posen, hab besser die kommenden 10 Minuten nichts anderes geplant.

Sobald du dann aber die verbotene Stadt betreten hast, ist all der Trubel bereits wieder verflogen. Eine farbenfrohe Tempelanlage mit hinreißenden Details und wunderschöner Architektur in der du dich mühelos einige Stunden, kannst treiben lassen.

Der Eingang zur Verbotenen Stadt

Etwas weiter nördlich laden Bell & Drumtower zu einem Besuch ein. Einst für Musicals und später mit der Funktion zur Zeitanzeige und dem ankündigen wichtiger Ereignisse ist der Turm heute ein beliebter Aussichtspunkt.

Eine der kostenlosen Aufführungen im Drumtower

Zwischen diesen ganzen Sehenswürdigkeiten besticht dieses Land vor allen durch zwei Dinge: Seine Menschen & Straßen.

Alte Männer warten auf ihre Pediküren

Xiangqi auf den Straßen – auch als das chinesische Schach bekannt

Es braucht schon ein wenig Zeit sich dem Takt dieser Stadt anzupassen. Am besten lässt man sich einfach vom Rhythmus der Metropole treiben – das Leben findet auf den Straßen der City statt und du triffst alle paar Meter neugierige Menschen die dich mit einem freundlichen „Ni Hao“ begrüßen. Ignoriert die Reiseführer die dir davon abraten sich mit Einheimischen zu unterhalten. Ob hier gerade jemand versucht dir ein paar Euros aus dem Portemonnaie zu leiern oder einfach ein Gespräch sucht wirst du bereits nach den ersten Sätzen ausmachen können. Folge keinem Fremden zu irgendwelchen ominösen Orten oder auf ein überteuertes Tee trinken und genieße die Stadt mit all ihrer Magie, der Geschichte und dem Street Food.

TIPP: Wer gerne auf Facebook unterwegs ist oder Googlemail nutzt, sollte vorher seinen IT-Freund des Vertrauens um einen Crashkurs für VPN bitten. Nur so hast du die Möglichkeit im WIFI auf deine sonst gesperrten sozialen Netzwerke zuzugreifen oder Google zu nutzen.

In China warten auf Moritz noch die Terrakotta Krieger bei Xi’an und dann geht die Weltreise auch schon weiter nach Australien, wo die Great Ocean Road und Tasmanien auf der To Do Liste stehen. Die nächsten spannenden Berichte und tollen Bilder von Moritz gibt es also schon bald auf unserem Blog :-).

Und falls ihr Lust bekommen habt, China und Peking für euch zu entdecken, findet ihr gleich hier spannende Erlebnisreisen für DE | AT | CH.

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