Mit dem Camper in Neuseeland – Tipps und Tricks zur Vorbereitung und vor Ort

Neuseeland ist das perfekte Reiseland für Roadtrip-Fans! Egal, ob mit Campervan, Wohnmobil oder Zelt; die neuseeländische Infrastruktur macht es leicht durch Neuseeland zu reisen. Mit einem Campervan bist du flexibel, kannst spontan entscheiden, wohin es gehen soll, übernachtest an den traumhaftesten Stellplätzen oder campst direkt unter den Sternen am Meer. In diesem Post erzähle ich dir, was du für die Planung deines Roadtrips mit dem Camper in Neuseeland und letztlich vor Ort wissen musst.

Reiseplanung Neuseeland

Campervan: Mieten oder Kaufen?

Die erste Frage, die du dir bei deinen Vorbereitungen stellen solltest, ist die nach der Länge deiner Reise. So beantwortet sich die Frage, ob du einen Camper lieber mietest oder direkt kaufst, von selbst. Bei einer Reisedauer von mehr als zwei Monaten lohnt sich bereits der Kauf. Beim Kauf eines Campers, Autos oder Wohnmobils hast du den Vorteil, dass du theoretisch Geld sparen kannst, in dem du das Fahrzeug am Ende deiner Reise wieder verkaufen kannst. Dennoch trägst du das Risiko im Falle eines Unfalls, es ist nicht garantiert, dass du den Einkaufspreis wieder reinbekommst. Ich kann dir aber versichern, dass der Autokauf in Neuseeland eher unkompliziert ist.

Wie und wo kaufen?

Wenn du einen Campervan kaufen möchtest, solltest du zunächst mehrere Tage, mindestens aber eine Woche, für den Kauf und später auch Verkauf einplanen. Am besten beginnst du bereits in Deutschland mit der Recherche. Dafür gibt es spezielle Websites wie TradeMe, Gumtree oder auch Backpackerboard oder du schaust einer der vielen Backpacker-Neuseeland-Facebook-Gruppen vorbei. Vor Ort wirst du in den meisten Hostels am schwarzen Brett fündig.

Wichtig ist auch die Jahreszeit zu der du kaufst und verkaufst. Im Sommer kommen die meisten Touristen und Backpacker nach Neuseeland, sodass die Preise enorm steigen. Auch sind die Preise in Auckland am höchsten, da hier Angebot und Nachfrage am größten sind. Preiswerter ist es in Christchurch auf der Südinsel.

Wie und wo mieten?

Bei meiner letzten Neuseeland-Reise entschieden meine Reise-Freundin und ich uns dafür einen Campervan zu mieten. Wir waren insgesamt neun Wochen on the road und haben keinen einzigen Tag bereut!

Der Markt der Vermietungen für Campervans in Neuseeland ist riesig. Quasi ein unüberschaubarer Dschungel. Um einen Überblick zu bekommen, empfehle ich, überlege dir vorab, was du genau suchst: Soll es ein kleiner Campervan sein, der das Nötigste wie Bett und Mini-Küche an Bord hat? Oder doch das komfortable Wohnmobil mit eigenem Klo? Das grenzt die Anbieter schon mal ein.

Deinen Campervan solltest du aus Deutschland buchen. Denn die Nachfrage ist groß und bei einer kurzfristigen Buchung, kann der Preis enorm in die Höhe schnellen. Außerdem gibt es immer wieder tolle Angebote. Sich hier zu informieren macht durchaus Sinn und du kannst mitunter ein gutes Schnäppchen ergattern.

Auf der Webseite von STA Travel kannst du dir einen guten Überblick über die einzelnen Camper Anbieter machen und direkt die Ausstattung miteinander vergleichen. Vom bunt besprühten Camper für Backpacker bis zum großen Wohnmobil für die ganze Familie, ist dort alles zu finden.

Camper in Neuseeland

Darauf solltest du beim Mieten eines Campervans achten:

  • Je nachdem, wo du den Wagen zurückgeben willst: Achte darauf, ob es mehrere Abgabestationen des Vermieters gibt.
  • Zwischen Dezember & Februar ist Hochsaison: Jetzt sind die Camper am teuersten und schnell weg; darum frühzeitig buchen!
  • Günstigere Angebote findest du im neuseeländischen Winter (Mai bis August).
  • Bei einigen Anbietern gilt: Je länger du den Camper mietest, desto günstiger wird der Tagessatz.
  • Bei Campervans und Wohnmobilen wird meist auf eine Kilometerbegrenzung verzichtet.
  • Wenn Du spontan bist, schaust Du im Sommer nach coolen Relocation-Deals; d.h. Du mietest einen Campervan für wenige Tage und noch weniger Geld und überführst ihn von einer Station zur nächsten.
  • STA Travel bietet mit dem CamperFLEX Pass ein besonderes Angebot, für alle, die es flexibel mögen. Kaufe dir einen Pass für 30, 40 oder 50 Tage und schnappe dir einen Mighty Camper in Australien oder Neuseeland, wann immer du ihn brauchst.
  • Kaution wird meist in Höhe des Selbstbehalts der Vollkaskoversicherung verlangt, oft reicht hierfür die Hinterlegung der Kreditkarte.
  • Die obligatorische Vollkaskoversicherung ist oft im Preis mit enthalten
  • Meine Empfehlung: Buche direkt eine Versicherung mit, die eine Selbstbeteiligung ausschließt. Das kostet zwar ein paar Euro mehr, aber du schläfst ruhiger und sparst dir die Kosten für die Kaution.

Welche Dokumente brauchst du zum Fahren eines Campervans in Neuseeland?

Um in Neuseeland ein Fahrzeug steuern zu dürfen, brauchst du einen international gültigen Führerschein, musst mindestens 21 Jahre alt sein (bei STA Travel gibt es auch Anbieter, bei denen das Mindestalter 18 Jahre ist) und einen nationalen Führerschein aus deinem Heimatland besitzen, der älter als ein Jahr ist. Fahrer unter 25 Jahren zahlen bei den Vermietern meist mehr, weil die Versicherung dann teurer ist.

Kosten für den Campervan

Die ernüchternde Erkenntnis zuerst: Neuseeland gehört zu den teuersten Reiseländern der Welt! Das solltest du bei deiner Reiseplanung immer im Hinterkopf haben und lieber zu viel als zu wenig Geld für deine Reisekasse einplanen.

Die Kosten für den Kauf oder das Anmieten eines Campervans hängen zum einen davon ab, wann du Neuseeland bereisen möchtest. Zum Mieten ist außerdem die Dauer wichtig und was für ein Auto du dir ausgesucht hast. Mein Tipp beim Mieten: Auf den ersten Blick sehen die größeren Camper (ich meine nicht Wohnmobile) zwar teurer aus. Sie haben jedoch die sogenannte Self-Contained-Plakette, die dir erlaubt auf günstigeren Campingplätzen oder gar kostenlos zu stehen. So kannst du vor Ort bares Geld sparen!

Meine detaillierte Kostenaufstellung für eine 9-wöchige Neuseeland-Reise mit dem Camper findest Du übrigens hier auf meinem Blog.

Routenplanung für deinen Neuseeland-Roadtrip

Hui, das Thema Routenplanung ist neben der Fahrzeug-Suche eine große Herausforderung bei deiner Reiseplanung. Für die Vorbereitung ist zum Einen wichtig zu schauen, wie viel Zeit hast du vor Ort, aber auch was interessiert dich? Bist du eher der Abenteurer, gehst gerne wandern oder doch lieber Shoppen in den Cities. Möchtest du gerne so viel abseits wie möglich der Touristenpfade unterwegs sein oder jedes Highlight mitnehmen, was geht?

Hole dir für deine Planung unbedingt Inspiration in einem Reiseführer oder im Internet. Instagram ist immer eine super Quelle, um sich erste Eindrücke zu verschaffen. Oder lies bei Reisebloggerkollegen, hier im STA Travel Blog oder bei mir die Erfahrungsberichte von anderen Reisenden.

Zur Orientierung liste ich dir kurz meine Neuseeland-Highlights auf.

Auf der Nordinsel:

  • Wandern zum Leuchtturm am Cape Reinga
  • Staunen über die Kauri-Trees im Northland
  • Surfen in Raglan
  • Chillen auf der Halbinsel in Coromandel
  • Skydiven am Lake Taupo
  • Wandern im Tongariro Nationalpark
  • Einsamsein am East Cape

Neuseeland Tongariro Nationalpark

Auf der Südinsel:

  • Kayaken im Abel Tasman Nationalpark
  • Strandtag an der Golden Bay
  • Zum Farmers Markt am Samstag in Nelson
  • Steine Sammeln am Strand von Hokitika
  • Sterne schauen am Lake Tekapo
  • Wandern im Fjordland
  • Mountainbiken bei Queenstown
  • Christchurch und Dunedin erkunden

Neuseeland

Vor Ort

Worauf solltest Du bei der Abholung eines Campers achten?

Du hast es geschafft: Dein Campervan ist gebucht, die langwierige Anreise ans andere Ende der Welt liegt hinter dir und nun willst du endlich durch Neuseeland reisen! Doch zügele Deine Euphorie und steige nicht direkt vom Flugzeug in den Campervan. Gönne dir erst mal eine Nacht in einem Hostel oder Hotel, um anzukommen und auszuschlafen. Denn eines braucht in Neuseeland niemand: Übernächtigte Autofahrer! Und glaube mir, deine erste Autofahrt in Neuseeland wird ein Abenteuer, denn dich erwartet der Linksverkehr. Darum achte bei der Abholung Deines Vans darauf, dass du eine kleine Einweisung in den Linksverkehr und die Gebräuchlichkeiten des neuseeländischen Straßenverkehrs bekommst. Checke noch mal alle Dokumente und gemeinsam mit einem Mitarbeiter, dass dein Campervan keine Schäden aufweist. Sollte das so sein, lass es entsprechend im Vertrag vermerken, damit du nach der Rückgabe nicht haftbar gemacht werden kannst. Wichtig ist auch, dass du dich im Beisein eines Mitarbeiters ans Steuer setzt. Bei den meisten Mietwägen handelt es sich um Automatikautos. Sollte das für dich fremd sein, frage ruhig wie Schaltung und Steuerung genau funktionieren. Dann kann es losgehen!

Straßenverkehr in Neuseeland

Wie bereits erwähnt, die erste Herausforderung im neuseeländischen Straßenverkehr ist eindeutig der Linksverkehr. Aber ich kann dir versichern, du gewöhnst Dich schnell daran rechts zu sitzen und links zu fahren. Nach ein paar Tagen betätigst du auch den Blinker statt des Scheibenwischers problemlos.

Hier die wichtigsten Infos, die du über den neuseeländischen Straßenverkehr wissen solltest:

  • Plane für alle Routen ausreichend Zeit ein, denn die Straßen sind enger, steiler und kurviger als du es von zu Hause gewohnt bist und die Entfernungen immer weiter als sie auf den Karten erscheinen.
  • Die Verkehrsschilder entsprechen unseren.
  • Außerhalb geschlossener Ortschaften darfst du maximal 100 km/h fahren.
  • Innerhalb von Wohngebieten 70 km/h oder 50 km/h, das wird meist ausgeschildert.
  • Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, denn auch in Neuseeland gibt es Blitzer. Egal, ob du einen Camper gemietet oder gekauft hast, die Behörden finden dich.
  • Auf der Nordinsel gibt es mehrere Mautstraßen, die entsprechend ausgeschrieben sind. Die Gebühr wird online bezahlt.
  • Die Hauptstraßen sind geteert. In entlegeneren Gebiete erwartet dich die neuseeländische Spezialität, die gravel roads – Schotterstraßen. Nach heftigen Regenfällen können diese auch gerne mal unpassierbar sein.
  • Typisch neuseeländisch sind auch die One Lane Bridges. Das sind einspurige Brücken. Schilder vor der Brücke geben Auskunft über die Vorfahrtssituation.

Camper in Neuseeland

Weitere Infos darüber, was beim Fahren in Neuseeland anders ist, erfährst du hier: www.nzta.govt.nz

Übernachten mit dem Campervan

Du hast deinen Campervan abgeholt, die ersten Kilometer liegen hinter dir und so langsam groovst du dich mit dem Linksverkehr ein. Stellt sich die große Frage: Wo übernachtest du als Camper eigentlich in Neuseeland?

Die Neuseeländer lieben Camping und dementsprechend findest du hier tolle Stellplätze für dich und deinen Camper. Vom luxuriösen Holiday Park mit Pool und Sauna bis hin zu den Naturcampingplätzen des neuseeländischen Umweltministeriums, DOC genannt, ist alles dabei.

Das allseits beliebte Wild Camping ist in Neuseeland offiziell nicht mehr erlaubt. Die Alternative nennt sich Freedom Camping. Hierbei handelt es sich um Plätze, die meist von den verschiedenen Regionalverwaltungen des Landes, betrieben werden. Du übernachtest also auf einem öffentlichen Gelände mit einfachen sanitären Anlagen und hinterlässt eine kleine Gebühr. Es wird erwartet, dass du dich respektvoll verhältst und die Stellplätze in einem sauberen Zustand zurücklässt.

Leichter haben es Camper und Wohnmobile, die die sogenannten „Self-Contained“-Plakette besitzen. Mit diesen kannst du, wenn nicht anders ausgeschildert, fast überall übernachten. Self-Contained heißt, dass dein Fahrzeug mindestens über eine eigene Toilette und einen Abwassertank verfügt.

Ohne Self-Contained-Plakette wirst du öfter auf ausgewiesene Campingplätze zurückgreifen müssen. Wir haben die Kosten gering gehalten, indem wir meist 2-3 Tage auf den günstigeren DOC-Campingplätzen übernachtet haben und zum Duschen zum Beispiel in ein Schwimmbad gingen oder jeden 4. oder 5. Tag in einen teureren Holiday Park. Das passte immer super, wenn wir beispielsweise Wäsche waschen mussten oder ein besonders verregneter Tag hinter uns lag.

Meine 3 schönsten Campingplätze in Neuseeland

Stell dir vor, du krabbelst früh morgens aus dem kuscheligen Schlafsack und der erste Blick wandert über die Sonne, die sich auf dem Meer spiegelt, das sich direkt hinter deinem Campervan ausbreitet. Mit dem Morgenkaffee lauscht Du den Wellen… Ein Traum? Auf jeden Fall und einer der Träume, den du dir bei einer Campervan-Reise in Neuseeland erfüllen kannst.

Camper in Neuseeland, Sonnenaufgang

Die eindeutig schönsten Campingplätze findest du in der Abgeschiedenheit mitten in der Natur. Dabei handelt es sich vorrangig um Plätze, die vom DOC betrieben werden. Eine Auflistung findest auf der Website des Ministeriums.  Sehr hilfreich sind auch diverse Apps, die ich dir weiter unten aufgelistet habe.

Zu guter Letzt verrate ich dir noch die drei schönsten Campingplätze meiner Neuseelandreise:

Auf der Nordinsel fühlten wir uns in Earl’s Paradise am wohlsten. Der private Campingground befindet sich auf einem Hügel mit Blick aufs Meer in Whangapoa auf der Halbinsel Coromandel. Hier baut Besitzer Earl seinen Campingplatz aus, verrät dir, wo du den schönsten Strand Neuseelands findest und singt mit dir ein Ständchen im Sonnenuntergang.

Campen in Neuseeland

Wenn dir Queenstown zu überfüllt ist und du die Ruhe der umliegenden Berge suchst, solltest du unbedingt auf der Moke Lake Campsite vorbeischauen. Der See liegt mitten in den Bergen und ist die pure Idylle! Abschalten und Welt vergessen ist garantiert. Wenn du dort hinfährst, grüß unbedingt das liebe Ranger-Pärchen von den Running Girls aus Germany, die im grünen Camper da waren.

Meinen absoluten Lieblings-Campingplatz findest du bei besonders schönem Wetter mitten in den Catlins auf der Südinsel. Südlich von Dunedin erstreckt sich diese sehr einsame Region, wohin sich nur die wenigsten Touristen verirren. Hier liegt die Purakaunui Bay Campsite. Wie der Name bereits verspricht: Ein Campingplatz inmitten einer Bucht mit Blick aufs Meer. Mit Glück und Ruhe wirst du dort Seelöwen und Pinguine sehen können. Wenn du dich traust, tauche nach Paua Muscheln, die du abends am Lagerfeuer grillst.

Sonnenuntergang in Neuseeland

Die besten Apps für Camper in Neuseeland

Wie schon erwähnt, gibt es für Camperfans in Neuseeland, DIE App für alle Fälle: CamperMate. Die App ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Neben den Campingplätzen und dem Feedback der Nutzer, findest du hier alles, was das Camperherz begehrt: Infos zur nächsten Abwasserstationen, öffentliche Toiletten, Unterkünfte, Straßenwarnungen, Mülleimer, kostenloses WLAN und vieles mehr. Ab und an finden sich auch coole Last-Minute-Deals für Campingplätze oder Aktivitäten. Das Beste an der App ist übrigens, dass du die Kartenfunktion offline nutzen kannst. Ein zusätzliches Navi entfällt somit.

Andere Camper empfahlen uns außerdem WikiCamps Neuseeland oder Rankers zur Campingplatz-Suche.

Mit der Fähre von der Nord- auf die Südinsel

Richtig, Neuseeland besteht ja aus zwei großen Inseln. Zwischen Nord- und Südinsel verkehren mehrmals täglich zwei Fähranbieter, die dich und deinen Camper transportieren. Du hast die Wahl zwischen The Interislander und der Bluebridge. Beide unterscheiden sich im Preis nur minimal voneinander. Sparen kannst du bei der Überfahrt nur bedingt. Mit einem internationalen Studentenausweis gibt es Rabatt, außerdem wird online der Saver-Tarif angeboten. Der bringt dir ein Ersparnis, du bist aber an die gebuchte Zeit gebunden und nicht mehr flexibel. In der Hauptsaison solltest du mehrere Tage vorher buchen, da es hier gerne zu Engpässen kommen kann.

Übrigens: Einige Campervermietungen bieten kostenlose Fährüberfahrten an, wenn du von der Süd- auf die Nordinsel zurückfährst. Wenn deine Route so verläuft, frage bei der Buchung ruhig nach diesem Deal.

Müllentsorgung in Neuseeland

Wer mit dem Campervan unterwegs ist, dem stellt sich irgendwann die Frage: Wohin mit meinem Müll? Immer wieder wirst du über die Schilder „Take your rubbish with you!“ und viele weitere Hinweise zum Thema Müll stoßen. Jetzt könntest du annehmen, dass es in Neuseeland Abfalleimer en masse geben müsste. Dem ist jedoch nicht so. Vor allem auf DOC Campingplätzen suchst du oft vergeblich nach einem Mülleimer. Kein Wunder, befinden sich diese Plätze meist mitten im Nirgendwo. Darum die große Bitte, nimm deinen Müll immer mit und nutze die Plastiktüten, die dir gefühlt in jedem Supermarkt hinterher geworfen werden, als Mülltüte. Übrigens: Wundere dich nicht, wenn du mit einem Stoffbeutel an der Kasse eines Supermarktes fragend angeschaut wirst.

In Neuseeland wird recycelt. Vor allem auf privaten Campingplätze findest du Recyclingstationen in denen du Deinen Müll trennen kannst. Außerhalb dessen ist es eher schwieriger. Wir haben für die Suche nach dem nächsten Mülleimer meist die CamperMate-App zur Rate gezogen.

Spartipps in Neuseeland

Wie ich dir schon „angedroht“ habe, Neuseeland ist eines der teuersten Reiseländer der Welt und das ändert sich auch nicht vor Ort. Nach der Buchung von Flug und Camper, hast du bereits eine Menge Geld ausgegeben. Stellt sich die große Frage, wie du vor Ort sparen kannst.

Die gute Nachricht zuerst: Die zwei teuersten Reisefaktoren hast du bereits hinter dir. Das Reisen in Neuseeland selbst ist nicht gerade günstig, aber mit ein paar Tipps, die ich dir verrate, kannst du gerade bei einem Roadtrip bares Geld sparen.

Meine besten Spartipps für Neuseeland:

  • Hole dir in den Supermärkten wie Countdown oder New World die Sparcard und erhalte so Rabatte beim Einkaufen oder Tanken.
  • Gehe erst einkaufen, dann tanken! Wenn du einen bestimmten Betrag beim Einkaufen ausgegeben hast, erhältst du auf dem Kassenbon einen Rabatt-Gutschein für Deine nächste Tankfüllung.
  • Koche viel selbst! Das spart Geld.
  • Kaufe auf Vorrat! Neuseeländische Supermärkte bieten immer Discounts für große Menge an.
  • Checke in der CamperMate-App die Freedom Campingplätze und spare dir so ab und an die Gebühr für den Campingplatz.
  • Kostenloses WLAN gibt es in jeder öffentlichen Bibliothek oder bei McDonalds. Einige Backpacker strapazieren diesen Service gerne über. Bleibe also nicht gleich Stunden in der Bibliothek.

Frühstück beim campen in Neuseeland

Rückgabe des Campervans

Deine Neuseeland-Abenteuer neigt sich dem Ende zu? Zeit Abschied zu nehmen. Ich kann dir sagen, das wird gar nicht so einfach. Uns fiel es auf jeden Fall sehr schwer, unseren Flitzer wieder abzugeben. Nach neun Wochen war unsere „Lucy“ unser Zuhause auf vier Rädern geworden. Dennoch, irgendwann endet die schönste Reisezeit. Damit dich danach kein böses Erwachen nach deiner Reise erwartet, solltest du unbedingt daran denken, deinen Camper  aufgetankt zurückzugeben. Checken nochmal, dass du keine Schäden vorursacht hast. Sollte das der Fall sein, suche direkt das Gespräch mit der Vermietung.

Du hast gelesen, dass eine Reise nach Neuseeland nicht gerade günstig ist. Was ich dir aber versprechen kann: Mit einem Campervan erwartet dich eine der beeindruckendsten und wunderbarsten Reisen deines Lebens! Neuseeland ist ein Traum: Die Menschen sind unglaublich freundlich, auf zwei vergleichbar kleinen Inseln erwarten dich spektakuläre Naturerlebnisse und atemberaubende Landschaften und du wirst dich nach kurzer Zeit der Kiwi-Gelassenheit hingeben und entspannen. Mit meinen Tipps und Ratschlägen bist du jetzt perfekt für dein Camper-Abenteuer in Neuseeland gewappnet. Solltest du weitere Infos oder Reise-Inspirationen suchen, schaue gerne auf meinem Blog Go Girl! Run! vorbei. Ich wünsche Dir einen unvergessliche Zeit am schönsten Ende der Welt.

 

Über Go Girl! Run!
Auf Go Girl! Run! schreibt Mandy übers Laufen, Reisen, Triathlon und all die Themen dazwischen, die Frauen bewegen. Nach ihrem Abitur verbrachte sie ein Working Holiday Jahr in Neuseeland und bereiste ihr Lieblingsland im letzten Jahr neun Wochen mit dem Campervan mit ihrer besten Freundin. Wenn sie nicht gerade in der Welt herumreist, arbeitet sie als freiberufliche Kommunikationsdesignerin und Bloggerin in ihrer Heimatstadt Rostock.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.6/5 (5 votes cast)
Mit dem Camper in Neuseeland – Tipps und Tricks zur Vorbereitung und vor Ort, 4.6 out of 5 based on 5 ratings

1 Kommentar

  1. Adi 9. Mai 2017 at 17:59

    Schöne Zusammenfassung, danke!
    Bitte bitte bitte auch beachten: auch abbaubare Abfälle / Biomüll mitnehmen und in Tonnen entsorgen! Weggeworfene Abfälle füttern Possums, Ratten u.ä… und die wiederum gefährden die einheimische Flora und Fauna massiv (z.B. die Kiwi Birds)
    Ein NZ-Junkie dankt! 🙂

Kommentare

Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar