Ozeanien

Cookinseln – Der perfekte Stopover auf einer Weltreise

Von Gastblogger , 05. Januar 2018

Per Definition ist eine Weltreise ja eine Reise einmal um die Welt, auf der alle Längengrade passiert werden. Ich will nicht genau auf der Definition herumreiten, denn eine Weltreise bedeutet für jeden etwas anderes, aber diejenigen unter euch (so wie wir), die tatsächlich alle Längengraden überqueren wollen, werden bei der Planung wohl vor einem etwas größeren Problem gestanden haben (so wie wir auch): wie zum Geier komme ich denn nun eigentlich von Amerika aus über den Pazifik?

Das Problem, um vom amerikanischen auf den ozeanischen, meinetwegen auch den asiatischen, Kontinent zu kommen, ist relativ schnell zusammengefasst: Flüge hierher sind eher mau gesäht und wenn es welche gibt, dann sind sie ordentlich teuer. Von Hawaii aus wird es etwas günstiger, von dort fliegen immerhin auch Billigairlines nach Australien. Aber man muss ja auch erstmal nach Hawaii kommen… und eigentlich wollten wir ja erst nach Neuseeland… puuuuuh.

Ja, wir haben uns die Frage sehr lange gestellt, wie wir denn nun auf den asiatischen Kontinent kommen. Man hätte diese Problem natürlich ganz einfach lösen können, indem man eben nicht über die Längengrade reist. Aber abgesehen davon, dass wir schon seit Ewigkeiten von den Vereinigten Staaten träumten und die für uns eben irgendwie zu einer Weitreise gehörten, sind wir einfach nicht der Typ fürs Aufgeben und dafür „den einfachen Weg“ zu gehen. Wieso auch? Der „schwierige Weg“ hat im Nachhinein so viel mehr Spaß gemacht!

Denn lasst euch gesagt sein, wir haben eine super Möglichkeit gefunden, vom amerikanischen Kontinent auf den asiatischen zu kommen – das Zauberwort lautet Cookinseln!

Zehn Gründe, warum die Cookinseln der perfekte Weltreise Stopover sind

Aufmerksam sind wir auf die Cookinseln aus zweierlei Gründen geworden: einerseits die klassische Sonntagsdoku an einem verregneten, grauen, kalten, stürmischen Februartag („Boa, wie cool sind die denn! Lass mal googlen, wieviel die Flüge dahin kosten!“), andererseits durch die Around The World-Tickets von STA-Travel, bei denen die Verbindung von den Vereinigten Staaten nach Neuseeland über die Cookinseln ging. Und da stand fest: das wird unser Stopover! Aber sowasvon!!!

Inzwischen sitzen wir hier im Paradies und haben noch keine einzige Sekunde bereut, so geflogen zu sein! Nein wirklich, wir sind in letzter Zeit echt kritisch geworden, aber diese Insel hat uns umgehauen! Und warum die Cookinseln so wahnsinnig Stopover-tauglich sind möchten wir euch nun vorstellen. Vorhang auf!

  1. Ihr lebt in Europa? Dann ist das jetzt vielleicht die einzige Chance, die ihr jemals haben werdet, auf die Cookinseln zu kommen!

Klingt dramatisch? Nun, dann guckt euch die Flugzeiten an und ihr werdet mir definitiv zustimmen! Die Cookinseln liegen so weit weg von uns und sind per Flugzeug so schwierig zu erreichen, dass das für einen einzelnen Urlaub von Europa aus wohl niemand auf sich nehmen wird – oder hat jemand von euch Lust, die kompletten ersten zwei Urlaubstage nur in Flugzeugen und auf Flughäfen zu verbringen (und das Ganze dann noch mal, nachdem man vom Urlaub erholt ist, nur um gestresst wieder zu Hause anzukommen). Die Chancen dafür stehen vermutlich recht gering, nicht aber, wenn ihr sowieso schon „mehr oder weniger“ über die Cookinseln drüber fliegen würdet.

  1. Ihr steht nicht so sehr auf lange Flüge? Ein Stopover auf den Cookinseln verkürzt euch die Flugzeit!

Klar, ihr müsst anschließend noch weiter fliegen, aber zumindest könnt ihr euch ein paar Tage lang „die Beine vertreten“, bevor es weiter geht – so kommt man doch ein wenig entspannter in Ozeanien an. Die Flugzeit von Los Angeles nach Rarotonga beträgt nämlich 9 Stunden – nach Auckland wären es knapp 13 Stunden, nach Australien sogar fast 16!

  1. Keine Billigairlines – AirNewzealand bringt euch sanft und bequem auf die Cookinseln!

Eine Sache, die mich ja sehr an den Verbindungen über Hawaii gestört hatte, war, dass ich drei verschiedene Flüge nehmen müsste, um günstig in Neuseeland anzukommen und dass alle von Billigairlines durchgeführt werden würden. Normalerweise habe ich ja nichts gegen einen Flug mit einer Billigairline, aber wenn man für praktisch denselben Preis einen Flug mit Airnewzealand bekommt, dann zögert man da keine Sekunde! Meine neue Lieblingsairline brachte mich ratz fatz von Los Angeles nach Rarotonga; ich stieg sogar aus dem Flieger aus mit den Worten „Wie das war’s schon?“ mit einem traurigen Unterton! Angenehmer hätte das ganze wirklich nicht sein können!

  1. In Rarotonga angekommen erwartet euch die wohl mit Abstand freundlichste Flughafen-Begrüßung, die ihr jemals erleben werdet!

Der bis jetzt kleinste Flughafen, in dem ich je gelandet war, war in Bundaberg (Australien), da ich damals in der Stadt als Aupair gearbeitet hatte und da der Flughafen ausschließlich von den einheimischen Australiern genutzt wurde, um von A nach B zu kommen. Ich muss nun (leider) verkünden: Bundaberg ist nicht mehr auf Platz eins, Rarotonga hat sich nach vorne geschoben! Und nicht nur, dass der Flughafen herzlich und klein ist (und das Bordpersonal anschließend, nachdem alle durch die Sicherheitskontrollen gegangen sind, sich einfach selbst auf ihren Roller schmeißen und einfach wieder nach Hause fahren), wir wurden hier allen Ernstes von einem Herren in Blumenhemd empfangen, der Ukulele gespielt hat, während wir in der Schlange auf die Einreise gewartet haben! Entspannter geht es wohl kaum!

  1. Die Cookinseln sind etwas für jedes Budget – auch Backpacker sind hier herzlich willkommen!

Während ich begann, immer und immer verzückter zu werden von der Idee, einen Stopover auf den Cookinseln einzulegen, gab es da noch eine Sache in meinem Hinterkopf, die ein wenig Bedenken verursachte: sind die Südpazifikinseln nicht wahnsinnig teuer?

Dazu kann ich nur sagen: Nein, sind sie nicht! Wer ein bisschen mehr gespart hat, kann es sich hier zwar wirklich super gut gehen lassen, aber auch Backpacker haben hier kein Problem – im Backpackers International gibt es Übernachtungsmöglichkeiten schon ab 20NZD und überall auf der Insel gibt es Supermärkte, die nur ein wenig teurer sind, als die Lebensmittel in Neuseeland.

  1. Die Cookinseln haben die perfekte Größe für einen Stopover

Wer eben nur einen kurzen Stopover auf der Reise von A nach B einlegen möchte, und eben nicht gerade einen ganzen Monat verbringen möchte, den man bei manchen Ländern ja braucht, um ihnen gerecht zu werden, haben die Cookinseln eine wahrlich perfekte Größe für einen Stopover. Rarotonga selbst kann innerhalb von einer Stunde einmal komplett mit dem Bus umrundet werden! Neben Rarotonga gibt es noch Aitutaki, eine kleine Insel mit traumhafter Lagune, die die Besucher anlockt. Natürlich könnte man hier auch Ewigkeiten bleiben und das Inselfeeling genießen, aber wer hier in etwa eine Woche bleibt, der wird es vermutlich schaffen, den Großteil der Insel zu erkunden. Wir waren mit unseren sechs Tagen auf jeden Fall sehr glücklich.

  1. Hier wird schon (noch) mit Neuseeland-Dollar gezahlt

Die Sache mit den verschiedenen Währungen wird wohl für jeden (Welt-)reisenden immer etwas leicht nerviges haben – holt man zu wenig Geld am Automaten, dann muss man noch mal los und wieder die Gebühren zahlen, holt man aber zu viel, sitzt man zum Schluss noch mit zu viel Geld in einer Währung da, die man nie wieder gebrauchen wird und die im besten Falle die Bank zu Hause nicht mal umtauscht. Umso schöner war es, dass auf den Cookinseln bereits in Neuseelanddollar gezahlt wird. Da es für uns anschließend nach Neuseeland gehen sollte, konnten wir also ganz entspannt an die Sache mit dem Geld gehen, denn wenn wir zu viel holen, dann können wir es ganz einfach im nächsten Land weiter benutzen.

  1. Die Cookinseln sind wahnsinnig vielseitig und bieten jedem Reisenden, was er sucht!

Ich bin mir sicher, auf den Cookinseln kommt wirklich jeder auf seine Kosten! Egal ob einfach nur am Strand liegen und entspannen, schnorcheln oder tauchen gehen, Kajak fahren, Mountain biken, wandern in den Bergen von Rarotonga, den Ausblick auf die türkisblaue Lagune von Aitutaki genießen oder shoppen auf dem Nightmarket in Avarua – an Aktivitäten ist hier wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

  1. Ach und übrigens: die Cookinseln sind wirklich traumhaft schön!

Das wohl offensichtlichste habe ich bis jetzt ja ganz vergessen: man reist in erster Linie ja an Orte, weil sie schön sind und man diese Schönheit mit eigenen Augen sehen will. Auch nach fast einer Woche hier sind wir immer noch erschlagen von der Schönheit dieser Insel, dem kristallklarem, türkisfarbenen Wasser, den riesigen Wellen, die an der Kante des Riffes brechen und dem unglaublichem grün, in das die Berge hier gehüllt sind, wenn man sich einmal vom Strand weg dreht. Da haben selbst wir Kritiker Herzchen in den Augen!

  1. Und wir wollen doch alle einmal in der Südsee gewesen sein, oder?

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Punkt noch mit aufnehme, da er ja doch ein wenig statussymbolbehaftet ist. Aber sind wir doch einmal ganz ehrlich: manche Erlebnisse auf Reisen sind das nun mal einfach. Ich bin mir sicher, dass auf jeder Menge Bucketlists der Punkt „Einmal auf eine Südseeinsel reisen“ stehen wird – zumindest stand er auf meiner. Wem ist das denn auch schon übel zu nehmen? Also, last but not least, erfüllt euch einfach diesen statussymbolhaften Wunsch und fliegt auf eine Südseeinsel, denn es war nie einfach als auf diesem Stopover!

Wer sich jetzt in Südseeinsellaune geträumt hat und noch ein bisschen mehr Input möchte, der darf gerne auf unserem Blog adventureinmybackpack.com vorbei schauen, um dem tristen, deutschen Winterwetter zu entkommen!

Anm. d. Red. vom 21.03.18: Mit Bestürzung mussten wir erfahren, dass unsere Gastautoren Marlena und Marc durch einen tragischen Verkehrsunfall in Neuseeland aus dem Leben gerissen wurden. Das Team von STA Travel möchte den Familien, Freunden und Angehörigen sein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl ausdrücken. Wir wünschen ihnen ganz viel Kraft.

Eine Antwort zu “Cookinseln – Der perfekte Stopover auf einer Weltreise”

  1. Christian sagt:

    Schöner Bericht,
    das kann ich alles so nur bestätigen – die Cookies sind der Hammer!

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