Reiseberichte

17,5 Wochen – Mit Erlebnisreisen um die Welt

Von Gastblogger , 13. Mai 2015

STA Travellerin Svenja hat eine Weltreise hinter sich. Aber keine gewöhnliche, denn sie hat sich dafür entschieden, ihre Weltreise aus verschiedenen Erlebnisreisen rund um den Globus zusammenzubauen. Gemeinsam mit dem STA Travel Shop ihres Vertrauens entstand so die „Experience of a lifetime“. Hier steht uns Svenja Rede und Antwort zu ihrem Reiseabenteuer. Mehr Infos zu den einzelnen Stationen und der Route ihrer Reise von Hamburg in die weite Welt, bekommt ihr auf Svenjas Blog „Siebzehneinhalb Wochen“.

1.)    Wie fühlst du dich jetzt nach deiner Rückkehr?

Danke, mir geht es gut. Aber ehrlich gesagt ist für mich das schwierigste am Reisen das Heimreisen… Man hat vier Monate lang jeden Tag etwas Neues gesehen und erlebt und auf einmal ist man wieder zurück in der alten Stadt. Vielleicht noch nicht mal im alten Trott, aber dorthin zurück zu dem, was man kennt. Das war schon komisch irgendwie. Natürlich, alle seine Lieben endlich offline wiederzusehen war und ist immer noch traumhaft! Aber man hat das Gefühl auf einmal bleiben da nur noch Erinnerungen an die tolle Zeit der Reise übrig. Aber die Erinnerungen sind für immer festgehalten auf Fotos, in Musik-Playlisten, in Form von Mitbringseln, in Kontakten zu den Menschen die man getroffen hat und natürlich im Herzen! Man muss sich dessen einfach bewusst sein und diese Momente auch nach der Reise in vollen Zügen genießen.

erlebnisreisen, weltreise

Meine Tipps gegen den Rückkehr-Blues: sich ins Leben stürzen, Freunde treffen, im alten Umfeld neue Menschen kennenlernen und weiterhin einfach neue Dinge ausprobieren, zum Beispiel: Sprachtandem suchen, einen Meditationskurs machen, am Stadtteil-Stammtisch teilnehmen, Paternoster fahren – auch der neue Alltag steckt voller neuer Möglichkeiten, man muss ihn nur genauso leben!

2.)    Viele Weltreisende sind auf eigene Faust unterwegs. Weshalb hast du dich dagegen entschieden und deine Reise hauptsächlich aus Erlebnisreisen bestehen lassen?

Das hat mehrere Gründe. Ich wollte alleine dieses Abenteuer erleben, aber eben nicht ganz allein in Einsamkeit. Eine Gruppe Fremder um mich herum war dafür perfekt.

erlebnisreisen, weltreise

Und ich bin auch in Gebiete gereist, die ich mir allein nicht zugetraut hätte. Einen Guide an seiner Seite zu haben und den in jeder Situation fragen zu können, hat mir manche Angst genommen. Außerdem habe ich durch Fragen an den Guide viel mehr über die jeweiligen Reiseziele erfahren können als ich es jemals auf eigene Faust in der kurzen Zeit erfahren hätte. Daneben ist es praktisch gewesen sich nicht groß um Transfers, verschiedene Unterkünfte und den Besuch von Sehenswürdigkeiten kümmern zu müssen – das ist ja alles bereits in den Erlebnisreisen inklusive. So konnte ich innerhalb kurzer Zeit sehr viele Ziele sehen. Und es hilft auch für die Budgetplanung, weil eben von vornherein klar ist, wie viel welche Reise kostet.

3.)    Du hast zwischen deiner Tour durch die USA und der „Classic Cuba“ Erlebnisreise noch einen Sprachkurs in Havanna eingelegt. Dabei hast du bei einer Gastfamilie gewohnt. Hat dir der Kurs geholfen? Würdest du einen Sprachkurs empfehlen?

Oh ja! In Kuba spricht kaum jemand Englisch, selbst meine Gastmutter konnte mich die ersten Tage nicht verstehen und meine Spanischlehrerin hat mir bei Unsicherheiten versucht auf Französisch weiter zu helfen. Obwohl ich nur ein paar Tage Unterricht hatte, da es nur ein Wochenkurs gewesen ist, war es schön ab dem dritten Tag die Sicherheit zu haben, die eigenen Grundbedürfnisse im Notfall äußern zu können. Außerdem habe ich in der Sprachschule einige deutschsprachige Mitschüler kennengelernt mit denen ich auch nach der Schule etwas unternommen habe. Das war super, denn in Kuba erfuhr ich auch zum ersten Mal einen kleinen Kulturschock und so konnte ich mich darüber austauschen.

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4.)    Wie hast du dir die Zeit auf deinen Flügen zwischen den Zielen vertrieben?

Ach ich fand das Fliegen gar nicht so schlimm 🙂 meistens habe ich fernsehen können oder ein bisschen Schlaf nachgeholt. Oder einige Erlebnisse für mein Blog zusammengeschrieben und schon einmal Fotos vorsortiert. Manchmal habe ich im Flieger auch neue Leute kennengelernt oder mich gefreut wenn ich wieder mal Deutsch gehört habe. Und meistens hatte eben auch das Entertainment-Programm an Bord meine Lieblingsserie oder eben großartige Filme: auf dem Weg nach Indien musste ich mich sehr zusammenreißen um nicht bei Matthias Schweighöfers Film „Vaterfreuden“ laut los zu lachen.

5.)    Welches Erlebnis während deiner Reise hat den größten bleibenden Eindruck hinterlassen?

Das ist so schwer zu sagen 😉 Ich habe in jedem Land so unglaublich viel erlebt und gesehen, dass ich da gar nicht unbedingt etwas Bestimmtes hervorheben möchte. Die gesamte Reise bestand aus Highlights! Ich habe aber netterweise schon sehr früh von meiner Freundin Jenny aus Australien, die ich auf der Amerika-Erlebnisreise kennengelernt habe, mit auf den Weg bekommen, dass man genau dafür Dinge auch einfach machen muss. Man darf nicht zweifeln und lange überlegen, man muss Dinge einfach nehmen wie sie kommen. Wer weiß wann es wieder die Chance dazu gibt. Das Ganze endete bei meiner Reise mit einem Fallschirmsprung in Kapstadt.

erlebnisreisen, weltreise

Vorher habe ich aber in jedem Land alles mitgenommen: Kamel reiten in Indien, Frozen Cheesecake in Amerika, Elefanten spazieren führen in Südafrika, Schlange essen in China, Karaoke in Japan, Salsa tanzen in Kuba, Roller fahren in Thailand…

6.)    Hast du unterwegs ein Lieblingsessen entdeckt, das sich jetzt permanent auf deinem Speiseplan befindet?

China hat uns dazu viel geboten. Und ich meine nicht Insekten und sowas 😉 Nein, in China haben wir jeden Mittag und jeden Abend zusammen mit der Gruppe an zwei dieser riesigen runden Gemeinschaftstische gesessen und uns acht Gerichte geteilt. Unser Guide hat jeden Abend ausgesucht. Und das war über drei Wochen tatsächlich so vielfältig, dass wir kaum ein Gericht zwei Mal gegessen haben. Natürlich gab es auch Peking-Ente, Dumplings und Hot-Pot-Fondue – mjam, immer noch mein Favorit. Und seit Weihnachten besitze ich nun einen Wok um alles nachkochen zu können 🙂

Dumplings

7.)    Ist deine Packliste aufgegangen? Oder hast du irgendetwas vermisst?

Oh nein, es gab nichts was ich nicht mithatte. Und tatsächlich hat mich von New York bis Tokio bis Kapstadt einfach JEDER angestarrt, weil ich den größten Rucksack von allen hatte.

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Leider hatte ich vorher nicht in Betracht gezogen, dass ich diesen Rucksack eben auch spätestens jeden zweiten Tag komplett aus und wieder einpacken musste. Also schickte ich zwischendrin immer einen Haufen Pakete nach Hause um auch meine Souvenirs heimzubekommen. Und ich hätte ein bisschen was in Deutschland lassen können, da wenn man etwas vergisst, man es sowieso vor Ort einfach nachkauft. Aber was super praktisch war, ist eine Shampoo-Seife. Ausgelaufene Sachen kommen vor, aber kann das eben so gar nicht gebrauchen auf Erlebnisreisen 🙂 Oh und ein Reise Fön hat sich zum Express-Schuhe-trocknen echt bewährt!

8.)    Was hat dich unterwegs am meisten überrascht? Was hat dich erstaunt oder verwundert?

Ich hatte am meisten Angst vor meiner Reise nach Indien. Und genau deswegen hat mich das eben auch am meisten überrascht – es ist eben gar nicht schlimm dort, sondern nur komplett anders als hier! Aber ich habe keine Horrorgeschichten á la „Slumdog Millionaire“ an jeder Ecke erlebt. Daneben habe ich auf meiner Reise ganz oft gedacht „krass, so wohnen Menschen ihr ganzes Leben.“ Und das fängt natürlich im Extremfall im Slum an, geht aber in Shanghai, Tokio und Havanna weiter. Da gibt es teilweise unwahrscheinlich enge Gassen, Stromleitungen die knapp über deinem Kopf hängen, Müll auf den Straßen in rauen Mengen, rissige Wände und man sieht sehr kleine Wohnungen in denen viele Menschen wohnen. Dagegen ist meine kleine und gut ausgestattete Wohnung zu Hause ein reiner Luxus! Und ich habe das Gefühl gehabt, dass die ganze Welt ein bisschen mehr „laid back“ ist als wir Deutschen 🙂 Schlechtes Wetter? Egal, wir wandern trotzdem! Lange aufs Essen warten? Keep on smiling! Ich wusste auch nicht, dass sich Japan und China so sehr unterscheiden.

erlebnisreisen, weltreise

Mein Tipp: immer erst nach China, danach nach Japan reisen 😉

Und die Dimensionen dieser Welt sind so unglaublich! Man fährt eine ganze Nacht im Zug und auf der Landkarte sieht das aus wie nichts… Dabei habe ich auch schätzen gelernt wie schön es ist in Europa zu leben: innerhalb von wenigen Stunden ist man in einem anderen Land, einer anderen Kultur und man spricht eine andere Sprache. Australier, Amerikaner oder Chinesen zum Beispiel, haben dieses Glück des schnellen Reisens bzw. der kurzen Wege eben nicht.

9.)    Wenn du deine Weltreise noch einmal machen würdest, welche Dinge, Abläufe, Stopps würdest du ändern?

Ändern würde ich an sich nichts. Klar, zwei Monate mehr wären auch noch schön gewesen und da hätte ich noch ein bisschen mehr sehen können. Und ich habe eine Übernachtung in Mexiko Stadt gehabt, die ich im Hotel verbrachte, da ich es meinen Freunden versprochen habe weil es vor Ort so gefährlich sei. Allerdings wären diese Freunde aber auch nicht nach Indien geflogen… Da hätte ich mehr draus machen können, aber manchmal braucht man eben auch ein bisschen Auszeit 🙂

Viele Orte habe ich nur einen Tag lang besucht, das war hier und da ein bisschen wenig, aber man lernt dabei den Moment noch mehr zu genießen und auszukosten. Ich würde am Gepäck noch etwas schrauben – mein Rucksack war einfach wirklich groß und unhandlich.

In Thailand habe ich Strandurlaub gemacht und dadurch habe ich ein bisschen zu wenig vom Land gesehen wie ich finde. Bereuen tue ich jedoch nichts. Ich habe alles gesehen was ich schon immer mal gerne sehen wollte. Und jetzt kann ich die nächsten 20 Jahre versuchen mein Fernweh mit all den anderen Zielen zu stillen, die mir vorher nicht so offensichtlich waren: Brasilien, Indonesien, Arktis, Russland, Australien, Arabische Emirate, Singapur, Mexiko, Karibik…

10.) Welches Ziel möchtest du auf jeden Fall erneut besuchen? Aus welchem Grund?

Mumbai. Ich finde diese Stadt schön und faszinierend, war aber nur einen Tag und eine Nacht dort. Das ist definitiv zu wenig, vor allem weil mir Mumbai als Stadt zum ersten Mal richtig, richtig groß vorkam! Südafrika, diese Strände und diese Brandung dort – ein Traum für ein Meermädchen und Wellenherz wie mich.

erlebnisreisen, weltreise

Genauso wie Hawaii – das nächste Mal aber nicht in Waikiki, sondern eher etwas verlassener. Kuba, um in ein paar Jahren zu sehen was sich verändert hat. Hongkong – auch da war ich nur zu kurz und Hongkong ist einfach eine abgefahrene Stadt: Business trifft international trifft China trifft Glasbauten trifft Grün und Wasser trifft Tradition trifft Chaos. Las Vegas natürlich! Man kann einfach nicht alles innerhalb von 2 Tagen sehen und daneben auch noch die Nächte durchfeiern 😉 New York und London natürlich – wirklich mit die schönsten Städte der Welt!

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Ich könnte quasi alles noch einmal machen 🙂 Nur Japan eher weniger, da habe ich das Gefühl eigentlich alles gesehen zu haben 🙂

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4 Antworten zu “17,5 Wochen – Mit Erlebnisreisen um die Welt”

  1. Jana N sagt:

    Hey, eine tolle Sache- die mein Interesse geweckt hat.
    Auf dem Blog gibt es jediglich einen Skype-Alias von Svenja.
    Gibt es noch andere Kontaktmöglichkeiten?
    Danke und Grüße

  2. Hallo Jana, ich stelle gerne den Kontakt zu Svenja für dich her. Gib mir einfach kurz per E-Mail Bescheid, evtl. bereits mit ein, zwei Fragen zu ihrer Reise: carina.muessen@statravel.com
    Viele Grüße, Carina

  3. Maike sagt:

    Hi,
    ich habe eine Frage und zwar, welche Rundreise in Australien hat Svenja damals gemacht?
    Ich möchte auch eine Rundreise in einer Gruppe machen, kann mich aber nicht entscheiden, welche ich machen möchte, da mein Budget auch begrentzt ist.
    Liebe Grüße und Danke im Voraus!

  4. Hallo Maike,
    danke für Deine Nachricht!
    Svenja hat auf ihrer Weltreise keine Rundreise in Australien gemacht.
    Am besten gehst Du mit Deinen Wünschen und Vorstellungen in einen STA Travel Shop in Deiner Nähe und lässt Dich beraten :-). Die Kollegen vor Ort können Dir bei der Entscheidung sicher weiter helfen.
    Viele Grüße,
    Yvonne | STA Travel Team

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