Asien

Mit dem Tuk Tuk durch den Norden von Thailand

Von Die STA Travel Reiseexperten , 21. November 2018

Die meisten denken bei Thailand zuerst an die schönen Strände im Süden. In acht Tagen hatte ich die Möglichkeit, den weniger touristischen Norden des Landes zu bereisen. Es war meine erste Reise ins Land des Lächelns und wird definitiv nicht meine letzte gewesen sein. Ich war gespannt auf das Abenteuer mit Tuk Tuks durch die Berglandschaft zu fahren und wurde nicht enttäuscht.

Den Norden von Thailand mit dem Tuk Tuk erkunden

Die Reise ging direkt nach Bangkok. Angekommen in Thailand, erschlägt einen schon morgens die schwüle Hitze. In Bangkok treffen modernste Architektur und kitschige Einkaufskomplexe auf dörfliche Idylle in schmalen Gassen und Kanälen. Da wir nicht viel Zeit in Bangkok hatten, schlenderten wir über die Khao San Road und fuhren mit einem Tuk Tuk zum Siam Square, dem Einkaufs-, Restaurant-, und Unterhaltungsviertel. Wer mehr Zeit in der Stadt hat, sollte sich den Tempel Wat Pho und den Königspalast nicht entgehen lassen. Auch zu empfehlen ist eine Bootsfahrt mit einem der landestypischen Longtail-Boote auf dem Chao-Praya-Fluss.

Kulturelles Zentrum: Chiang Mai

Weiter ging unsere Reise nach Chiang Mai in den Norden Thailands. Die Stadt ist nicht nur Ausgangspunkt für Wanderungen in die umliegende, saftig grüne Hügellandschaft. Sie ist außerdem mit zahlreichen, prachtvollen Tempelanlagen als kulturelles Zentrum von Thailand bekannt. Die beste Reisezeit für den Norden Thailands ist von November bis Februar. In den restlichen Monaten ist Regenzeit, die im September ihren Höhepunkt hat.

Reisen mit dem Tuk Tuk Club

Die nächsten Tage sollten wir mit Tuk Tuks selbst durch die Berge fahren. Begrüßt wurden wir von Bruce, dem Gründer des Tuk Tuk Clubs in Chiang Mai, der für Reisende drei Programme zusammen gestellt hat. Wir machten einen Teil des 5-Tages Programms, welches die perfekte Kombination aus Abenteuer in atemberaubenden Landschaften und der Erkundung des echten Nordthailands bietet. Wir waren total aufgeregt und freuten uns auf diese außergewöhnliche Art des Reisens.

Am Morgen des ersten Tages fuhren wir mit Kleinbussen nach Mae Wang, dem Ausgangspunkt der Touren. Es gibt einen kleinen Übungsplatz, auf dem zu Beginn ein Training durchgeführt wird. Dort warteten bereits Katy, Liz und Tom auf uns, denn jedes Tuk Tuk hat einen Namen. Diejenigen von uns mit Führerschein und sich der Herausforderung stellen wollten, schwangen sich auf den Vordersitz eines Tuk Tuks und hörten den Instruktionen der Guides zu.

Die Kupplung und die Bremse sind wie bei einem Auto mit den Füßen zu bedienen. Der Schaltknüppel mit vier Gängen und einem Rückwärtsgang ist in der Mitte zwischen den Beinen. Wichtig ist, dass dieser mit der linken Hand bedient wird, da die rechte Hand zum Gas geben am Lenker, ähnlich wie bei einem Motorrad, benötigt wird. Zum Üben wird jeweils ein Parcours mit Verkehrshütchen für einen Slalom und dem Anfahren am Hang aufgestellt.


Für mich, die zuletzt vor drei Jahren ein Auto mit Gangschaltung gefahren hat, war die Kupplung die größte Herausforderung. Aber es mussten alle ein paar Mal üben, um ein Gefühl für die Tuk Tuks zu bekommen. Vor allem das Gas geben am Lenker war für viele neu. Den Abschlusstest bestanden aber trotzdem alle.

Die eigentliche Tour begann und wir lenkten unsere Tuk Tuks auf die Straße. Damit kam schon die nächste Herausforderung, denn in Thailand wird auf der linken Straßenseite gefahren. Glücklicherweise verbrachten wir den größten Teil des Tages auf wenig befahrenen Straßen, welche sich durch grüne Landschaften mit Reisfeldern und ländlichen Dörfern schlängelten. Wir hielten in einem kleinen Dorf mit einem großen Tempel, der gerade gebaut wird. Außerdem sahen wir mehrere buddhistische Figuren, die in einen Felsen platziert wurden. Von einem Mönch erhielten wir selbst geknüpfte Armbändchen, die uns für den Rest der Reise segnen sollten.

Weiter ging es zu einer Elefanten-Auffangstation. Täglich werden die Elefanten gefüttert, man spaziert mit ihnen zum Fluss und sie werden gebadet. Besonders gefallen hat mir der Spaziergang mit den Elefanten zum Fluss. Da das Camp ein bisschen höher als Chiang Mai liegt, sind die Temperaturen hier ein wenig niedriger, um die 25 Grad. Nach dem Verwöhnprogramm für die Elefanten, stand eine abenteuerliche Aktivität für uns auf dem Programm.

Bamboo-Rafting bei strömendem Regen

Auf der Ladefläche zweier Pickups wurden wir flussaufwärts zu einem Unterstand gebracht. Wir konnten vor lauter Regen kaum mehr sehen und so warteten wir dort, bis der Regen weniger wurde und schmissen uns in schicke, orangefarbige Schwimmwesten. Danach fuhren wir in Gruppen auf einem schmalen Bambus-Floß den Fluss entlang. Das nennt sich Bamboo Rafting und klingt wilder als es ist! Das Rafting durch den schmalen Fluss führt durch die Natur und an kleinen Gasthäusern vorbei. Nach der halbstündigen entspannten Fahrt, fuhren wir auf unseren Tuk Tuks zurück nach Mae Wang. Dort ließen wir den erlebnisreichen Tag ausklingen.

Ausflug in den Nationalpark

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück los, um den höchsten Berg Thailands, den Doi Inthanon, zu besichtigen. Wir fuhren bei Nebel und recht kühlen Temperaturen die kurvigen Straßen hoch. Unterwegs hielten wir bei einem kleinen Café, in dem wir zum ersten Mal auf diesem Trip richtig guten Kaffee tranken. Danach fuhren wir noch ca. eine Stunde weiter bis zu unserer nächsten Unterkunft. Diese lag zwischen Reisterassen, am Rande eines kleinen Dorfes im Nationalpark. Wir genossen die Ruhe dieses malerischen Ortes in vollen Zügen.

Am späten Nachmittag zeigte uns unser Guide bei einem Spaziergang das Dorf. Die Einheimischen leben hier in Holzhäusern, die auf Stelzen gebaut sind. Unser Guide erzählte uns, dass die einheimischen Karen zu den südostasiatischen Bergvölkern zählen. Danach machten wir zwei weitere Stops. Zunächst in einem lokalen Coffee-Shop mit selbst angebautem Kaffee und bei einer kleinen Weberei, in der eine Frau mit flinken Händen diverse Textilien selbst herstellte.

Thailändisches Essen

Am Abend genossen wir ein typisches Thai-Barbecue in einem Pavillon inmitten eines Reisfeldes. In einem Gefäß, das von unten mit Feuer beheizt wird, brieten das Fleisch, der Fisch oder die Pilze. In einer Rinne rund um den Rand des Gefäßes kocht gleichzeitig eine Brühe mit diversen Kohlgemüsen und Pilzen. Man wechselte sich mit dem Kochen ab. Mir gefiel die Geselligkeit beim Essen in Thailand sehr.

Der letzte Tag im Nationalpark

Am letzten Tag des Trips in Thailand machten wir eine Wanderung durch die hügelige Landschaft des Nationalparks. Wir liefen durch Wälder entlang eines Flusses und vorbei an beeindruckenden Wasserfällen. Das Mittagessen wurde uns in Bananenblättern eingepackt mitgegeben und wir machten ein gemütliches Picknick am Fluss. Der Rückweg zum Dorf führte an einigen Blumenfeldern vorbei und wir genossen die Aussicht. Als es plötzlich zu regnen begann, war ich froh um meine Regenjacke. Nach der Wanderung ging es leider schon wieder ans Zusammenpacken und wir fuhren in Minivans zurück nach Chiang Mai. Dort ließen wir die gemeinsam erlebten Tage in Thailand bei einem Abendessen Revue passieren.

 

Ich bin sehr dankbar für diese tolle Erfahrung und kann Reisen in den Norden von Thailand wärmstens empfehlen! Für mich waren die Begegnung mit den Elefanten und die einzigartige Erfahrung des Tuk Tuk-Fahrens die Highlights dieser Reise.

Was du unbedingt einpacken solltest für einen Trip mit dem Tuk Tuk Club:

  • Kleidung für heiße, aber auch kühlere Temperaturen
  • Eine Regenjacke
  • Insektenschutz
  • Einen Internationalen Führerschein

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