Reiseberichte

Eine Spritztour durch Utah

Von Roschana Steffens , 08. November 2014

Endlich war es soweit, die E-Mail mit unserem Reiseziel und Tour-Programm für die bevorstehende Inforeise taucht im Posteingang auf. Gespannt, wurde der Anhang geöffnet: Utah!!

Okay, das ist nicht DAS typische Ziel für eine USA Reise und wo genau liegt das denn!? Aber als wir uns dann die ersten Fotos angesehen haben und das Programm mehr und mehr gelesen, war die Vorfreude groß.

Tag 1 – Abflug nach Salt Lake City

Mit 9 Kollegen und Kolleginnen aus verschiedenen STA Travel Shops von Nord- bis Süddeutschland ging es früh morgens an den Frankfurter Flughafen.

Nach einem angenehmen 13h Flug von Frankfurt über Paris sind wir gut in Salt Lake City gelandet. Am Flughafen haben wir auch gleich unsere Mietwagen für die Woche entgegen genommen. Drei Mittelklasse SUV’s, also genug Platz für je 4 Personen mit Gepäck.

Schon auf dem Weg in die Innenstadt zeigte sich, dass Salt Lake City eine eher gemütliche Stadt ist und ein perfekter Ort für Naturliebhaber. Direkt hinter der Stadt liegen Ausläufer der Rocky Mountains, wo 2002 viele Wettkämpfe  der olympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Den Eindruck einer amerikanischen Stadt, hat man aber auch direkt bekommen, da es über den Highway in die Stadt ging und auch hier waren die Straßen meist 4-6-spurig.

Die ersten 2 Nächte waren wir im Hotel Monaco untergebracht. Ein grandioser Start –  Service und Zimmer sind Top! Hier kann man sich sogar einen Goldfisch aufs Zimmer bestellen, wenn man mal einsam sein sollte 🙂

Ausgehtipp in Salt Lake City: Squatter Pub – mit eigenem Bier und typischem Pub-Essen.

Tag 2 – Salt Lake City und Umgebung

Einen guten Einblick in das amerikanische Studentenleben bekommt man an der University of Utah. Hier kann man auch als Tourist in den Guesthouses und Studentenzimmern unterkommen und die Annehmlichkeiten der Universität mitbenutzen (Essen, Ausflüge, Kurse wie z.B. Cheerleading…)

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Im schön gestalteten National History Museum of Utah kann man sich ein Bild von der Geologie Utahs, den Natives und den vergangenen Zeiten machen sowie einen tollen Blick auf Salt Lake City und die Umgebung genießen. Einen Einblick in das Leben der ersten Siedler Salt Lake City’s erhält man im This is the Place Heritage Park außerdem.

USA, Utah

Am Nachmittag  fuhren wir zum nächstgelegenen Skigebiet Snowbird, das auch im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel ist. Hier ist es möglich mit der Sommerrodelbahn zu fahren, Ziplining auszuprobieren oder einfach zu wandern. Mit der „Tram“ kann man auf den Gipfel fahren, hier ist in der vorigen Nacht sogar Neuschnee gefallen. Von dort hat man wirklich eine tolle Aussicht auf das Tal mit Salt Lake City und auf die anderen Berge. Da bekommt man gleich eine gute Vorstellung wie toll das Skifahren hier sein muss.

USA, Utah, Road Trip

Tag 3 – Auf zum Zion National Park

Am Morgen sahen wir uns noch den Temple Square an, der bei einem Besuch in Salt Lake City nicht fehlen sollte. Die Gebäude am Square sind wirklich beeindruckend und durch eine Führung nimmt man einen interessanten Einblick in das Leben der Mormonen mit.

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Danach brachen wir auf in Richtung Süden – Der Road Trip konnte beginnen!

Sobald man das Salt Lake Valley verlässt, wird es sehr ländlich und man fühlt sich als wäre man mitten im Wilden Westen gelandet.

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Je weiter südlich man reist, desto roter und karger wird die Landschaft und die Temperaturen steigen an. Bei uns waren es ganze 37 Grad!

Unser Ziel: Springdale ein kleines Örtchen vor den Toren des Zion National Parks. Übernachtet wurde im schön angelegten La Quinta Inn & Suites. Nach einer kurzen Abkühlung im Pool mit einer wirklich atemberaubenden Aussicht, haben wir uns im Spotted Dog kulinarisch verwöhnen lassen.

USA, Utah

Die Entrance Fee für den Zion National Park liegt bei 20USD für das Auto. Für 80USD bekommt man den Annual Pass bei dem mehr als 2000 staatliche National Parks und State Parks inkludiert sind (u.a. auch der Grand Canyon und der Yosemite National Park).

Mit einem kostenlosen Shuttle Bus lassen sich ab dem Parkplatz verschiedene Fotostopps und Ausgangspunkte für Wanderungen anfahren. Unser Ziel: The Narrows. Mit Neoprensocken und speziellen Schuhen sind wir durch das teilweise hüfthohe Wasser gewatet. Diese spezielle Ausstattung kann man sich vor Ort ausleihen. Empfehlenswert ist auch ein Wanderstock, damit man sich mal abfangen kann, falls man doch mal ausrutscht. In The Narrows hat sich das Wasser einen beeindruckenden Weg durch den Canyon geschaffen. Je weiter man in den Canyon vordringt, desto schmaler wird der Canyon. Für uns hieß dies leider nach 1,5h Umkehr. Man sollte mindestens einen ganzen Tag Zeit in diesem Nationalpark haben, um die schönsten Ecken zu sehen. Auch Kletterer kommen hier mit Sicherheit auf ihren Geschmack.

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Nach unserem Lunchstopp im Oscar’s Cafe (leckeres mexikanisches Essen :)) ging es weiter Richtung Bryce Canyon National Park. Der Zion Park Scenic Byway schlängelt sich noch ein ganzes Stück durch den beeindruckenden Nationalpark und es lassen sich einige Fotostopps einlegen.

USA, Utah, Road Trip

Der Bryce Canyon liegt auf ca. 2500m Höhe – entsprechend kühler wurde es am Abend und im Winter liegt hier auch öfters mal Schnee.

Wir hatten das Glück, dass am Abend in unserer Unterkunft ein Barbecue-Abend mit einem Live Konzert von Jon Webber veranstaltet wurde. Bier, Lagerfeuer und Countrymusik – ein toller Abend der uns wohl allen lange in Erinnerung bleiben wird.

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Tag 5 – Bryce Canyon und über den All American Scenic Byway nach Torrey

Um 5:00 Uhr klingelte der Wecker damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Bryce Canyon eintrafen.

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Im Bryce Canyon National Park gibt es eine Vielzahl von Wanderwegen die durch die bizarre aber wunderschöne Landschaft führen. Wir haben uns für den Navajo Loop und den Queen’s Garden Trail entschieden: kurze, aber tolle Routen von ca. 2h.

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USA, Utah

Vom Bryce Canyon aus führt der Highway 12 (auch All-American Scenic Byway genannt) bis nach Torrey, der Ausgangspunkt für den Capitol Reef National Park.

USA, Utah

USA, Utah, Road Trip

Tag 6 – Capitol Reef National Park und zurück in den Norden

Der etwas unbekanntere Capitol Reef National Park bietet spektakuläre Landschaften mit Canyons, Klippen und von der Natur geschaffene Felsbrücken. Wer einen Nationalpark mit weniger Touristen sucht, ist hier genau richtig. Ein Scenic Drive führt auch hier wieder durch den Nationalpark. Von dort aus gelangt man zu verschiedenen Aussichtspunkten oder Ausgangspunkte für Wanderungen.

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USA, Utah

Auf unserem Rückweg Richtung Norden, nahmen wir die kleineren, verlassenen Straßen. Hier kreuzten auch mal Kühe unseren Weg. Und ein typisches Lunch im American Diner musste natürlich auch sein – nicht unbedingt lecker, aber gehört irgendwie dazu.

Tag 7 – Park City

In Park City waren wir wieder in einer ganz anderen Welt. Ein Städtchen umgeben von Skigebieten (z.B. Park City Resort und Deer Valley), einigen Golfplätzen und vielen Resorts. Die süße Altstadt mit einigen Bars, Restaurants und Galerien zeugt noch von der Bergbau-Vergangenheit. Hier kann man mit einem kostenlosen Shuttlebus die etwas steilere Hauptstraße auf und ab fahren. Das Deer Valley Grocery Café z.B. ist ein schönes Café mit leckerem Essen und einer tollen Aussicht.

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Am letzten Tag der Reise gab es für die Mädels noch ein tolles Highlight: Shopping im Outlet! Das darf in den USA nicht fehlen! Also stürzten wir uns in Park City im Tanger Outlet ins Vergnügen. 🙂

Wir meinen: Utah gehört auf die Reiseroute aller Natur- und Outdoorliebhaber! Ein abwechslungsreicher Bundesstaat – wo sonst kann man Schnee und Wüste innerhalb von einer Woche sehen. Auch ist Salt Lake City ein super Ausgangspunkt für eine Nationalparktour, gerade wenn man nicht auf Großstädte wie L.A. oder San Francisco steht, da es hier einfach ein wenig ruhiger ist.

Roschana & Mona

Eine Antwort zu “Eine Spritztour durch Utah”

  1. Frank sagt:

    Sehr schöner Bericht. Utah steht auch auf meiner Liste.

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