Reiseberichte

Ein Tag in Miami – Moritz um die Welt

Von Gastblogger , 16. Juli 2015

STA Traveller Moritz ist nach Asien und Australien nun über den Pazifik geflogen und mitten in den USA gelandet. Er nimmt uns dieses Mal mit, einen Tag lang mit ihm Miami zu entdecken. Tourinepp und coole Künstlerviertel inklusive.

Auch wenn ich noch nie in Miami gewesen bin, ist in meinem Kopf dieses Bild eingebrannt: die Sonne scheint, überall stehen Palmen, kaum jemand trägt mehr als Badebekleidung und Neon-Lettern leuchten einem von Art Déco Gebäuden entgegen. In der nächsten Szene rennen mir Dexter Morgan und David Caruso durchs Bild und ich fahre in einer gestohlenen Karre – Typ pinker Cadillac – entlang der virtuellen Strandpromenade von „GTA: Miami Vice“. Eine Stadt so allgegenwärtig und unverwechselbar. Aber was macht man hier eigentlich, wenn man nicht gerade die Ergebnisse der letzten Schönheits-OP in Nikki Beach zur Schau stellen möchte? Was mache ICH hier eigentlich?

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05:30 Uhr – Der Wecker klingelt viel zu früh. Zwei Stunden zuvor haben ein paar Australier unser Dorm noch in eine Kleinraumdisko verwandelt und nun stehe ich hier und verfluche meine Idee, sich den Sonnenaufgang in South Beach zu gönnen aufs Übelste. Das Gute an dieser absurden Idee ist allerdings, ich habe sie nicht alleine gefasst. Und so ist es letztendlich der soziale Druck, der verhindert, dass ich meinen Wecker einfach wieder ausstelle.

Die Belohnung folgt – ich bin mir nicht sicher was mir besser gefallen soll: der geniale Sonnenaufgang über dem Horizont oder der Strand von South Beach mal ohne Menschenmassen.

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08:00 Uhr – Weiter geht’s in den Hafen zur „Biscayne Bay“ Bootstour. Ich habe gelernt Hafenrundfahrten stets komplett ohne Erwartungshaltung zu besuchen und somit fällt die Enttäuschung dementsprechend klein aus. Du schipperst mit einem riesigen Boot entlang der Bay und von anderen Backpackern fehlt jede Spur. Würde der Moderator nicht zu jedem Haus einen schlechten Witz auf den dort ansässigen Prominenten reißen, würdest du dich nach ein paar Minuten eher wie auf einer Immobilienauktion fühlen.

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10:30 Uhr –Nach einer Stunde im Bus geht es weiter in die Everglades. Mit einem dieser Propellerboote schweben wir durch die schmalen Grasflüsse und der Guide zündet wieder ein Gagfeuerwerk, das seinesgleichen sucht. Die Witze dieser halbstündigen Tour kommen so einstudiert und lustlos, dass ich mich für die mitgelieferten Oropax sehr bedanke.

Das sich links und rechts dann ab und an mal ein Krokodil entdecken lässt, ist natürlich schön. Die Tatsache, dass deshalb das halbe Boot in eine kreischende Euphorie verfällt ist eher ein bittererer, ohrenbetäubender Beigeschmack. Doch die Flora und Fauna im Everglades Nationalpark ist abwechslungsreich und wunderschön und ich werde das Gefühl nicht los einfach nur die falsche Tour gewählt zu haben. Spätestens als mir nach dem Anlegen noch angeboten wird, für ein paar Dollar einen Babyalligator auf dem Arm zu halten, weiß ich, dass es dringend Zeit wird wieder nach Miami zurückzufahren.

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16:00 Uhr – Für den restlichen Tag geht es nach Wynwood. Um genau zu sein den Art District Wynwoods, eines der weltweit größten Street-Art-Viertel. Es reihen sich Galerien an Museum, Ateliers an Cafés und es ist nahezu unmöglich noch eine Wand zu finden an der grauer Beton zu sehen ist. Jeden zweiten Samstag im Monat gibt es hier zwischen 18-22 Uhr einen freien Art Walk und es finden sich tausende Menschen auf den Straßen. Aber auch ansonsten kannst du in den Straßen des Viertels Stunden verlieren. Ich empfehle auf jeden Fall einen Besuch im Warehouse Project, bei einem Mix aus Gallery und Café gibt es ein gutes Sandwich schon ab 2 $. Der Laie denkt sich nun „Ja und?“, wer aber schon Mal im Miami unterwegs war, wird nun kurz vor Freude aufschreien.

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Ein Tag in Miami ist schnell rum und so bleibt auch für die kommenden Tage noch einiges zu tun. Ob Little Havanna, die Ocean Drive oder das berüchtigte Nachtleben. Du kannst hier locker 4 Tage verbringen und solltest du schon vorher alles gesehen haben, leg dich einfach an den Strand. So einen Tag Entspannung darf man sich auf Reisen schließlich auch mal gönnen.

Mein Tipp: Rumkommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Miami ist eine Farce. Wem die gelben Cabs zu teuer sind, dem bietet die Taxialternative Uber eine günstigere Variante. Allgemein sind Fahrdienste wie Uber, Luft oder SideCar in Amerika eine beliebte Alternative.

Du hast jetzt auch richtig Lust auf Miami bekommen? Kein Problem, wir haben die passenden Flüge!

Eine Antwort zu “Ein Tag in Miami – Moritz um die Welt”

  1. Doris Dick sagt:

    Schöner Bericht!

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