Roadtrip im Westen der USA – Tipps & Infos

Hallo, ich bin Jenny, reisebegeisterte Studentin und Autorin des Reiseblogs pupakaufreisen.com. Letzten Sommer habe ich gemeinsam mit Freundinnen per Mietwagen die Westküste der USA erkundet. Hier kommen für euch meine schönsten Highlights und praktische Tipps.

Highlights eines US-Roadtrips im Westen

Die Route unseres 3-wöchigen Roadtrips

Fast drei Wochen verbrachten drei Freundinnen und ich bei einem Roadtrip im Westen der USA. Unsere Reise war ein Mix aus Nationalparks und Städten. Von Las Vegas bis zum Zion Nationalpark war alles dabei. Wir besichtigten sowohl die großen und bekannten Nationalparks wie den Grand Canyon oder den Yosemite Nationalpark. Aber wir verbrachten auch Zeit in kleineren Parks wie dem Joshua Tree Nationalpark oder dem Bryce Canyon. Bereits die Bilder im Reiseführer und im Internet ließen auf Gutes hoffen. In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr mehr über unsere schönsten Erlebnisse und Highlights. Auch unsere Packliste mit den wichtigsten Utensilien teile ich mit euch.

Charmel by the Sea

Auf Antelope Island übernachten

Unser absolutes Highlight auf der Reise war die Übernachtung auf Antelope Island. Wohl gerade weil wir keine besonderen Erwartungen daran hatten, gefiel uns dieser Teil der Reise wirklich am besten. Eine einsame Bucht abseits aller Menschenmassen erwartet einen hier. Man muss keine Entscheidung zwischen diversen Wanderungen fällen und auch sonst gibt es absolut nichts, was einem entspannten Tag im Wege steht.

Kayaks oder Standup Paddleboards kann man zum Beispiel bei lakepowellpaddleboards.com vorab ausleihen. Vor Ort gibt es dann noch eine Karte mit Erklärungen dazu. Nachdem unsere Kayaks auf dem Autodach verstaut waren, ging es auch schon los. Es gibt in der Nähe der Abladestelle einen großen Parkplatz, so kann man das Auto auch unbesorgt mal eine Nacht dort stehen lassen.

Antelope Island erreicht man bereits nach etwa 10 Minuten paddeln. Für uns ging es noch ein Stück weiter in Richtung Antelope Canyon, bis zu einer kleinen Bucht. Dort schlugen wir unser Zelt auf und verbrachten den schönsten Tag und die friedlichste Nacht unserer gesamten Reise.

Am nächsten Morgen lohnt es sich früh aufzustehen und in den Canyon hineinzupaddeln. Dieser wird immer schmaler und wenn man weit genug paddelt, gelangt man irgendwann ans Ende.

Zum May Lake im Yosemite Nationalpark wandern

Der Yosemite Nationalpark hat super viel zu bieten und wir konnten uns erst gar nicht entscheiden, womit wir anfangen wollten. Den ersten Tag haben wir schließlich mit einer kleinen Wanderung im Yosemite Village begonnen, bevor wir am Abend vom Glacier Point aus den Sonnenuntergang beobachteten.

Doch dieser schöne Anblick sollte noch nicht das einzige Highlight in diesem Nationalpark bleiben. Am nächsten Morgen planten wir, noch einen kleinen Abstecher zum May Lake zu machen, bevor wir die Fahrt in Richtung San Francisco antraten.

Vom Parkplatz geht es nur etwa eine halbe Stunde bergauf und oben waren wir in der Früh noch fast ganz alleine. Es gibt sogar einen Campingplatz gleich neben dem See – hierzu fehlte uns jedoch die nötige Berechtigung. Oben angekommen konnten wir den Ausblick genießen, Porridge und Kaffee zubereiten und Abschied von diesem vielfältigen Nationalpark nehmen.

Einen „Gottesdienst“ in der Gospel Church besuchen

Mein dritter Tipp für euch ist ein Besuch der Messe in der Glide Memorial Church in San Francisco. Wenn ihr jetzt an einen „normalen Gottesdienst“ denkt, liegt ihr allerdings ziemlich falsch! In dieser Kirche werden nicht nur Bibelstellen rezitiert, sondern gerade politische und gesellschaftliche Probleme thematisiert. Den besonderen Touch erhält das Ganze natürlich durch den berührenden Gospel Gesang zwischendurch.

Die Glide Memorial Church kümmert sich auch um die nicht so Wohlhabenden der Gesellschaft und unterstützt sie zum Beispiel mit einer freien Mahlzeit nach dem Gottesdienst.

Mindestens einmal Campen

In den USA ist Camping äußerst populär und so werdet ihr überall auch einen Platz für euer Zelt finden. Die Ausstattung der Campingplätze variiert hier jedoch extrem und viele müssen schon weit im Voraus gebucht werden. Es gibt aber auch Campingplätze, die auf First-Come First-Serve Basis operieren. Hier heißt es: Früh aufstehen und schnell am nächsten Campingplatz ankommen. Die allermeisten Campgrounds in den USA sind zudem überaus preiswert im Vergleich zu europäischen Plätzen.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Das Campen auf gratis Campingplätzen. Diese fallen jedoch sehr unterschiedlich aus – von einer privaten Garage bis hin zum stillen Waldplätzchen ist alles dabei. Im Gegenteil zu den Nationalparks ist in den National Forests das freie Campen erlaubt. Hier muss man sich seinen Platz auch nicht im Voraus reservieren. Trotz der manchmal beschränkten Anzahl der freien Plätze hatten wir nie Probleme und waren oft auch die einzigen Camper weit und breit. Am besten lassen sich die freien Campingplätze via Koordinateneingabe im Navigationssystem finden. Einmal auf den Feldwegen unterwegs, muss man nur noch nach Spuren von ehemaligen Campern Ausschau halten. Wir fanden zum Beispiel überall Lagerfeuerstellen vor.

Wir haben unsere Campingplätze z.B. auf https://freecampsites.net/ gefunden und waren, mit einer Ausnahme, immer sehr positiv überrascht. Den Stellplatz sollte man jedoch auf jeden Fall vor Einbruch der Dunkelheit gefunden haben.

Kleine Packliste für den Roadtrip

Abschließend noch zu einem zentralen Punkt in der Reisevorbereitung. Was sollte denn eigentlich alles in den Rucksack? Definitiv durften unsere Zelte nicht fehlen! Diese brachten wir aus Österreich mit.  Weiters hatten wir folgendes fürs Campen in unserem Gepäck:

Doch keine Sorge, man erhält natürlich auch alles vor Ort. So besorgten wir uns beispielsweise Schüsseln und Geschirr für unseren Gaskocher erst bei Walmart in den USA.

Wir verzichteten komplett auf eine Kühlbox und haben diese auch nie vermisst. Wasserkanister lassen sich ganz unkompliziert entweder am Campingplatz, in den Visitor Centern oder gegen eine kleine Gebühr in größeren Supermärkten und sogar an manchen Tankstellen wieder auffüllen.

Überaus praktisch ist zudem die Dr. Bronner’s 18-in-1 Naturseife, die man wirklich für „fast“ alles verwenden kann – beispielsweise als Gesichtsreinigung, Shampoo, Duschgel, Geschirrspülmittel oder auch als Zahnpasta.

Hier könnt ihr noch mehr über unsere Reise erfahren. Ich beende meinen Artikel mit ein paar unsortierten Eindrücken unserer Reise und bin gespannt auf eure Kommentare 🙂

Der Joshua Tree Nationalpark

Ausblick auf den Grand Canyon

Die Seelöwen am Pier 39 in San Francisco

Wanderung in den Zion Narrows

Der Antelope Canyon

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Zu Fuß durch Westaustralien – 1.000 km Wandern auf dem Bibbulmun Track

„Fernwandern in Westaustralien, da muss man doch verrückt sein. Immerhin gibt es dort allerlei gefährliches Getier, es ist heiß und verdursten muss man wahrscheinlich auch.“ …so oder so ähnlich waren meine Gedanken, als ich zum ersten Mal von der 1.000 km langen Fernwanderung auf dem Bibbulmun Track im Südwesten Australiens hörte. Der Gedanke daran ließ mich trotzdem (oder gerade deswegen?) nicht mehr los und nach einiger Recherche stellte ich glücklicherweise fest, dass das alles auch nur halb so wild ist.

Zugegeben: Um Tiere wie giftige Schlangen und handtellergroße Spinnen kommt man nicht drum herum. Aber die wollen ja eigentlich gar nichts mit Wanderern zu tun haben und verhalten sich in aller Regel auch so. Und ja, auch heiß kann es entlang des Tracks werden. Allerdings vor allem im australischen Sommer, während es im Frühling und Herbst, der besten Wanderzeit für den Trail, oft angenehm mild ist und vor allem nachts sogar noch ziemlich frisch werden kann. Genauso ist die Wasserversorgung dank des regenreichen Winters im Südwesten des Landes und Wassertanks, die diesen Regen für durstige Wanderer sammeln, gesichert.

Kaum waren die letzten Zweifel über Bord geworfen, war auch schon mein Flug nach Perth, in die Hauptstadt Westaustraliens gebucht. Und ein paar Monate später stand ich endlich am nördlichen Startpunkt des Bibbulmun Track im kleinen Ort Kalamunda, eine halbstündige Autofahrt von Perth entfernt. Der Rucksack wog schwer mit all dem Essen für zehn Tagesetappen im Gepäck. Aber immerhin wurde der ja dann von Tag zu Tag leichter – und sollte auch nie wieder so schwer werden. Abgesehen von diesem ersten Abschnitt hat man nämlich mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit, Nachschub einzukaufen.

Kaum lagen die ersten Kilometer hinter mir, war ich ganz und gar in dieser neuen, anderen Welt angekommen. War von nichts anderem umgeben als dichtem Eukalyptuswald und zahlreichen Vögeln in allen Farben und Formen, deren Geschnatter je nach Vogelart mal mehr (zum Beispiel im Falle der tiefblauen Fairy Wrens) und mal weniger lieblich (wie bei Kakadus oder Kookaburras) ausfiel. Ab und an hüpfte ein Känguru oder Wallaby vorbei, als wollten sie mich zwischendurch daran erinnern, in welchem Land ich mich befand. Und ich hatte quasi nichts anderes zu tun, als einen Fuß vor den anderen zu setzen und all das zu genießen.

Was so schön klingt, war allerdings nicht immer einfach, denn selbst wenn in Südwestaustralien keine großen Berge beheimatet sind, geht es doch vor allem im ersten Teil der Wanderung fröhlich auf und ab und auf und ab und (…). Sogar der ein oder andere Gipfel ist dabei, von dem aus man dann allerdings auch eine atemberaubende Rundum-Sicht auf die endlosen Eukalyptuswälder hat. Durch diese wunderschönen Wälder führt der Bibbulmun Track hauptsächlich auf den ersten 750 Kilometern, bis… ja bis es irgendwann nicht mehr weiter nach Süden geht, weil die tosenden Wellen des Südlichen Ozeans den Weg versperren. Und allein für dieses Gefühl, nach sechs Wochen wandern durch den australischen Busch plötzlich auf türkisblaue Wellen und weiße Strände zu blicken, lohnt sich diese Wanderung und all ihre Anstrengung.

Für das letzte Viertel der Strecke darf man diesen Anblick dann zur Belohnung auch behalten, denn auf diesem Abschnitt bleibt der Trail die meiste Zeit direkt an der Küste, verläuft dort über steile Klippen, wilde Dünen und immer wieder sogar direkt auf dem Strand entlang. Nur für das Valley of the Giants in der Nähe von Walpole macht die Route nochmal einen größeren Schlenker ins Inland. Hier wohnen nämlich die bis zu 40 Meter hohen und 400 Jahre alten Red Tingle-Bäume, die sich nicht nur von unten, sondern dank eines Baumkronenpfades auch von weit über dem Boden bestaunen lassen.

Übernachtet wird hier wie überall entlang des Tracks in einfachen, zu drei Seiten geschlossenen Hütten, in denen man auf hölzernen Plattformen Isomatte und Schlafsack ausrollt. Und am Meer kann man von dort aus an den Wander-Feierabenden nicht nur Bäume und Kängurus, sondern auch Wellen und mit etwas Glück sogar Wale zählen!

Inmitten dieser Kulisse verflog die Zeit sehr viel schneller als mir lieb war. Und ehe ich mich versah, war ich auch schon in Albany und damit am südlichen Ende des Bibbulmun Tracks angekommen. Hinter mir lagen großartige zwei Monate, die ich inmitten der faszinierenden Natur Westaustraliens verbringen durfte. Und dabei bin ich weder verdurstet noch von irgendwelchen Tieren angefallen worden (mal abgesehen von den Moskitos, die mir während der warmen Tage am Meer das Leben schwer gemacht haben.) Wer hätte das gedacht?!

Was Du über den Bibbulmun Track wissen musst

Länge: rund 1.000 km

Route: von Kalamunda in der Nähe von Perth bis Albany an der Südküste Westaustraliens über Wanderwege und teilweise auf Forststraßen und Jeep Tracks

Schwierigkeit: Du brauchst keine besonderen Fähigkeiten, aber aufgrund der Länge natürlich Durchhaltevermögen, vor allem auch für die bergigen Regionen im Norden und die Sanddünen im Süden. Der Trail ist mit gelben Dreiecken gekennzeichnet, die ein stilisiertes Waugal zeigen (eine Regenbogenschlange aus den Traumzeitgeschichten der Aborigines) und in aller Regel gut erkennbar, ein paar Grundkenntnisse in Sachen Wegfindung sowie die Wanderkarten solltest Du aber trotzdem im Gepäck haben. Je nach Wetter und Jahreszeit kann der Trail zudem stellenweise überschwemmt und schlammig sein.

Beste Reisezeit: Die beste Zeit für den Bibbulmun Track sind September und Oktober, also der australische Frühling. Dann ist es noch nicht zu heiß, aber auch nicht mehr so kalt und nass wie im Winter. Die Regenwassertanks sind gut gefüllt und die Gefahr für Waldbrände noch relativ gering. Außerdem blühen zu dieser Zeit die Wildblumen. Auch der Herbst ist prinzipiell gut geeignet, dann aber ohne Blumen und mit einem gewissen Risiko für Wasserknappheit.

Übernachten: Ca. alle 20 km gibt es einfache, zu drei Seiten geschlossene Hütten mit Plattformen für Isomatte und Schlafsack, Regenwassertanks, Tischen/Bänken und Toiletten. Auch Lagerfeuerstellen gibt es an vielen Hütten. Ein leichtes Zelt solltest Du aber trotzdem dabei haben, falls zum Beispiel Hütten belegt sind oder auch zum Schutz gegen Moskitos.

Versorgung: Wasser kannst Du täglich an den Regenwassertanks auffüllen und Proviant in regelmäßigen Abständen in Orten am Wegesrand nachkaufen. Hier kannst Du auch zur Abwechslung mal in einem richtigen Bett schlafen, Wäsche waschen, Deine Geräte aufladen usw.

Varianten: Wenn Du nicht gleich für zwei Monate den Rucksack schultern willst, kannst Du auch nur einen Abschnitt des Weges gehen oder Tagestouren auf dem Bibbulmun Track machen. Ein besonders schöner Teil des Fernwanderwegs ist zum Beispiel der zwischen Walpole und Denmark, wo der Bibbulmun Track nicht nur einem wunderschönen Küstenabschnitt folgt, sondern auch durch Wälder mit riesigen und alten Eukalyptusbäumen führt.

Mehr Infos: Die Webseite der Bibbulmun Track Foundation ist sehr ausführlich und hilfreich. Außerdem gibt es auf meinem Blog detaillierte Berichte, eine Packliste und mehr.

 

Unsere Gastbloggerin Kathrin berichtet auf ihrem Blog „Fräulein Draussen“ über ihre große Leidenschaft – das Wandern. Und am liebsten sucht sie sich die richtig langen Wanderungen aus und ist auch schon einmal komplett durch Großbritannien gewandert.

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Tipps & Tricks vom Instagram Profi

Mein Name ist Ronny (@rmkhnert__ ) und ich befinde mich momentan auf einer Weltreise! Seit mehr als drei Jahren fotografiere ich nun schon. Und was ich poste gefällt auf Instagram immerhin über 130.000 Leuten. Letztes Jahr hatte ich dann die Idee, meine Leidenschaft mit dem Reisen zu kombinieren und das läuft bis jetzt ganz gut. Heute möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen und euch Tipps geben, damit ihr eure Bilder noch besser, interessanter und kreativer gestalten könnt.

Instagram Tipps

Wie finde ich die coolen Spots?

Hört auf das zu machen, was jeder auf seiner Reise macht. Schaut nicht nur auf Instagram, wo die Anderen sind und welche Mainstream Spots sie besuchen. Macht euer eigenes Ding. Erkundet kleine Gassen und lasst euch überraschen. Alle fahren nach links? Biegt rechts ab. Ihr werdet euch wundern, wie viele Orte ihr auf diese Weise findet, die euch die Sprache verschlagen werden. Nutzt Instagram lieber, um neue Leute kennenzulernen. Menschen, die schon lange an diesen Orten leben und die die geheimen Spots kennen.

Du hast den richtigen Spot gefunden! Aber was nun? Ein Selfie oder Naturbild? Und welche Pose?

Ich habe so oft Personen gesehen, die einfach nur ein Selfie gemacht haben und wieder gegangen sind. Macht mehr aus euren Bildern. Neue Blickwinkel, verrückte Posen oder vielleicht doch nur eine kleine Person in der Natur. Zeigt, wie außergewöhnlich dieser Ort ist. Ich mache mittlerweile viele Sprungbilder. In Neuseeland, Australien, Los Angeles und es werden noch viele weitere kommen. Ich persönlich fotografiere am liebsten bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Aus welchem Grund? Das Licht. Ihr habt morgens und abends das beste Licht. Nicht nur das Farbenspiel am Himmel ist wunderschön anzuschauen, auch für Portraits eignet sich das Licht am besten. Nicht zu stark, kaum Schatten und das Model hat die Augen nicht zusammen gekniffen, weil die Sonne blendet. Es lohnt sich früh aufzustehen – glaubt mir!

Die Location stimmt. Das Bild ist im Kasten. Jetzt nur noch posten!

STOP! Bearbeitet eure Bilder wenigstens etwas. Ihr müsst nicht unbedingt Profis sein und das halbe Bild verändern. Spielt ein wenig mit den Farben, dem Kontrast und dem Licht. Aber übertreibt es dabei nicht. Das Bild soll am Ende noch realistisch aussehen. Außerdem gibt es viele Apps, mit denen ihr eure Bilder vorab bearbeiten könnt. Meine Favoriten sind: VSCO, Snapseed und Facetune.

Ich hoffe, ich konnte euch etwas weiterhelfen und ihr macht auf eurer nächsten Reise mehr aus eurem Trip und euren Bildern – nicht nur die typischen Touristensachen! Bald folgen noch weitere Beiträge von meiner Weltreise. Ihr habt noch Fragen? Dann ab damit in die Kommentare!

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10 Tipps für den perfekten Roadtrip durch Westaustralien

Roadtrips sind zu einer meiner liebsten Reise-Arten geworden. Man kann an den Plätzen und Aussichtspunkten anhalten, die einem gefallen, das eigene „Zuhause“ ist stets dabei und man ist auf niemand anderen angewiesen. Nach meinen Roadtrips in Island und Irland, ging es letztes Jahr auf Weltreise und nicht nur für zwei Monate mit dem Auto durch Neuseeland, sondern auch nach Westaustralien! Dieser Teil des Landes stand schon länger auf meiner Bucketlist und so war der Roadtrip eines meiner Highlights: es ging für zwei Wochen die Westküste Australiens entlang!

Während viele Reisende die Ostküste bereisen, punktet die Westküste mit ruhigen Straßen und Orten, vielen Einheimischen, die hier ihren Urlaub verbringen, einem endlosen Horizont, der sich hinter atemberaubenden Panoramen erstreckt, unberührte Natur, in der euch heimische Tiere begegnen können und wunderschöne Sonnenuntergänge entlang der Küste. Plant auch ihr einen Westaustralien Roadtrip, dann habe ich heute ein paar hilfreiche Tipps für euch.

10 Tipps für einen Westaustralien Roadtrip

1. In Australien wird auf der linken Straßenseite gefahren und ihr braucht einen internationalen Führerschein! Zudem könnt ihr meist erst ein Auto ab 21 Jahren anmieten. Tipp: bevor ihr viel Geld für das tägliche Navi der Autovermietung bezahlt, ladet euch auf das Smartphone offline Karten runter. Diese funktionieren über GPS und haben mir bisher immer sehr gut geholfen. Außerdem könnt ihr Lesezeichen setzen und so eure Favoriten merken!

2. Wenn ihr euren Mietwagen abholt, fragt nach, ob ihr damit off road fahren könnt. Meist müsst ihr dafür einen höheren Betrag an Versicherung bezahlen, doch liegen verschiedene Nationalparks abseits der großen Highways – beispielsweise der beliebte Karijini Nationalpark. Entscheidet ihr euch gegen eine Tour zum Karijini (es sind noch einmal um die sieben Stunden Fahrt pro Strecke inlands), lohnt es sich trotzdem vorher einmal die Route mit der Autovermietung abzuklären, um auf der sicheren Seite zu sein.

3. Wie vielerorts in Australien, können auch an der Westküste die Strecken sehr lang sein. Es gibt unzählige Kilometer zu fahren – wechselt euch am besten immer mal mit dem Fahren ab. Während ich es am Anfang noch ein wenig komisch fand, so wenigen Menschen zu begegnen und den endlosen Horizont vor mir zu sehen – ich habe genau diesen Blick schätzen gelernt und ihn nach ein paar Tagen vollends genossen. Unberührte Natur soweit man schauen kann, das ist ein unglaublicher Blick!

4. Da viele Kilometer gefahren werden, ist es immer ratsam so früh wie möglich zu tanken. Die nächste Tankstelle kann ein paar hundert Kilometer entfernt sein. Besonders im australischen Outback möchte man nicht wegen fehlendem Benzin stehen bleiben. Solltet ihr doppelt sicher gehen wollen, könnt ihr einen Kanister Benzin mitnehmen. Für die Route entlang der Westküste werdet ihr es aber wahrscheinlich nicht brauchen. In regelmäßigen Abständen findet ihr hier Tankstellen.

5. Versucht euren Tag so zu planen, dass ihr nicht in der Dämmerung fahrt. Viele Auto-Versicherungen haften nicht für Wildschäden außerorts ab der Zeit der Dämmerung und es ist auch schlichtweg gefährlich. Sobald die Sonne untergeht, werden besonders Kängurus aktiv und springen gerne auch einmal auf die Straße, genauso aber auch Emus – so oft kommt hier ja auch kein Auto vorbei!

6. Im Outback gibt es fast keinen Radioempfang, also ladet euch vorher eine Playlist offline runter, die ihr dann über das Smartphone hören könnt. Das nötige Kabel sowie einen USB-Stecker für den Zigarettenanzünder gibt es meist bei der Autovermietung gegen einen kleinen Aufpreis dazu. Wir hatten lediglich die derzeitige Top 50 Playlist und konnten nach dem Trip jedes Lied auswendig. Apropos kein Empfang: den besten Empfang habt ihr mit dem Telefonanbieter Telstra und schreibt euch vorher zusätzlich die Notrufnummer auf.

7. Besonders in Richtung Norden, kann es sehr heiß werden. Nehmt euch vor dem Trip einen Kanister Wasser mit (im Supermarkt gibt es 5 Liter Kanister), den ihr dann beliebig mit Trinkwasser wieder auffüllen könnt. Habt am besten auch ein paar Snacks dabei – wir haben uns morgens meist Sandwiches für den Tag geschmiert. Nach Restaurants oder möglichen Cafe-Stops sucht ihr hier vergebens. Tipp: übernachtet ihr am Campingplatz, legt eure Kühltaschen in ein Gefrierfach, dass sie tagsüber die Kühlbox und das Essen weiterhin kühlen.

8. In Australien gibt es sehr viele Möglichkeiten gratis zu campen, sogenanntes Freedom camping. Über die App Campermate findet ihr viele der ausgewiesenen Plätze. Doch seid vorbereitet: die Campingplätze sind meist ein wenig außerhalb und verlassen, die sanitären Anlagen sind einfach und ihr begegnet sicher dem ein oder anderen Insekt dort. Besonders lästig in der Hitze: die Fliegen! Vor einer Reise ins Outback kann man es sich nicht vorstellen, aber die Fliegen fliegen einem direkt in die Augen, Nasenlöcher, an den Mund. Da wird eine entspannte Mittagspause schon einmal lieber ins Auto verlegt.

9. Auch wenn Australien ein sehr sicheres Land ist, so kann es auch im Outback oder auf Campingplätzen Langfinger geben. Habt ihr wertvolle Gegenstände (Laptop, Kamera o.ä.) dabei, empfehle ich euch einen Reise-Safe zu kaufen. Sollte euch das zu teuer sein, geht auch ein Stahlseil, das ihr mitsamt Tasche im Auto festmachen könnt. Die meisten Diebstähle sind schnell gewählte und solch eine Aufmachung wird jeden Dieb zu viel Zeit kosten. Weiterer Tipp: verteilt eure Kreditkarten und euer Geld im Auto und habt nicht alles gesammelt an einem Ort. So habt ihr im Notfall noch eine Alternative.

10. Last, but not least: genießt die Wüste, die atemberaubende Natur und auch die Stille. Ich habe mir beispielsweise vorher Instagram-Accounts durchgeschaut und mir ein paar top Highlights direkt aufgeschrieben, die ich anfahren wollte. (Viele Bilder von meinem Roadtrip entlang der Westküste findet ihr auf meinem Account: @lovelyforliving). Westaustralien ist so schön und es gibt unzählig viel zu sehen. Außerhalb von Perth findet ihr keine Partymeile mehr und ihr könnt euch voll auf Westaustralien einlassen – viel Spaß dabei!

Habt ihr noch weitere Tipps für einen Roadtrip? Habt ihr vielleicht schon einen Roadtrip in Westaustralien gemacht oder habt es noch vor? 

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Der Norden Indiens – Eindrücke & Highlights

Wer in Indien reist wird ständig mit heftigen Eindrücken konfrontiert. Es ist lauter und hektischer als alle Länder die ich bisher bereist habe. Der Duft von wundervollen Gewürzen, der durch die Straßen schwirrt, weicht einige Meter weiter dem beißenden Geruch von brennendem Müll an dem sich einige Inder aufwärmen. Hinter slumartigen Straßen findest man sich plötzlich in den wundervollsten Tempelanlagen wieder. Indien beeindruckt! So anstrengend meine ersten Sätze vielleicht klingen mögen: nie hat mich ein Land so sehr berührt und begeistert.

Darjeeling

Meine Reise führte mich vor allem durch den Norden Indiens. Einer meiner ersten Stops war die Stadt Darjeeling in Westbengalen. Heimat des gleichnamigen Tees und auch im Hochsommer gesegnet mit angenehmen Temperaturen. Nicht umsonst war die Stadt, die auf 2185 Metern liegt, während der Kolonialzeit der Briten ein Erholungsort für ranghohe Offiziere.

Ab Anfang April lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch der unzähligen Teeplantagen die die Stadt umgeben.

Mein absolutes Lieblingsrestaurant möchte ich euch auch nicht vorenthalten: Alu Momo in Darjeeling.

Und das sind die Alu Momo: Mit Kartoffeln gefüllte Teigtaschen mit scharfer Sesamsoße.

Jaipur & Agra

Vermutlich der Start für die meisten Backpacker in Indien: Mit dem Tuk-Tuk geht es für mich in Richtung Hostel.

Wer Jaipur, die Hauptstadt Rajasthans besucht, sollte sich früh den Wecker stellen. Der Sonnenaufgang am Ufer des Man Sagar Sees mit Blick auf den Jal Mahal Tempel, zählt zu den Geheimtipps. Er ist aber definitiv die Mühe wert.

Nur wenige Kilometer weiter, findet man sich unterhalb des Amber Fort wieder. Ein unglaublicher Bau, der der Kachwaha-Dynastie entstammt. Der tierquälende Tourismus mit den Elefanten die Gäste bis zum Eingang des Fort befördern, trübt hier leider ein wenig die Schönheit. Also, seid nicht faul und erklimmt die Anlage zu Fuß – es lohnt sich.

Amber Fort2

Wenn ihr durch den Norden Indiens reist, gehört der Besuch des Taj Mahal in Agra quasi zum Pflichtprogramm.

Habt ihr euch in aller Frühe aus dem Bett gequält, werdet ihr vor und nach Sonnenaufgang Zeuge eines faszinierenden Farbenspiels des weißen Marmors. Es lässt das Gebäude beinahe schon magisch erscheinen.

Varanasi & die heilige Mutter Ganges

„Ein toter Hindu liegt nur 5 Meter neben mir.“ Ich befinde mich in Varanasi, für Hindus die heiligste Stadt Indiens. Wer den ewigen Kreislauf der Wiedergeburt durchbrechen möchte, so sagt man, findet sein Lebensende hier am Ganges. Die Verbrennung in den Ghats am Fluss ist Teil dieses Rituals und als Reisender in Varanasi ist man dort stetig mit dem Tod konfrontiert. Unzählige Inder bieten Bootstouren auf dem Ganges. Verpasst nicht zum Sonnenaufgang auf eine Tour zu gehen und der Stadt beim Aufstehen zuzuschauen.

Man kann zum Beispiel Schüler bei ihrem morgendlichen Yogaritual an den Stufen zum Ganges beobachten.

Das Waschen im heiligsten aller Flüsse. Gläubige Hindus reinigen ihre Kleider und Körper – ironischerweise ist der Ganges durch Industrieverschmutzungen und seinen ständigen Beisetzungen gemäß dem WWF bereits auf Platz 4 der schmutzigsten Flüsse der Welt…

Feuerholz stapelt sich zum Fuße des Ganges hin. In den Verbrennungsghats (links im Bild) werden die vorbereiteten Leichen verbrannt und später als Asche dem Ganges beigeführt. Die Leichen von schwangeren Frauen, Kinder und Sadhus werden nicht verbrannt sondern an den Füßen beschwert in den Fluss gelassen. So stehen Sie aufrecht am Grund des Flusses und sollen so dem Himmel näher sein.

Essen in Indien

Erzählt man einem Inder, dass wir bei uns mit Salz und Pfeffer würzen, lacht er nur ungläubig und schüttelt dann den Kopf. Denkt man in Deutschland an indische Küche, dann fällt einem Curry ein – doch vergesst das gelbe Pulver. Die indische Küche ist so viel mehr. Das Curry, das wir kennen, also die Gewürzmischung, wurde von den Briten geprägt. Curry leitet sich ab von dem tamilischen Wort kari ab und umfasst ganze Gerichte mit Soße. Doch über die unzähligen Gerichte hinaus, bei denen Fleisch, Gemüse oder Fisch direkt in der „Curry“Soße gegart werden, ist  die indische Küche unglaublich vielfältig. Man denke nur an die scharfe Küche des Südens wo viel mit Kokosmilch gekocht wird, an die würzige Küche in Rajasthan und Madhya Pradesh mit ihren unzähligen Gewürzen oder die nepalesisch angehauchte Küche in und um Darjeeling herum.

Wenn ihr einen schwachen Magen habt, solltet ihr in Indien zwar vorsichtig sein. Lasst euch trotzdem auf keinen Fall die unzähligen Streetfood-Variationen und Geschmäcker entgehen!

Was in Indien natürlich auch an keiner Straßenecke fehlen darf: Chai. Pappsüß macht einen dieser kleine Schluck Tee tatsächlich munter.

Insgesamt habe ich einen Monat im Norden Indiens verbracht. Doch dieser verging viel zu schnell, selten wusste ich bei einem Land bereits nach einigen Tagen, dass ich zurückkehren möchte. Indien hat mich auf seine ganz eigene Art und Weise beeindruckt. Es sind die Menschen und dieses einzigartige Gefühl auf den Straßen und an den verschiedenen Plätzen. Ich komme auf jeden Fall wieder

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Fiji Inseln – 5 Highlights

Alina ist Studentin und Mitgründerin des Online Magzines kaufberater.io. Sie verbrachte ihr Auslandsstudium in Australien an der University of Sydney. Aufgrund ihrer Reisefreude und der geografischen Nähe zu Australien, entschied sie sich nach Beendigung ihres Studiums eine Pause auf den Fiji Inseln einzulegen.

“Fiji ist, wenn der Flieger landet und plötzlich die Zeit langsamer läuft.”

An Feuertänzen, Kava Zeremonien und gutem Fisch kommt man auf den Fiji Inseln nicht vorbei. Doch was waren meine fünf Highlights, die abseits der Hauptattraktionen meine Zeit dort zu etwas ganz Besonderem gemacht haben?

Meine 5 persönlichen Highlights auf den Fiji Inseln

1. Mudpools und Biausevu Wasserfall – die Bio Schlammpackung im tropischen Jungle!

Wo? –  Auf Viti Levu (Hauptinsel der Fijis)

Ein absolutes Muss! Wer auf Fiji nicht in den Sabeto Hot Pools gebadet hat und im Biausevu Wasserfall stand, war praktisch nicht dort.

Der Biausevu Wasserfall liegt im Süden der Insel, etwa zwei Autostunden von Nadi entfernt. Aber da Fiji nur von vier Straßen durchzogen ist (zum Glück), steht einem hier erstmal ein großes Wanderabenteuer bevor. “Über sieben Brücken musst du gehn..” Nicht ganz, aber durch zwölf kniehohe Bäche musst du waten. Hechtsprünge nach den eigenen Flip Flops sind da keine Seltenheit. 😉 Doch selbst wenn ein solcher mal verloren gehen sollte, ist es der Wasserfall am Ende der Reise allemal wert.

Die Sabeto Mud Pools entstehen durch die unterirdischen heißen Quellen in Verbindung mit lockerer Erdmasse an der Oberfläche. Die größten Pools befinden sich nur 15 Autominuten entfernt von Nadi und sind leicht zu erreichen. Ihr wolltet euch schon immer mal wie ein Ferkel im Schlamm suhlen? Dann wird es Zeit für die natürlichste Schlammpackung der Welt. Zuerst schmiert ihr euch mit Schlamm aus den Mudpools ein und wartet bis dieser angetrocknet ist. Die Ganzkörper Schlamm-Maske wird anschließend in den heißen Quellen mit Aussicht auf die grünen Gipfel abgewaschen. Ob man damit auch Stress abwaschen kann? Ja, hier definitiv.

Heiße Quellen nach Schlammbad, Sabeto

2. Sonnenaufgang – Erklimmung des Gipfels von Wayalailai!

Wo? – Auf Wayalailai Island (Yasawa Inselkette)

Mein Tipp: Fragt auf den Inseln die ihr besucht je einen Fijianer nach dessen Lieblingsort. Sie werden euch fast immer anbieten euch mitzunehmen. Und was ihr erlebt, ist mit keinem gängigen Touristenziel zu vergleichen! Mein persönlicher Jackpot war, als mich ein Local einlud, mit ihm und seinem Bruder den Sonnenaufgang vom Gipfel des Wayalailai aus zu betrachten.

Wer jeden Tag in der Hängematte die Seele baumeln lassen kann, der kann auch mal um 04:30 Uhr aufstehen, um sich eine Aussicht der ganz besonderen Art zu verdienen. Auf Wayalailai ist der Gipfel in etwa 750 m Höhe das Ziel des frühmorgendlichen Abenteuers. Eine sportliche Herausforderung ist das Ganze auch noch, denn die beiden jungen Fijianer hüpfen bei 90% Luftfeuchtigkeit und bereits 28°C wie Bergziegen die Felsen hinauf. Pitschnass vor Schweiß und mit tausend Kratzern von Büschen und Gräsern über meine Beine verteilt, komme ich oben an. Den einen “Wanderweg” nach oben gibt es nicht. Wer auf den Gipfel will, muss sich durch den Busch schlagen. Der Sonnenaufgang belohnt die kurze Nacht und den harten Aufstieg doppelt und dreifach. In kleiner Runde beobachten wir die rote Sonne, die sich aus dem Meer in den Himmel schiebt. Ein Anblick, der sich in mein Gedächtnis gebrannt hat und den ich nie vergessen werde.

Sonnenaufgang vom Wayalailai Gipfel

Unbeeindruckt von den davongetragenen Blessuren des Aufstiges, erklimme ich zwei Tage später erneut mit den beiden Fijianern den Gipfel. Wieder völlig aus der Puste, aber stolz wie Oskar. Der Sunrise Summit Hike ist jeden Kratzer wert!

Wie kommt man hin? Mit der Fähre “Yasawa Flyer” von  Awesome Adventures. Nach ca. zwei Stunden Fahrt mit Ausblick auf alle Inseln der Yasawa Inselkette erreicht ihr die Insel Wayalailai.

3. Spontanes Schwimmen mit Haien – Arme und Beine noch dran!

Wo? – Auf Wayalailai Island (Yasawa Inselkette)

Beim Schnorcheln die bunte Pracht tausender Korallen und Fische bestaunen, kann man vor allem an der Coral Coast im Süden der Hauptinsel Viti Levu. Für mich blieb aber eine andere Stelle im Meer als mein Fiji-Highlight im Gedächtnis. Mit einem kleinen, brüchigen Motorboot fuhr ich mit zwei Locals einige Kilometer aufs offene Meer vor der Insel Wayalailai. Während die beiden Fijianer ihre Harpunen zum Fischen vorbereiteten, durfte ich mit Weißspitzen-Riffhaien schwimmen. Diese Hai Art ist für Menschen ungefährlich, aber mit 1-1,5m Länge von nicht zu unterschätzender Größe. Mit der bunten Meereslandschaft um einen herum, ist Meerjungfrauen-Feeling hier vorprogrammiert. Ich empfehle euch nach wie vor wärmstens, euch mit den Bewohnern der Inseln ausgiebig zu unterhalten. Denn nur so landete ich sowohl mit Haien im Wasser, als auch in der kleinen Küche einer jungen Fijianerin, die mir sogleich das Rezept ihrer Frühstücksbällchen auf eine Serviette kritzelte.

Ein Weißspitzen Riffhai

4. Wayalailai Island Neujahrszeremonie – mitten drin statt nur dabei!

Wo? – Auf Wayalailai Island (Yasawa Inselkette)

Während meines Zwischenstopps auf Wayalailai Island, eine Insel der Yasawa Inselkette (100+ winzige Inseln), war ich Anfang Januar zur richtigen Zeit am richtigen Ort, denn auf Fiji wird traditionell zehn Tage lang Neujahr gefeiert. Die zwei Dörfer veranstalteten eine große Neujahrszeremonie bei der alle Dorfbewohner gemeinsam mit den Besuchern feierten. Traditionell bemalt man sich im Gesicht mit weißem Babypuder, als Segnung für das neue Jahr. Der Chief des Stammes hält eine Neujahrsansprache und im Anschluss wird gefeiert! Mit großen Wassereimern versuchen alle Kinder sich gegenseitig nass zu machen. Wer dann noch nicht das letzte Jahr von sich gewaschen hatte, wurde gemeinsam ins feuchte Nass geworfen. Bei noch über 30°C am späten Abend, tanzt man sich hier wieder trocken und schwingt die Hüften zu traditioneller Musik. Die Männer spielen Gitarre und Ukulele – der Rest singt. Ihr könnt den Text nicht? Völlig unwichtig, alle singen mit und heißen einen willkommen im neuen Jahr.

5. Lagerfeuer, Gitarrenmusik und die Milchstraße!

Wo? – Auf Naviti Island (Yasawa Inselkette)

Bei der Wahl der Inseln die ihr besucht, achtet darauf, dass möglichst viele Resorts dabei sind, die noch immer von Familien geführt werden und keine reinen Luxusresorts sind. Die kleinen Familienresorts werden immer mehr zurückgedrängt, doch nur hier erlebt man tatsächlich noch richtiges Insel Feeling.

Auf Naviti Island am Korovou Beach befindet sich z.B. das White Sandy Beach Resort. Hier sitzt abends die ganze Familie mit den maximal zehn Besuchern am Lagerfeuer zusammen. Da es auf Fiji keine Lichtverschmutzung gibt, sind die Nächte hier pechschwarz. Man hat hier die Möglichkeit Millionen Sterne zu beobachten, und die Milchstraße in ihrer vollen Pracht zu bewundern. Dabei spielt im Hintergrund mindestens einer der Männer Gitarre und der Rest singt. Lasst euch diese einmaligen Erlebnisse auf den Fiji Inseln nicht entgehen!

Alleine Reisen – Kein Problem auf Fiji!

Noch ein Wort zu den Fiji Inseln, wenn ihr alleine unterwegs seid: auf den Fijis allein zu reisen ist überhaupt kein Problem! Man trifft auf allen Inseln Reisende aus aller Welt. Auch die Fijianer sind unglaublich herzlich und der Gesprächsstoff geht euch mit Sicherheit nicht aus. “Alleine” seid ihr definitiv nie.

Ich reise immer allein. Sehr häufig fragen mich Menschen: “Wie ganz alleine? Ist man da nicht einsam?” Und ich kann nur jedes Mal antworten: Ich bin immer in mehr Gesellschaft als die meisten die zu zweit oder zu dritt unterwegs ist. Man lernt so unglaublich viele Menschen kennen und ist trotzdem unabhängig in allen Entscheidungen.

Ausblick vom Gipfel auf Wayalailai Island

Mein Tipp: Steckt euch immer ein Karten Deck mit ein. Wer sich unwohl fühlt andere Leute einfach so anzusprechen, kann immer mit einem Kartenspiel punkten. Meiner Erfahrung nach, sagt nie jemand nein und Mau Mau ist definitiv international! 😉

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Essen in Asien – Diese Leckerbissen solltet ihr nicht verpassen

Mit einem Around the World Ticket von STA Travel haben Jens und Lisa Südamerika, Australien, Neuseeland, Asien und Europa bereist. Über ihre Erfahrungen mit dem Ticket haben sie bereits berichtet. Die vielen Reiseerlebnisse, die ihren Trip ausmachten und natürlich die besten kulinarischen Highlights ihrer Weltreise, findet ihr auf Travelbites.

Nachdem sie uns mit einigen Leckerbissen aus Südamerika den Mund wässrig gemacht hat, nimmt uns Lisa mit auf einen Ausflug nach Asien

Kulinarische Leckerbissen in Asien

Was macht ein gutes Pad Thai aus? Warum gehen die Japaner zum Essen am liebsten in die Kneipe? Und was ist das Geheimnis des vietnamesischen Gerichtes Cao lầu?

Geschmacks- und Geruchsnerven sind bekanntlich die stärksten Erinnerungsträger. Auch für mich ist die Reise in ein Land ohne die typischen Bräuche und Speisen niemals vollständig. Wir haben in Asien sogar einige Kochkurse gemacht, um uns in die Geheimnisse der heimischen Küche einweisen zu lassen. Gemäß dem Motto „Reisen ist eine Symphonie der Sinne“ habe ich einige der besten Appetithappen aus Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam und Japan für euch zusammengetragen.

Lisa & Jens nach dem Kochkurs 🙂

Reis & Nudeln

Reis ist in Asien eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, das zu fast jedem Gericht serviert wird. Reis macht aber nicht nur satt, sondern ist meistens auch pur schon ziemlich lecker.

Reis kann man in Asien auf den Märkten direkt säckeweise kaufen. Es gibt viele verschiedene Sorten – weltweit sind es mehr als 120.000!

Oft gibt es in Asien warme Gerichte bereits zum Frühstück. Da gehört einen Portion Reis natürlich dazu. Auch zur Zubereitung von Nachtisch wird er gerne verwendet.

In Kambodscha haben wir diese besonderen Reissticks entdeckt: der in Bambusrohre gefüllt Reis wird in Kokosmilch klebrig aufgekocht und ist manchmal noch zusätzlich mit Bohnen gespickt.

Auch Nudeln findet man häufig in der asiatischen Küche. Entweder gebraten oder als Grundlage für verschiedene Suppen. Vielfältige Beilagen individualisieren die Speisen anschließend: neben Frühlingszwiebeln und Algenstücken kann man meistens zwischen mehreren Fleisch- und Fischsorten, Gemüse, Eiern und vielem mehr wählen.

Essen an Straßenständen & auf dem Nachtmarkt

Bei einem Besuch in Südostasien dürft ihr keinesfalls einen Besuch der berühmten Nachtmärkte versäumen! Dort könnt ihr die leckersten kleinen Gerichte aber auch die verrücktesten essbaren Kuriositäten entdecken…

Auf einem typischen Nachtmarkt brodelt und brutzelt es an jedem der kleinen Stände. Man findet Fleischgerichte, Gemüserollen, Frittiertes, aber auch frisches Obst und süße Leckereien. Da ist für jeden etwas dabei!

Häufig herrscht dichtes Gedränge zwischen den unzähligen Ständen der Nachtmärkte. Und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, sich durchzuprobieren!

Auch für das europäische Auge und den Gaumen ungewohntes kann man auf den Märkten Asiens entdecken: Insekten! Große, kleine, meistens frittiert. Probiert haben wir allerdings keine. Vielleicht beim nächsten Mal.

Auf den Märkten ist immer alles gut sortiert: Schalen voller unbekannter Wurzeln, verschiedenste Sorten von Kohl und Kürbissen, große und kleine Auberginen, Bohnen in allen Formen und vieles mehr.

Tagsüber lohnt sich ein Marktbesuch ebenfalls. Dort sieht man viele Obst- und Gemüsesorten, die es in Europa eher selten gibt oder die bei uns sehr teuer sind.

Etwas unhygienisch fanden wir nur die Fisch- und Fleischstände, die den ganzen Tag und meist ungekühlt der asiatischen Hitze ausgesetzt sind. Auf eine geschlossene Kühlkette legt man anscheinend keinen Wert. Dafür werden Fleisch und Meerestiere aber immer gut durchgebraten oder bestenfalls sogar frittiert.

Thailands Nationalgerichte: Pad Thai & Papayasalat

Wer hat es nicht schon mal auf einer Speisekarte beim Asiaten entdeckt? Pad Thai ist das Nationalgericht Thailands. Es gibt wohl kaum ein Restaurant, in dem man es nicht bekommt. Und die Zutaten für Pad Thais sind denkbar einfach: Reisbandnudeln, Sprossen, Ei, kleine getrocknete Krabben sowie wahlweise Tofu, Fleisch oder Meeresfrüchte. Abgeschmeckt wird es mit verschiedensten Gewürzen, garniert wird mit Erdnüssen und etwas Grün. Und es schmeckt wirklich immer lecker!

Während des Zweiten Weltkrieges erklärte der damalige Ministerpräsident das heute sehr bekannte und beliebte Pad Thai ganz offiziell zum Nationalgericht, um die Thailänder zum verstärkten Nudelkonsum zu bringen.

Wir haben in Thailand ein total frisches und schmackhaftes Gericht für uns entdeckt, das vor allem bei tropisch-warmen Temperaturen super passt: Papaya- oder auch Mangosalat. Zwei Obstsorten, die wir in Europa eigentlich nur in der süßen Variation kennen, die aber in vielen asiatischen Ländern bereits unreif verwendet werden.

Fischsoße, Chili und Zitrone verleihen dem Papayasalat seinen besonderen Geschmack. Manchmal werden noch Bohnen, Erdnüsse, Kohl oder Fleischsorten hinzugefügt.

Etwas, von dem wir nicht wussten, dass es essbar ist, sind die Lotuspflanzen. Sie dienen in Thailand nicht nur der Zierde. Die einzelnen Samen der grünen Pflanze beispielsweise kann man roh essen (nachdem man sie geschält hat), einlegen, trocknen oder sogar kandieren. Die sogenannten „Lotusnüsse“ sind häufig Bestandteil von süßen Suppen.

Die Lotuspflanze ist in Thailand nicht nur eine Zierpflanze. Alle ihre Bestandteile werden in der thailändischen Küche weiterverarbeitet.

Die Lotuswurzeln mit ihrem saftigen Fleisch lassen sich – ähnlich wie Kartoffeln – in Scheiben schneiden und kochen. Sie sehen außerdem sehr hübsch aus. Aus dem Wurzelstock des Lotus lässt sich ein Mehl herstellen und auch die Stängel sind roh und gekocht essbar. Die Blätter werden häufig zum Verpacken und Dünsten anderer Nahrungsmittel verwendet.

Asien auf die Hand: Sticky Reis mit Mango & Rotee

Unser beider absoluter Lieblingsnachtisch ist „Sticky Rice with Mango“, Mango mit Klebreis. Das Gericht ist denkbar einfach zuzubereiten – wir haben es selbst ausprobiert -, man benötigt allerdings einen ganz speziellen Reis dafür. Dieser zieht dann erst in Wasser, später nochmal in Kokosmilch mit etwas Zucker & Salz. Dazu gibt es eine frische, süße Mango und fertig ist ein einzigartiges, ziemlich süchtig machendes Geschmackserlebnis!

Mango mit Klebreis gibt es auf jedem Markt irgendwo zu kaufen und man kann es in Thailand auch in fast jedem Restaurant essen. Das süß-salzige Gericht kann man zusätzlich noch mit einigen gelben Mungbohnen bestreuen, damit es hübscher aussieht.

An vielen der kleinen Straßenstände kann man in Thailand „Roti“ (auch „Rotee“) kaufen, eine Art dünner Crêpe, der auf einer großen, heißen Platte gebacken wird. Während der Zubereitung wird das Ganze mit weiteren Zutaten wie beispielsweise Bananen, Schokolade oder sweet milk (gezuckerte Kondensmilch) „gefüllt“. Meistens ist es furchtbar süß, aber auch super lecker als kleiner Snack zwischendurch.

Thailändische Roti werden meistens mit Obst, Schokolade oder sweet milk gefüllt. Man kann ihn sich aber auch herzhaft zubereiten lassen.

Laos auf dem Teller: Frischer Fisch

Frischer Fisch in einem Land das gar nicht am Meer liegt? Der Mekong durchfließt Laos fast einmal komplett in der Länge und mündet ganz im Süden des Landes in den „1000 Inseln“. Daher ist Fisch tatsächlich ein vielgesehenes Gericht auf laotischen Tellern.

Morgens bestellt, abends frisch gegrillt auf dem Teller: Fisch aus dem Mekong. Dazu gibt es – wie könnte es anders sein – Reis und eine leckere Gemüsebeilage. Zusammen mit Flussblick vom Restaurant aus eine unschlagbare Kombination!

Außer frischem Fisch findet man in Kambodscha auch häufig frisch belegte Baguettes und andere Teigwaren – Überbleibsel der französischen Kolonialzeit. Und den vielen europäischen Touristen gefällt es anscheinend! Auch für uns war Brot tatsächlich eine willkommene Abwechslung zwischendurch.

Bier wird in Asien häufig mal auf Eis serviert – damit es nicht so schnell warm wird. Vor der tollen Kulisse in Vang Vieng hat es direkt nochmal besser geschmeckt!

Typisch Vietnam: Cao lầu & Kaffee

Die Nudeln für das Traditionsgericht Cao lầu werden nur in der kleinen Stadt Hoi An in Zentralvietnam hergestellt. Der Teig dafür wird aus eingeweichtem und anschließend gemahlenem Reis gemacht. Das fertige Gericht könnt ihr in den vielen Restaurants und Garküchen der Stadt probieren.

Das Nudelgericht Cao lầu wird häufig mit geschmortem Schweinefleisch und speziellen Kräutern serviert. Das Original mit den extra dafür hergestellten Nudeln gibt es nur in Hoi An.

Der traditionelle vietnamesische Kaffee wird meistens mit sweet milk, gezuckerter Kondensmilch serviert. Er sickert ganz langsam durch einen Filter, der auf der Tasse oder dem Glas steht. Daneben haben wir in Ha Noi noch eine Besonderheit entdeckt: egg coffee.

Vietnamesischen „Eierkaffee“ sollte man in Ha Noi unbedingt probieren! Er ist die perfekte Kombination aus süßem Eierschaum und starkem, schwarzen Kaffee. Schöner sieht allerdings der traditionelle vietnamesische Kaffee aus, der ganz langsam durch einen speziellen Filter tropft.

Klingt jetzt erstmal nicht so lecker und auch wir konnten uns unter „Eierkaffee“ zunächst nichts vorstellen. Tatsächlich wird Eiweiß mit etwas Zucker aufgeschlagen und zu gleichen Teilen mit schwarzem Kaffee in eine Tasse gefüllt. Schmeckt richtig gut!

Japanisch schlemmen: Tempura, Onigiri & Ramen

In Japan gibt es nur Sushi? Stimmt nicht! Die japanische Küche ist tatsächlich sehr vielseitig. Sie hat einige tolle Gerichte im Angebot, die uns in Asien kulinarisch wohl am meisten überrascht haben. Und das Tollste daran ist oft schon die Zubereitung, die häufig mitten im Lokal vor den Augen der Gäste stattfindet.

Außer regulärem Fisch kommt in Japan auch noch einiges andere aus dem Meer auf den Teller oder das Stäbchen: Oktopus, Seeigel oder auch der nicht ganz ungefährliche Kugelfisch.

Im Izakaya, der japanischen Form der Kneipe, gibt es zum Beispiel viele kleine Gerichte, die man wie spanische Tapas einzeln auf kleinen Tellern bestellt. Die Teller werden in die Mitte eines tiefen Tisches gestellt, um den man in gemütlicher Runde ohne Schuhe auf dem Boden herumsitzt. Zu den kleinen Leckereien werden verschiedene Arten von Sake getrunken. Besonders lecker fanden wir Tempura Chicken, in einem speziellen Teig frittiertes Hähnchenfleisch.

Zum Mittag- und Abendessen werden Gemüse, Pilze, Fisch und Fleisch in einem hellen Teigmantel frittiert. Dazu gibt es eine ganz spezielle, dunkle Soße.

Natürlich gibt es auch in Japans Küchen jeden Tag Reis. Als Snack zwischendurch oder auch als Beilage findet man zum Beispiel Onigiri, aus Klebereis geformte oder in eine dreieckige Form gebrachte Bällchen, die mit Algenblättern umwickelt sind. Onigiri sind häufig auch Teil einer Bentō-Box, der japanischen Lunchbox.

In Japan wird gemeinsam aus der Tischmitte gegessen. So kann man viele verschiedene Gerichte probieren und immer wieder etwas Neues bestellen.

Im Land der Fertignudelsuppen werden auch oft Nudeln gegessen. Die bekanntesten Sorten sind wahrscheinlich Udon und Ramen. Letztere kann man in speziellen Ramenläden und an mobilen Ständen auf der Straße kaufen. Die Brühe, in denen die Ramen serviert werden, unterscheidet sich in den verschiedenen Regionen des Landes.

Bevor man ein Restaurant betritt kann man in Japan oft schon im Schaufenster gucken, was im Angebot ist. In manchen gibt es keine Service, dafür Automaten, an denen man sein Essen wählen und bestellen kann. Eigentlich auch ganz praktisch!

Ein ganz besonderes Erlebnis ist auch die Zubereitung von Okonomiyaki, eines speziellen Pfannkuchens aus Ei und verschiedenen Gemüsesorten. Die weiteren Zutaten kann man auch hierbei selbst wählen. Und wieder einmal dabei zuschauen, wie der „Pfannkuchen“ direkt auf einer heißen Platte frisch gebraten wird.

Okonomiyaki ist kein gewöhnlicher Pfannkuchen. Dick gefüllt mit verschiedensten Zutaten brutzelt er vor den Augen der Gäste vor sich hin. Da wächst direkt die Vorfreude auf das Essen!

Noch viel mehr Infos zu den von uns bereisten Ländern und zum Essen in Asien findet ihr nach und nach auf unserem Blog.

Lisa als traditionelle Obstträgerin in Vietnam 🙂

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Cookinseln – Der perfekte Stopover auf einer Weltreise

Per Definition ist eine Weltreise ja eine Reise einmal um die Welt, auf der alle Längengrade passiert werden. Ich will nicht genau auf der Definition herumreiten, denn eine Weltreise bedeutet für jeden etwas anderes, aber diejenigen unter euch (so wie wir), die tatsächlich alle Längengraden überqueren wollen, werden bei der Planung wohl vor einem etwas größeren Problem gestanden haben (so wie wir auch): wie zum Geier komme ich denn nun eigentlich von Amerika aus über den Pazifik?

Das Problem, um vom amerikanischen auf den ozeanischen, meinetwegen auch den asiatischen, Kontinent zu kommen, ist relativ schnell zusammengefasst: Flüge hierher sind eher mau gesäht und wenn es welche gibt, dann sind sie ordentlich teuer. Von Hawaii aus wird es etwas günstiger, von dort fliegen immerhin auch Billigairlines nach Australien. Aber man muss ja auch erstmal nach Hawaii kommen… und eigentlich wollten wir ja erst nach Neuseeland… puuuuuh.

Ja, wir haben uns die Frage sehr lange gestellt, wie wir denn nun auf den asiatischen Kontinent kommen. Man hätte diese Problem natürlich ganz einfach lösen können, indem man eben nicht über die Längengrade reist. Aber abgesehen davon, dass wir schon seit Ewigkeiten von den Vereinigten Staaten träumten und die für uns eben irgendwie zu einer Weitreise gehörten, sind wir einfach nicht der Typ fürs Aufgeben und dafür „den einfachen Weg“ zu gehen. Wieso auch? Der „schwierige Weg“ hat im Nachhinein so viel mehr Spaß gemacht!

Denn lasst euch gesagt sein, wir haben eine super Möglichkeit gefunden, vom amerikanischen Kontinent auf den asiatischen zu kommen – das Zauberwort lautet Cookinseln!

Zehn Gründe, warum die Cookinseln der perfekte Weltreise Stopover sind

Aufmerksam sind wir auf die Cookinseln aus zweierlei Gründen geworden: einerseits die klassische Sonntagsdoku an einem verregneten, grauen, kalten, stürmischen Februartag („Boa, wie cool sind die denn! Lass mal googlen, wieviel die Flüge dahin kosten!“), andererseits durch die Around The World-Tickets von STA-Travel, bei denen die Verbindung von den Vereinigten Staaten nach Neuseeland über die Cookinseln ging. Und da stand fest: das wird unser Stopover! Aber sowasvon!!!

Inzwischen sitzen wir hier im Paradies und haben noch keine einzige Sekunde bereut, so geflogen zu sein! Nein wirklich, wir sind in letzter Zeit echt kritisch geworden, aber diese Insel hat uns umgehauen! Und warum die Cookinseln so wahnsinnig Stopover-tauglich sind möchten wir euch nun vorstellen. Vorhang auf!

  1. Ihr lebt in Europa? Dann ist das jetzt vielleicht die einzige Chance, die ihr jemals haben werdet, auf die Cookinseln zu kommen!

Klingt dramatisch? Nun, dann guckt euch die Flugzeiten an und ihr werdet mir definitiv zustimmen! Die Cookinseln liegen so weit weg von uns und sind per Flugzeug so schwierig zu erreichen, dass das für einen einzelnen Urlaub von Europa aus wohl niemand auf sich nehmen wird – oder hat jemand von euch Lust, die kompletten ersten zwei Urlaubstage nur in Flugzeugen und auf Flughäfen zu verbringen (und das Ganze dann noch mal, nachdem man vom Urlaub erholt ist, nur um gestresst wieder zu Hause anzukommen). Die Chancen dafür stehen vermutlich recht gering, nicht aber, wenn ihr sowieso schon „mehr oder weniger“ über die Cookinseln drüber fliegen würdet.

  1. Ihr steht nicht so sehr auf lange Flüge? Ein Stopover auf den Cookinseln verkürzt euch die Flugzeit!

Klar, ihr müsst anschließend noch weiter fliegen, aber zumindest könnt ihr euch ein paar Tage lang „die Beine vertreten“, bevor es weiter geht – so kommt man doch ein wenig entspannter in Ozeanien an. Die Flugzeit von Los Angeles nach Rarotonga beträgt nämlich 9 Stunden – nach Auckland wären es knapp 13 Stunden, nach Australien sogar fast 16!

  1. Keine Billigairlines – AirNewzealand bringt euch sanft und bequem auf die Cookinseln!

Eine Sache, die mich ja sehr an den Verbindungen über Hawaii gestört hatte, war, dass ich drei verschiedene Flüge nehmen müsste, um günstig in Neuseeland anzukommen und dass alle von Billigairlines durchgeführt werden würden. Normalerweise habe ich ja nichts gegen einen Flug mit einer Billigairline, aber wenn man für praktisch denselben Preis einen Flug mit Airnewzealand bekommt, dann zögert man da keine Sekunde! Meine neue Lieblingsairline brachte mich ratz fatz von Los Angeles nach Rarotonga; ich stieg sogar aus dem Flieger aus mit den Worten „Wie das war’s schon?“ mit einem traurigen Unterton! Angenehmer hätte das ganze wirklich nicht sein können!

  1. In Rarotonga angekommen erwartet euch die wohl mit Abstand freundlichste Flughafen-Begrüßung, die ihr jemals erleben werdet!

Der bis jetzt kleinste Flughafen, in dem ich je gelandet war, war in Bundaberg (Australien), da ich damals in der Stadt als Aupair gearbeitet hatte und da der Flughafen ausschließlich von den einheimischen Australiern genutzt wurde, um von A nach B zu kommen. Ich muss nun (leider) verkünden: Bundaberg ist nicht mehr auf Platz eins, Rarotonga hat sich nach vorne geschoben! Und nicht nur, dass der Flughafen herzlich und klein ist (und das Bordpersonal anschließend, nachdem alle durch die Sicherheitskontrollen gegangen sind, sich einfach selbst auf ihren Roller schmeißen und einfach wieder nach Hause fahren), wir wurden hier allen Ernstes von einem Herren in Blumenhemd empfangen, der Ukulele gespielt hat, während wir in der Schlange auf die Einreise gewartet haben! Entspannter geht es wohl kaum!

  1. Die Cookinseln sind etwas für jedes Budget – auch Backpacker sind hier herzlich willkommen!

Während ich begann, immer und immer verzückter zu werden von der Idee, einen Stopover auf den Cookinseln einzulegen, gab es da noch eine Sache in meinem Hinterkopf, die ein wenig Bedenken verursachte: sind die Südpazifikinseln nicht wahnsinnig teuer?

Dazu kann ich nur sagen: Nein, sind sie nicht! Wer ein bisschen mehr gespart hat, kann es sich hier zwar wirklich super gut gehen lassen, aber auch Backpacker haben hier kein Problem – im Backpackers International gibt es Übernachtungsmöglichkeiten schon ab 20NZD und überall auf der Insel gibt es Supermärkte, die nur ein wenig teurer sind, als die Lebensmittel in Neuseeland.

  1. Die Cookinseln haben die perfekte Größe für einen Stopover

Wer eben nur einen kurzen Stopover auf der Reise von A nach B einlegen möchte, und eben nicht gerade einen ganzen Monat verbringen möchte, den man bei manchen Ländern ja braucht, um ihnen gerecht zu werden, haben die Cookinseln eine wahrlich perfekte Größe für einen Stopover. Rarotonga selbst kann innerhalb von einer Stunde einmal komplett mit dem Bus umrundet werden! Neben Rarotonga gibt es noch Aitutaki, eine kleine Insel mit traumhafter Lagune, die die Besucher anlockt. Natürlich könnte man hier auch Ewigkeiten bleiben und das Inselfeeling genießen, aber wer hier in etwa eine Woche bleibt, der wird es vermutlich schaffen, den Großteil der Insel zu erkunden. Wir waren mit unseren sechs Tagen auf jeden Fall sehr glücklich.

  1. Hier wird schon (noch) mit Neuseeland-Dollar gezahlt

Die Sache mit den verschiedenen Währungen wird wohl für jeden (Welt-)reisenden immer etwas leicht nerviges haben – holt man zu wenig Geld am Automaten, dann muss man noch mal los und wieder die Gebühren zahlen, holt man aber zu viel, sitzt man zum Schluss noch mit zu viel Geld in einer Währung da, die man nie wieder gebrauchen wird und die im besten Falle die Bank zu Hause nicht mal umtauscht. Umso schöner war es, dass auf den Cookinseln bereits in Neuseelanddollar gezahlt wird. Da es für uns anschließend nach Neuseeland gehen sollte, konnten wir also ganz entspannt an die Sache mit dem Geld gehen, denn wenn wir zu viel holen, dann können wir es ganz einfach im nächsten Land weiter benutzen.

  1. Die Cookinseln sind wahnsinnig vielseitig und bieten jedem Reisenden, was er sucht!

Ich bin mir sicher, auf den Cookinseln kommt wirklich jeder auf seine Kosten! Egal ob einfach nur am Strand liegen und entspannen, schnorcheln oder tauchen gehen, Kajak fahren, Mountain biken, wandern in den Bergen von Rarotonga, den Ausblick auf die türkisblaue Lagune von Aitutaki genießen oder shoppen auf dem Nightmarket in Avarua – an Aktivitäten ist hier wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

  1. Ach und übrigens: die Cookinseln sind wirklich traumhaft schön!

Das wohl offensichtlichste habe ich bis jetzt ja ganz vergessen: man reist in erster Linie ja an Orte, weil sie schön sind und man diese Schönheit mit eigenen Augen sehen will. Auch nach fast einer Woche hier sind wir immer noch erschlagen von der Schönheit dieser Insel, dem kristallklarem, türkisfarbenen Wasser, den riesigen Wellen, die an der Kante des Riffes brechen und dem unglaublichem grün, in das die Berge hier gehüllt sind, wenn man sich einmal vom Strand weg dreht. Da haben selbst wir Kritiker Herzchen in den Augen!

  1. Und wir wollen doch alle einmal in der Südsee gewesen sein, oder?

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Punkt noch mit aufnehme, da er ja doch ein wenig statussymbolbehaftet ist. Aber sind wir doch einmal ganz ehrlich: manche Erlebnisse auf Reisen sind das nun mal einfach. Ich bin mir sicher, dass auf jeder Menge Bucketlists der Punkt „Einmal auf eine Südseeinsel reisen“ stehen wird – zumindest stand er auf meiner. Wem ist das denn auch schon übel zu nehmen? Also, last but not least, erfüllt euch einfach diesen statussymbolhaften Wunsch und fliegt auf eine Südseeinsel, denn es war nie einfach als auf diesem Stopover!

Wer sich jetzt in Südseeinsellaune geträumt hat und noch ein bisschen mehr Input möchte, der darf gerne auf unserem Blog adventureinmybackpack.com vorbei schauen, um dem tristen, deutschen Winterwetter zu entkommen!

Anm. d. Red. vom 21.03.18: Mit Bestürzung mussten wir erfahren, dass unsere Gastautoren Marlena und Marc durch einen tragischen Verkehrsunfall in Neuseeland aus dem Leben gerissen wurden. Das Team von STA Travel möchte den Familien, Freunden und Angehörigen sein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl ausdrücken. Wir wünschen ihnen ganz viel Kraft.

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Dos & Don’ts auf einer Weltreise

 

Für ein Jahr lang rund um die Welt reisen, neue Länder und Kulturen kennenlernen, Menschen und Gleichgesinnte von überall treffen, das Leben in vollen Zügen genießen, alles hinter sich lassen und sich stattdessen in aufregende Abenteuer stürzen. All das kann sehr verlockend sein. Auch uns hat es vor genau einem Jahr davon überzeugt, unsere Jobs und unsere Wohnung zu kündigen und uns auf Weltreise zu begeben.

Wir sind Melanie und Philipp aus Salzburg, zwei Reisende die normalerweise ihr tägliches Brot als Sozialarbeiterin und Fotograf verdienen, immer auf der Suche nach neue Herausforderungen oder leckerem Essen sind und im Jahr 2017 unter dem kleinen Projekt “Our.World.Experience” die schönen Fleckchen unserer Erde bereisten.

Sich dafür zu entscheiden auf Weltreise zu gehen ist aufregend, wundervoll und in unserem Fall wohl das größte Abenteuer unseres bisherigen kurzen Lebens. Von der atemberaubenden Natur in Nepal, Neuseeland oder Kanada, den traumhaften Stränden auf den Philippinen, Hawaii oder den Fijis, der einzigartigen Kultur in Indien, Südafrika oder China bis hin zu aufregenden Städten wie New York, Hongkong, Sydney oder San Francisco. Rückblickend sind wir sehr froh den Schritt ins Ungewisse gewagt zu haben.

Doch eine Weltreise kann auch anstrengend, herausfordernd und alles andere als Urlaubsfeeling sein und das beginnt meistens auch schon bevor man überhaupt auf Reisen ist.

Bei den ganzen Dingen, die man vor und während einer Weltreise vielleicht beachten sollte noch den Überblick zu behalten, erscheint manchmal relativ schwierig und auch wir fühlten uns ab und an ein wenig überfordert, das könnt ihr uns glauben! 😊

Um trotzdem den roten Faden beibehalten zu können, findet ihr hier unsere Dos & Don’ts auf einer Weltreise. Teilweise mussten wir diese selbst erst auf die harte Tour lernen. Sie haben uns aber immer wieder weitergeholfen und sind nun hoffentlich auch euch von Nutzen.

Der erste Stopp und auch unser erstes gemeinsames Foto auf unserer Weltreise in Südafrika am Lions Head. Voller Vorfreude, Nervosität und Erwartungen starteten wir in unser Abenteuer rund um die Welt.

 

Die Dos & Don’ts auf einer Weltreise

Dos

“Plane so wenig wie möglich, so viel wie nötig!”

Die Planung einer Weltreise kann einerseits sehr viel Spaß machen, andererseits ist sie aber auch oft mit vielen Ängsten und vielleicht auch ein wenig Überforderung behaftet. Themen wie eine Reiseversicherung, Impfungen, Reiseroute, Visabestimmungen und vieles mehr kommen auf einen zu und eigentlich weiß man gar nicht wo man anfangen soll. „Keine Panik!” Wir können euch beruhigen! Meistens ist es gar nicht so schlimm wie es scheint. Wir haben konkret mit unserer Planung ca. ein halbes Jahr zuvor angefangen und waren dabei sehr froh das STA Travel Reisebüro unseres Vertrauens gleich in der Nähe zu haben. Des Weiteren findet man heutzutage auch unzählige Artikel für die Weltreiseplanung online. Egal wie man es angeht: ob ihr euch für ein Around the World Ticket entscheidet oder eher spontan von A nach B reist, das ist jedem selbst überlassen. Ihr solltet einfach nicht vergessen, dass die Planung zwar das A und O ist und wichtige Dinge auf alle Fälle schon im Vorhinein abgeklärt werden müssen. Es aber anderseits aber auch manchmal besser ist nicht so viel im Vorhinein zu planen. Auf Reisen tun sich immer wieder spontane Möglichkeiten auf und, mal ehrlich, wer kann bzw. will schon ein ganzes Jahr im Voraus planen? Wo bleibt denn da der Spaß?

“Kalkuliere dein Reisebudget realistisch!”

Ein weiterer wichtiger Punkt, wie wir finden (da wir uns selbst leider auch ein wenig verschätzt haben 😊), ist die realistische Kalkulation des Weltreise Budgets. Informiert euch vorab online wie viel man in den jeweiligen Ländern im Durchschnitt für Lebenshaltungskosten oder Transport benötigt. Überlegt euch auch, wie lange ihr in einem Land in etwa bleiben möchtet, ob ihr vor Ort die Möglichkeit habt ein wenig Geld zu verdienen oder auch wie lange ihr euch das Land tatsächlich leisten könnt. Es macht nämlich einen großen Unterschied ob man eher teure oder billigere Länder bereisen möchte. Für uns hat es auch einen großen Unterschied gemacht in welcher Reihenfolge wir welche Länder besuchten. Im Nachhinein betrachtet war es nämlich eher eine “Schnapsidee” günstigere Länder schon am Anfang der Weltreise abzuklappern und die teuren Destinationen eher zum Schluss zu bereisen. Da einerseits unser Budget am Anfang natürlich noch umfangreicher war und wir andererseits auch noch motivierter waren zum Sparen.

“Sichere deine Dokumente auch immer online ab!”

Geht es um wichtige Dokumente wie den Reisepass, Impfausweis, Personaldokumente oder auch die Flugtickets, können wir euch nur empfehlen diese schon vor der Reise online abzuspeichern und immer wieder Backups zu machen. Zwar hat man diese normalerweise immer irgendwo in Reichweite, doch sollte jemals etwas passieren und einem z.B. der Personalausweis gestohlen werden, hat man wenigstens online auf die Kopien Zugriff. Wir haben dabei den Filehosting-Dienst Dropbox genutzt und konnten so weltweit jederzeit unsere wichtigen Dokumente abrufen. Alles, was man dafür benötigt ist eine Internetverbindung und die findet man ja fast schon überall, sogar mitten im Nirgendwo in der Serengeti.

“Nutze die Macht des 21. Jahrhunderts!”

Obwohl das Internet zwar nicht immer nur Vorteile hat, kann es einem hinsichtlich einer Weltreise einiges erleichtern. Wir waren während unserer Reise meistens sehr froh über eine funktionierende Internetverbindung und auch sonst hat uns die Technik des 21. Jahrhunderts immer wieder weitergeholfen. Seien es hilfreiche Apps die einem den Überblick über die eigenen Finanzen erleichtern oder einem die billigsten Campingplätze vorschlagen. Google Maps oder auch Maps.me um sich in fremden Ländern orientieren zu können, diverse Suchfunktionen oder auch einfach nur Google Translate, das uns vor allem in China hinsichtlich sprachlicher Barrieren weitergeholfen hat. Des Weiteren haben wir immer wieder gerne verschiedene Reiseblogs durchstöbert, um uns für die Planung unseres nächsten Stopps inspirieren zu lassen. Wer von dem Ganzen jedoch nicht viel hält, kann natürlich auch noch immer zum guten alten Reiseführer greifen. Diese mussten wir bei 16 Reisezielen jedoch leider aus platztechnischen Gründen zuhause lassen. 😊

“Reise so, wie du reisen willst!“

Egal ob Backpacker-Urlaub, All-Inclusive Resort oder doch lieber Kulturtrip: Reist so wie ihr reisen wollt und habt dabei auch kein schlechtes Gewissen. Es ist eure Weltreise und nur weil jeder andere gerne ins Museum geht oder sich an einem Gummiseil von Brücken stürzt, heißt dass noch lange nicht, dass ihr das auch so machen müsst. Ihr bestimmt was, wohin und wie ihr eure  Weltreise erleben möchtest und das ist ja auch das Tolle daran.

Auf Reisen wird man auch immer wieder gefordert und manche Situationen können ganz schön anstrengend sein. Deswegen ist es manchmal auch einfach besser „abzutauchen“ und mit einem Shaka in den neuen Tag zu starten. So wie wir es auf Hawaii während unserer Reise gelernt haben.

“Meet up with people und sei offen für Neues!“

Reisen macht Spaß, vor allem wenn man mit einem oder mehreren passenden Reisepartnern unterwegs ist. Dabei liegt die Betonung jedoch auf passend – mit den falschen Mitreisenden kann die Reise auch schnell zum Alptraum werden. Jedenfalls sind alle Abenteuer, die man auf einer Weltreise erlebt, umso schöner wenn man sie mit jemanden teilen kann. Am besten lernt man andere Menschen in Hostels z.B. bei Gruppenaktivitäten kennen. Wer von Hostels aber nach der Zeit die Schnauze voll hat kann auch Plattformen wie Couchsurfing, AirBnB, Meetup.com oder workaway.info ausprobieren. Wir haben dabei nur gute Erfahrungen gemacht, sind mit anderen Reisenden in Kontakt gekommen, durften Einheimische und ihren Alltag kennenlernen und haben so auch die ein oder andere Freundschaft geschlossen.

“Reise über Land und mache so viel Roadtrips wie möglich!”

Vor allem das Reisen quer durch das Land kann sehr viel Spaß machen. Wir erlebten dabei immer wieder lustige und unvergessliche Momente wie die abenteuerlichen Busfahrten in Nepals Bergen oder die erstaunlich effizienten Zugfahrten in China. Man lernt dadurch nicht nur sein Reiseziel von einer ganz anderen Seite kennen, sondern kann vielleicht sogar finanziell etwas sparen da öffentliche Verkehrsmittel (besonders im asiatischen Bereich) nicht viel kosten. Wenn ihr immer nur von A nach B fliegt, verpasst ihr alles was dazwischen liegt. Egal ob ihr euch mit anderen Reisenden ein Mietauto leiht und auf einen Roadtrip geht, mit dem Zug quer durch die Natur tuckertt oder beim Busfahren zwischen Ziegen und Hühnern sitzt und mit Einheimischen in Kontakt kommt. All das macht eine Weltreise erst aus!

“Nimm eine Backup-Kreditkarte mit!”

Reisepass und Kreditkarte sind die einzigen Dinge, die man leider unbedingt auf einer Weltreise braucht und ohne die man auch nicht weit kommt. Passe deswegen umso mehr darauf auf. Wir können dir nur empfehlen mindestens eine Backup-Karte wie z.B. eine weltweit gebührenfreie Kreditkarte mitzunehmen. Uns wurde nämlich bereits beim zweiten Stopp in Indien ein kleiner Rucksack (typischer Anfängerfehler) inklusive zwei Kreditkarten (zweiter typischer Anfängerfehler) geklaut. Deswegen: Verstaut die Kreditkarten eventuell in unterschiedlichen Taschen, damit falls dir ein Rucksack gestohlen wird, nicht gleich beide Karten weg sind. 😊

“Genieße jeden Tag und verlasse deine Komfortzone!”

Besonders wenn man länger auf Reisen ist, besteht die Gefahr schnell in eine Routine zu verfallen. Man erlebt jeden Tag so viele neue Eindrücke, dass man diese manchmal gar nicht mehr zu schätzen weiß. Auch wir ertappten uns während unserer Reise immer wieder dabei. Wir empfehlen euch deshalb so gut wie möglich jeden Moment der Reise zu genießen und auch manchmal bewusst ins kalte Wasser zu springen. Probiert Neues, esst lokal, lacht über euch selbst und vor allen Dingen: wagt den Schritt aus der eigenen Komfortzone immer wieder aufs Neue. Eine Weltreise ist die perfekte Chance dafür.

“Halte deine Erfahrungen in irgendeiner Form fest!”

Das bringt uns auch schon zum letzten Punkt unserer Dos bei einer Weltreise. Wie bereits zuvor erwähnt, kann es bei all den Erlebnissen und Erfahrungen, die man von Land zu Land sammelt, leicht passieren, dass man schnell Momente oder gewisse Gefühle und Situationen vergisst. Um dies ein wenig zu vermeiden, kann es hilfreich sein z.B. Tagebuch zu führen um diese Dinge auf ein Blatt Papier zu bringen. Dabei muss man auch gar nicht so viel Zeit investieren und es reicht manchmal auch nur ein Satz zum schönsten und schlimmsten Ereignis des Tages aus. Wir haben uns leider am Anfang unserer Reise dagegen entschieden und bereuen es im Nachhinein ein wenig. Wer von Tagebuch schreiben nicht viel hält, kann sich auch eine andere Art des Erinnerns überlegen: Fotos, Videobeiträge, ein selbstgeführter Blog, Zeichnungen oder sogar Musik, die euch an eine bestimmte Zeit erinnert.

Ein absolutes Highlight während unserer Weltreise war die Wanderung zum Roys Peak in Neuseeland zum Sonnenaufgang. Nicht nur, dass wir die atemberaubende Natur und das Erwachen eines neuen Tages von dort aus bestaunten, sondern auch Philipps Geburtstag mit einem leckeren Gipfelfrühstück feiern konnten.

Don’ts

“Habe keine unrealistischen Erwartungen!“

Ist man länger auf Reisen so ist es ganz normal, dass man auch manchmal müde wird, und zwar reisemüde. Ständig neue Eindrücke und Kulturen verarbeiten, die nächsten Stopps planen, immer wieder die gleichen ersten Gespräche führen, von einer Zeitzone zur nächsten springen und, und, und. Es ist zwar kaum vorstellbar, doch Reisen macht nicht immer Spaß und, wenn man länger unterwegs, ist sehr anstrengend sein. Wir wussten besonders in den ersten Monaten nicht wie wir damit umgehen sollen, dass wir manchmal z.B. einfach keine Lust auf Sightseeing hatten und uns deswegen ein schlechtes Gewissen plagte. Doch nach der Zeit und vor allem nach vielen Gesprächen mit anderen Weltreisenden merkten wir, dass es nicht nur uns so geht. Habt deswegen auch keine unrealistischen Erwartungen und kein schlechtes Gewissen, wenn ihr nicht immer topmotiviert seid, ein Land zu erkunden. Im Gegenteil, legt ab und zu Ruhetage ein in denen ihr ganz bewusst rein gar nichts macht. Das lädt die Batterien wieder auf und ihr könnt im Anschluss die weitere Zeit des Reisens wieder viel mehr genießen.

“Nimm dir nicht zu viel vor! Du kannst nicht alles sehen!“

Einmal den Schritt gewagt, auf Weltreise zu gehen, will man natürlich so viele Orte wie möglich sehen. Auch uns ging es so und wir wollten am liebsten jedes Land, dass wir irgendwie kreuzten auf unserer Reiseroute mit einplanen. Dabei ist das Risiko ziemlich hoch sich zu viele Länder in zu kurzer Zeit zuzumuten. Wir empfehlen deshalb aus eigener Erfahrungen: “Weniger ist oft mehr!” Möchtet ihr ein fremdes Land wirklich besser kennenlernen, solltet ihr auch länger vor Ort sein, um abseits der Touristenpfade den Alltag der Menschen zu erleben. Man kann auf einer Weltreise einfach nicht alles sehen und das ist auch völlig in Ordnung so.

“Lass deine SIM-Karte zuhause!“

Während unserer Weltreise merkten wir schnell, dass die SIM-Karte eins der Dinge ist, die man zu Hause lassen kann. Einerseits gibt es heutzutage fast schon überall billige Prepaid Travel SIM-Karten mit besonders hohem Datenvolumen. Andererseits findet man auch überall Supermärkte, Cafés oder Shopping Malls mit kostenlosen WiFi. So besteht auch keine Gefahr, dass die alte SIM-Karte irgendwie gestohlen wird. Ihr könnt uns glauben, wir sprechen aus Erfahrung. 😊

„Sei nicht zu skeptisch, aber höre auf dein Bauchgefühl!“

Obwohl wir uns eingestehen müssen, dass wir während unserer Reise manche Situationen auch eher skeptisch betrachteten und wir nicht immer wussten, ob jemand “nur” freundlich ist oder vielleicht doch mehr dahinter steckt, können wir rückblickend sagen, dass wir wirklich fast überall nur positive Erfahrungen machten. Sei es Hilfsbereitschaft oder nur ein Lächeln, wir wurden in jedem Land sehr freundlich empfangen. Seid deswegen auch nicht allzu skeptisch und vertraut den Menschen vor Ort. Hört dabei aber trotzdem immer auf euer Bauchgefühl und den gesunden Menschenverstand. Es gibt natürlich auch überall auf der Welt schwarze Schafe.

“Vorsicht Fettnäpfchen!“

Wer in ein fremdes Land reist, kann unbeabsichtigt leicht in einige Fettnäpfchen treten. Sei es eine andere Kultur, die Tischmanieren, der Besuch in einer religiösen Einrichtung, die Begrüßung oder auch die Frage nach dem Trinkgeld. Die meisten Einheimischen sind sehr tolerant und lächeln einfach darüber hinweg… Aber sie freuen sich natürlich umso mehr, wenn man ihre Gewohnheiten kennt! Informiert euch deshalb schon ein wenig vorab über die kulturellen Besonderheiten in den jeweiligen Ländern, auch um peinliche Situationen zu umgehen.

Wohl einer der spannendsten Stopps während unserer Weltreise war Indien. Sei es die Kultur, die vielen Gerüche und Farben oder auch die Vielfalt des Landes – wir wussten gar nicht wie uns geschieht. Doch nicht nur wir waren fasziniert von Land und Leuten. Wie man sieht, basierte das Ganze auch auf Gegenseitigkeit.

“Sei nicht geizig!“

Sparen macht zwar Sinn,vor allem wenn man länger auf Reisen ist, doch dabei muss man auch sein eigenes Mittelmaß finden. Man hat lange für die eigene Reise gespart und sollte so auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich mal etwas gönnt. Findet für euch selbst einfach heraus, wo und wofür ihr Geld sparen möchtet und für welche Dinge ihr dafür lieber mehr Budget einplanen möchtet. Wenn es z.B. schon immer euer Traum war im Great Barrier Reef tauchen zu gehen oder den Grand Canyon aus der Luft zu sehen, dann macht es auch! Man lebt nur einmal!

“Sei auch nicht verschwenderisch!“

Wie du siehst kommt es auf die goldene Mitte an. Man sollte nicht in jeder Sekunde auf der Reise daran denken ob man sich dies oder jenes leisten kann, oder nicht. Andererseits solltet ihr auch nicht verschwenderisch mit dem Ersparten umgehen. Ein bewusster Umgang ist dabei das beste Rezept!

“Nimm nicht zu viel mit!“

Von allen Seiten wird einem geraten “Nimm nicht zu viel Gepäck auf eine Weltreise mit!” Und ja, davon können wir nur zu gut ein Lied singen. Obwohl wir wirklich versuchten so wenig wie möglich mit einzupacken, haben wir rückblickend trotzdem zu viel mitgegenommen. 😊 Wir können euch deshalb nur empfehlen: packt den Rucksack auf alle Fälle schon mal Probe und denkt daran, dass ihr diesen für die nächsten Monate immer mit euch herum schleppen müsst. Als weitere Hilfe findet ihr online wirklich viele tolle Tipps und auch fertige Packlisten, für Dinge, die unbedingt mit oder nicht mit auf die Reise müssen. Weniger ist hier auf alle Fälle mehr und, solltet ihr trotzdem etwas Wichtiges zuhause vergessen, könnt ihr es beinahe überall auf der Welt nachkaufen. Also, keine Sorge!

“Lass den Reiseführer auch mal stecken!“

Auch wenn Planung einiges erleichtert, tut es auch manchmal gut sich treiben zu lassen und planlos durch fremde Straßen zu spazieren. Lasst deswegen den Reiseführer auch mal stecken, googled nicht gleich nach der richtigen Richtung oder sucht auch nicht immer bei einschlägigen Portalen nach dem besten Restaurant. Man nimmt eine neue Umgebung viel bewusster wahr wenn man sie auf eigene Faust erkundet und hat so Gelegenheit immer wieder aufs Neue positiv überrascht zu werden.

“Denke nicht zu viel an die Zeit danach und lebe im Jetzt!“

Tja das hört sich wirklich leichter an als getan. Während man auf Reisen ist, vergeht die Zeit zwar wie im Flug, doch meistens bleibt einem gerade auf Reisen sehr viel Zeit zum Nachdenken. Dinge wie Job, Wohnung, Familie und Freunde schwingen immer wieder mit und spielen besonders bei einer Langzeitreise eine große Rolle. Uns ging es besonders am Ende der Weltreise oft so und wir kamen aus dem Grübeln gar nicht mehr raus. Wo wollen wir eigentlich wieder hin? Finden wir eine Wohnung? Einen Job? Und, und, und…Dabei vergaßen wir fast, die restliche Zeit unserer Reise richtig zu genießen. Deshalb: Macht euch keine Sorgen was danach so kommen mag! Eine Weltreise bietet die Chance sich selbst besser kennenzulernen und dadurch auch vielleicht deinen Weg im Leben zu finden. Denn wie sagt man doch so schön: Nicht das Ziel ist wichtig, sondern der Weg dorthin!

Jede Reise ist einzigartig und mit unendlich vielen Erfahrungen und Erlebnissen verbunden. Egal wie, wohin, wie lange oder mit wem ihr auf Reisen geht – ihr werdet die Zeit nie wieder vergessen. So wie auch wir z.B. diesen Moment am südlichsten Punkt Südafrikas stets in unserer Erinnerung haben werden.

Tja und das waren sie auch schon, unsere Dos & Don’ts auf einer Weltreise. Wir hoffen, wir konnten euch ein paar Anregungen mitgeben. Vielleicht ist ja für die eine oder den anderen auch ein hilfreicher Punkt dabei. Wir sind uns jedenfalls sicher, dass es noch unzählige weitere Punkte geben würde. Doch wahrscheinlich findet man am besten für sich selbst die persönlichen Dos & Don’ts auf Reisen heraus. Viel Spaß beim Erkunden!

Solltet ihr noch weitere Fragen zu uns, unserer Reise oder generell zum Thema Weltreise haben, schaut auf unserer Website vorbei oder schreibt uns einfach. Wir freuen uns immer über neue Post 😊

Alles Liebe aus Österreich,
Melanie & Philipp

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Essen in Südamerika – Diese Leckerbissen solltet ihr nicht verpassen

Lisa und Jens sind mit einem Around the World Ticket von STA Travel in Südamerika, Australien, Neuseeland, Asien und Europa unterwegs gewesen und haben bereits darüber berichtet. Über die kleinen und großen Abenteuer, die sie unterwegs erlebt haben sowie über einige kulinarische Highlights rund um den Globus, schreibt Lisa auf Travelbites.

Kulinarische Leckerbissen in Südamerika

Wie schmecken Empanadas aus Argentinien? Was isst man in den Anden von Peru? Wo gibt es das allerbeste Ceviche? Und was kommt überhaupt in Uruguay auf den Teller?

Für mich ist die Reise in eine Stadt oder ein Land ohne die typischen Bräuche niemals vollständig. Die kulinarische Seite eines Landes gehört für mich genauso wie seine Kultur und seine Menschen einfach dazu. Gerne nehme ich euch daher auf eine kleine Weltreise der Geschmacks-, Geruchs- und Sehsinne mit und stelle euch Gerichte aus einer Vielzahl von Ländern rund um den Globus vor. Wir haben einige Köstlichkeiten, aber durchaus auch kulinarische Besonderheiten probiert. Los geht es in Südamerika, wo im September 2016 auch unsere Weltreise startete.

Für uns Europäer eher ungewöhnliche Dinge kommen in Südamerika ganz alltäglich auf den Tisch. Zum Beispiel Lamafleisch, das wir in Bolivien, mitten in der Salzwüste vom Salar de Uyuni, gegessen haben.

Grundnahrungsmittel in allen Varianten: Maíz & Kartoffeln

Maíz – zu Deutsch ganz einfach Mais – ist einer der favorisierten Bestandteile der südamerikanischen Küche. Er ist günstig und nahrhaft und ersetzt dadurch schon mal andere Beilagen, wie zum Beispiel Kartoffeln. Dabei ist der Mais nicht immer klein und gelb, wie man ihn bei uns kennt, sondern es gibt ihn in allen Größen und Farben, von Hellgelb bis Dunkellila.

Mais wird in Südamerika häufig und in allen erdenklichen Farben und Größen gegessen. Auf dem Markt ausgelegt sieht er besonders schön aus.

Die gelben Körner kann man aber auch verarbeiten und daraus eine köstliche Maismasse herstellen, die dann u.a. hübsch verpackt auf dem Teller landet. Für uns in Europa eher ungewöhnlich, aber definitiv eine Kostprobe wert! Die Humita zum Beispiel ist ein typisches, einfaches Tagesgericht. Und es ist nicht nur in Chile, sondern auch in Argentinien, Bolivien, Ecuador und Peru beliebt. Zubereitet wird die Maismasse dafür aus frischem Mais und wird dann in das Blatt eines Maiskolbens eingewickelt. Zwiebeln, Basilikum und Gewürze verleihen der Humita ihren tollen Geschmack.

Die zugeschnürte Form der Humita ähnelt der einer Fliege, was das Wort auf Spanisch auch bedeutet und der Leckerei zu ihrem Namen verholfen hat.

Aus der Grundmasse der Humita wird in Chile noch ein anderes, sehr traditionelles und vor allem leckeres Gericht gezaubert: Pastel de choclo. Hier dient die Maismasse als Deckel für eine bunte Mischung aus Hackfleisch, Gemüse und einigen weiteren Zutaten, die je nach Belieben variiert werden können. Der Maisauflauf Pastel de Choclo ist vor allem südlich von Santiago, der chilenischen Hauptstadt, verbreitet.

Übrigens gibt es nicht nur zahlreiche Maisarten in Südamerika, sondern auch über 4.000 verschiedene Kartoffelsorten! Die sehen auch größtenteils etwas anders aus, als in Europa bekannt, sind länglich oder farbig. Und wer auf den Gedanken kommt, dass manche der Kartoffeln doch eher aussehen wie Steine, der liegt gar nicht so falsch. Dabei handelt es sich um im Andenhochland traditionell getrocknete Kartoffeln, die man auch Chuño (wenn sie dunkel sind) oder Tunta (die weiße Variante) nennt. Durch mehrmaliges Einfrieren werden die Kartoffeln über Monate oder sogar Jahre haltbar. Um sie wieder genießbar zu machen, legt man sie in ein Wasserbad ein und kocht sie anschließend. Nicht die allerbeste Kartoffel, die wir je gegessen haben, aber auf jeden Fall eine ziemlich gute Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen.

Über 4.000 Kartoffelarten soll es in Südamerika geben! Die erstaunlichsten sind wohl die getrockneten Kartoffeln, die sehr lange gelagert und bei Bedarf durch ein Wasserbad wieder essbar gemacht werden können.

Neben diesen beiden wichtigen Grundnahrungsmitteln gibt es in der südamerikanischen Küche allerlei zu entdecken. Hier lest ihr über bekannte, aber sicher auch einige eher unbekannte Speisen aus Kolumbien, Peru, Bolivien, Uruguay, Argentinien und Chile.

Kolumbien vs. Peru: Wo gibt es das beste Ceviche?

Zunächst möchte ich euch einen südamerikanischen Klassiker vorstellen: frisches Ceviche (manchmal auch auch Cebiche oder Seviche genannt) aus rohem Fisch und Meeresfrüchten. Es wird sowohl an der Küste Kolumbiens, als auch in Peru mit Vorliebe gegessen. Ursprünglich stammt das Gericht vermutlich aus Peru – behaupten zumindest die Peruaner – und die Zubereitung unterscheidet sich in allen südamerikanischen Ländern etwas. Uns hat Ceviche allerdings in Kolumbien am besten geschmeckt!

Kolumbianisches Ceviche, wie wir es zum Beispiel in Santa Marta, direkt an der Karibikküste, gegessen haben, wird von einer rosafarbenen Soße begleitet und oft als Mix aus Fisch und Meeresfrüchten gegessen. Der kleine, proppenvolle Straßenstand etwas abseits der Küste war dabei besonders authentisch für uns. Dort haben wir zwischen Einheimischen und anderen Touristen gesessen und das Ceviche direkt aus einem kleinen Becher gelöffelt.

Ceviche aus Peru wird meistens von einer kleinen Portion Mais sowie weiteren Beilagen begleitet und schmeckt leicht säuerlich. Der Fisch ist roh und wird in recht großen Stücken belassen.

Die Peruaner halten es bei ihrem Ceviche eher ganz einfach. Das Beste peruanische Ceviche haben wir in Lima serviert bekommen. Rote Chilischoten verleihen dem sonst recht trist aussehenden Fischgericht etwas Farbe und außerdem die finale Geschmacksnote. Diese sollte man allerdings später nur mitessen, wenn man es wirklich scharf mag!

Zum Ceviche trinkt man am besten das peruanische Nationalgetränk Nummer 1, Pisco Sour. Es wurde allerdings nicht von einem Peruaner, sondern in den 1920er Jahren von dem Amerikaner Viktor Morris in seiner „Bar Morris“ in Lima kreiert.

Lieblingszutaten der Kolumbianer: Eier, Avocados & Käse

Neben viel frischem Obst und Kokosnüssen findet man einige Zutaten sehr häufig wieder. Das ein oder andere Mal haben wir uns aber schon über die teils kuriosen Essgewohnheiten in Kolumbien gewundert. So bekommt man quasi auf jedem Schnitzel und jedem Stück Fleisch (außer es ist ein wunderbares argentinisches Steak) immer ein Spiegelei serviert und dazu eine Portion Bohnen. Auch Kochbananen und Avocados finden fast immer ihren Weg auf den Teller. Davon haben wir wohl noch nie so viel gegessen wie in Kolumbien.

Auf jedem Teller zum Mittag- oder Abendessen befindet sich ein Ei. Auch die obligatorische Portion Bohnen mit Soße darf in Kolumbien nicht fehlen. Dazu gibt es Reis.

Bereits zum Frühstück gibt es oft eine warme, herzhafte Mahlzeit. Zum Beispiel die Suppe Changua, deren Hauptbestanteile Milch, Ei und Brot sind. Und dazu wird eine Tasse heiße Schokolade mit Käse serviert. Ja, Käse. Weiß und fast geschmacklos schmilzt er am Boden der Tasse und wird anschließend herausgelöffelt. Ein gewöhnungsbedürftiges Geschmackserlebnis, wie wir fanden.

Dann doch statt heißer Schokolade mit Käse lieber mal Helado de queso (Käseeis – haben wir allerdings in Peru gegessen) probieren. Mit einer Portion Zimt oben drauf schmeckt das gar nicht mal so schlecht!

Algenbällchen in Uruguay am Strand & Dia de Ñoquis

In einem kleinen Fischerdorf namens Punta del Diablo, an der südöstlichen Küste von Uruguay, haben wir eine simple wie schmackhafte Kleinigkeit entdeckt: Buñuelos de Algas. Die kleinen frittierten Teigbällchen werden in den hölzernen Strandbuden mit frischen Algen zubereitet. Die Algenbällchen sind eine sättigende Mahlzeit, die man mit einem kühlen Bier genießen kann.

Bei Bestellung von Buñuelos de Algas landen frisch gepflückte Algen in einer gewürzten Eierteigmasse in heißem Öl. Die Zwischenmahlzeit ist günstig und lecker!

Dabei blickten wir auf den Hauptstrand Playa de los Pescadores (Strand der Fischer) mit seinen bunten Holzbooten, die neben dem regelmäßig frischen Fang eben auch die Algen mit an Land bringen.

Eine besondere Tradition hält einmal im Monat auf den Speisekarten in Uruguays Einzug: der Ñoquis-Tag. Dann bekommt man zum Mittagessen überall die italienisch inspirierten Nudeln.

Wer an einem 29. des Monats in Uruguay ist, der darf sich glücklich schätzen: Es ist Ñoquis-Tag! Die etwas abgewandelte italienische Nudelspezialität wird entweder ganz einfach mit Tomatensoße oder auch mit einer schmackhaften Füllung serviert. Der Tradition nach gehört unter den (leeren) Teller am Ende übrigens eine Münze. Haben wir natürlich gemacht.

Nach dem Essen wird in Uruguay Grappamiel, eine Art Honigschnaps, getrunken. Die kleine Flasche hat es danach noch mit auf einige Berge geschafft – denn selbst bei kaltem Wind und Schnee wird einem von nur einem Schluck wunderbar warm.

Argentinische Nationalgerichte: Empanadas & Brot vom Baum

Empanadas sind im Grunde nur halbmondförmige, gefüllte Teigtaschen. Und doch sind sie so viel mehr! Für mich, die ich vor einigen Jahren mal eine Weile in Argentinien gelebt habe, sind sie quasi DER Nationalsnack. Man kann sie zu jeder Gelegenheit und zu jeder Tageszeit essen. Noch dazu gibt es sie mit so vielen unterschiedlichen Füllungen, dass man eine Weile braucht, um sich durchzuprobieren.

Empanadas gibt es auch in vielen anderen Ländern Südamerikas und in etwas anderen Varianten (z.B. in Bolivien). Aber in Argentinien werden sie – ausnahmsweise – nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken und schmecken daher einfach am besten!

Gefüllt werden die Teigtaschen mit verschiedensten Leckereien: Hackfleisch, Hühnchen, Mais, Spinat, Schinken, Käse und vieles mehr. Die Zutaten und Rezepte für die Empanadas variieren je nach Provinz etwas. Das Tollste aber ist für mich immer noch die Kennzeichnung der unterschiedlichen Füllungen: Jeder Rand ist sehr kunstvoll anders gefaltet und es gibt mehrere Dreiecksformen von Empanadas. Kleine Kunstwerke, die so lecker schmecken!

Auf den ersten Blick wirken diese pilzähnlichen Auswüchse auf Bäumen und Sträuchern erstmal nicht essbar. Doch Pan del Indigo kann man tatsächlich essen – auch wenn es sehr wenig Geschmack hat.

Wer etwas Ungewöhnliches in Argentinien probieren möchte, der findet es direkt in der Natur: Pan del Indigo (Brot des Indigo). Das pilzartig aussehende Gewächs wuchert auf Ästen und ist nicht wirklich lecker. Wir würden es wohl eher als geschmacksneutral bezeichnen. Da es aber ganz natürlich vorkommt, war es vor allem bei den ursprünglichen Bewohnern im Süden Argentiniens beliebt. Denn es war bei Wanderungen und auf Jagd stets verfügbar.

Allerlei aus Chile: ungewöhnliche kulinarische Erfahrungen

Schmal und ewig lang schlängelt sich Chile an der Westküste Südamerikas entlang. Und wo es so viel Zugang zum Meer gibt, da landet auch des Öfteren mal etwas aus Selbigem auf dem Teller. Eine so verrückte Variante des Muscheleintopfes wie auf der grünen Insel Chiloé haben wir allerdings noch nirgendwo gegessen. Dort bekommt man im Topf des einheimischen Gerichtes Curanto neben Muscheln direkt noch verschiedene Sorten Kartoffeln und Fleisch serviert!

In den Lokalen (Cocineras) direkt am kleinen Hafen von Dalcahue bekommt man unter anderem den etwas sonderbar aussehenden, aber typisch chilotischen Eintopf Curanto aufgetischt.

In der Hauptstadt Chiles bekommt man im Sommer ein besonderes Getränk an zahlreichen Straßenständen zu kaufen. Mote con Huesillo sieht zugegebener Maßen nicht besonders lecker aus, ist aber sehr erfrischend und gleichzeitig eine Art Zwischenmahlzeit. Dahinter verbirgt sich ein recht süßes, bernsteinfarbenes Getränk mit getrockneten Pfirsichen (huesillos) und Weizengraupen (mote). So schmeckt für uns der chilenische Sommer!

Sieht komisch aus, schmeckt aber! An vielen Straßenständen und Kiosks in Santiago de Chile gibt es kühles Mote con Huesillo zu kaufen.

Die Rezepte zu einigen der hier vorgestellten Gerichte und noch viel mehr Infos zum Essen in Südamerika und seinen Besonderheiten findet ihr auf unserem Blog.

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Panama – Top 8 Aktivitäten in Bocas del Toro

Andrea kennen viele von ihrem YouTube Kanal, in dem sie immer wieder von ihren aufregenden Reisen um die Welt berichtet. Diesen Sommer war sie mit STA Travel in Panama, um dort in einer Sprachschule ihr Spanisch aufzupolieren. Am Morgen wurde fleißig gelernt und den restlichen Tag Bocas del Toro erkunden.

Die Provinz Bocas del Toro liegt auf der karibischen Seite Panamas und ist von unzähligen, traumhaft schönen Inseln geprägt. Auf der Hauptinsel Isla Colón befindet sich der Flughafen und es gibt dort alle westlichen Annehmlichkeiten, wie W-LAN, Supermärkte, Restaurants etc. Doch besonders schön wird es erst, wenn man sich auch mal weiter in die Welt der anderen Inseln aufmacht… aber dazu weiter unten mehr. In Bocas del Toro kann man eine ganze Menge unternehmen und ich möchte euch heute meine ganz persönlichen Favoriten empfehlen.

8 Dinge, die du während eines Sprachkurses in Bocas del Toro tun solltest

  1. Cacao Farm La Loma

Richtiger und vor allem hochwertiger Kakao ist nicht nur unglaublich lecker und gesund, sondern hat auch eine lange Geschichte in Panama. Daher gehört ein Besuch auf eine Organic Cacao Farm definitiv zu den Must Do`s bei einer Reise nach Bocas del Toro.

Mir wurde von Dorothy (eine einheimische Schokoladenherstellerin) La Loma auf Bastimentos empfohlen. Die Cacao Farm ist nur eine kurze Bootsfahrt von der Isla Colón entfernt. Eine kurze Fahrt bis ins Paradies, denn direkt am Steg sieht man erst einmal nur Dschungel. Wunderschön, saftig grün. Genau so liebe ich es, genau deswegen reise ich! Pure Natur und mittendrin wunderschöne Holz-Bungalows, süße Hunde und ein herzliches Team (Karen, Steve & Co) dass alle Tour-Gäste willkommen heißt. Nach einer Führung durch die ökologisch angebauten Kakaobäume, vielen spannenden Infos und dem Genuss von frisch gepflückter Kakaofrucht (schmeckt ähnlich wie Mangosteen) ging es in das Restaurant der Farm. Dank voriger Anmeldung hatte die Köchin ein sehr leckeres veganes Menü für mich gezaubert und ich muss ehrlich sagen, dass es eines der besten Essen war die ich in Panama hatte. Dazu gab es frischen Tee aus Kakaoblättern und wir durften 2 Früchte probieren, die es nur im Dschungel direkt zur Erntezeit gibt, weil wie zu empfindlich für jeglichen Transport sind. Köstlich!

Ich nahm mir am Ende noch ein paar Tüten Kakao Nibs mit und war dankbar für diese spannenden Begegnungen und vielen interessanten Informationen. Man kann im La Loma auch übernachten und hätte ich das früher gewusst, dann hätte ich das definitiv getan. Es ist wirklich ein paradiesischer Ort mit wundervollen Menschen, Natur und Tieren.

Die Tour geht von 11 Uhr bis 14 Uhr und kostete pro Person mit Essen 25$.

  1. Bioluminescence Tour

Zu diesem Tipp gibt es weder Fotos, noch Videos oder viele Worte. Es ist eine dieser Erfahrungen, die für mich definitiv auf den Top 5 Reiseerlebnissen steht und die man einfach ausprobieren muss. Vom Mond abhängig gibt es ein paar Tage im Monat, an dem man die Bioluminescence Tour machen kann. Nach Einbruch der Dunkelheit geht es mit dem Boot hinaus auf die Wellen. Schon das ist sehr aufregend, denn das Boot klatscht über die harten Wellen und Drumherum ist nichts außer Dunkelheit zu sehen. Schwarz. Alles Schwarz. Nur ab und zu sieht man von weitem auf einer der Inseln ein paar kleine Lichter. Nach einem ersten Stopp, an dem man die bei Licht und Bewegung leuchtenden Algen dank Taschenlampe im Wasser bewundern kann, geht es rein ins Wasser. Als ich meine Hand in das Wasser hielt, wurde ich aber gleich ermahnt, da ich dadurch Tiere anlocken würde. Das machte Mut für den nächsten Stopp. Das Boot hielt dann an einer Stelle, an der es anscheinend keine gefährlichen Tiere gibt und an der das Wasser flach ist. Ganz nah an den Mangroven, denn dank ihnen ist dort besonders viel Plankton. Kurz habe ich mich gefragt, was ich da eigentlich schon wieder Irres mache, aber dann bin ich mit Maske und Schnorchel hinein in das dunkle Schwarz. Und sofort taten sich tausende kleine leuchtende Planktonteilchen um mich herum auf. Sobald man sich bewegt beginnen diese zu leuchten. Es war, als würde man in einem Disney Film mit den Fingern Sterne in das Wasser malen. Oben der traumhafte Sternenhimmel und unten dieses unglaubliche Wunder der Natur. Eine intergalaktische Erfahrung quasi.

Es ist wirklich unbeschreiblich gewesen und am schönsten ist es sicher, wenn man diesen Moment mit einem geliebten Menschen teilen kann. Allein war es aber auch unglaublich und so richtig allein ist man ja eh nie beim Reisen ;). Ich würde euch definitiv empfehlen sie mit der Firma von dem holländischen Besitzer zu machen. Wenn ihr vor Ort fragt, dann wird man euch dabei helfen.

  1. Im Haus auf dem Wasser wohnen

Der für mich schönste Ort (zusammen mit der La Loma Farm im Dschungel) ist definitiv auf dem Wasser in der Gegend bei Loma Partida und Isla Tigre.

Schon lange im Voraus hatte ich für die Zeit nach dem Spanisch Sprachkurs mit STA Travel ein paar Tage im De La Luna gebucht und mich sehr darauf gefreut. Die lange und recht teure Bootsfahrt dorthin ist es mehr als wert. Das Gute ist ja immer, dass die wenigsten Leute etwas mehr Aufwand und Kosten auf sich nehmen und so hat man hier wirklich das ursprüngliche Bocas del Toro und nicht die klassischen Party Touristen der Isla Colón.

Die Häuser sind hier direkt am Wasser, denn auf den kleinen Inseln gibt es meist keine Straßen und dafür umso mehr Dschungel. Ich hatte das Haus direkt ganz vorne auf dem Wasser gebucht, mit Schaukel auf dem Balkon und einem absolut freien Blick auf das Wasser und das gegenüberliegende Festland mit Bergen. Als wäre das nicht schon traumhaft genug, hat sich unter dem Haus an den Holzpfählen eines der schönsten Korallenriffe gebildet, die ich in Panama gesehen habe. Und überhaupt ist der ganze Bereich vor dem Resort eines der schönsten Korallenriffe, die ich je gesehen habe. Über 50 Seesterne habe ich „vor der Haustür“ gezählt, bunte Korallen und viele schöne Fische. Meine Tage im De La Luna habe ich lesend in der Hängematte, schnorchelnd in den Riffen und schmusend mit den Rottweilern verbracht. Es war traumhaft! Kein W-LAN und nur ab und zu mal ein vorbeifahrendes Boot oder Kanu.

Die Besitzerin benutzt in der Küche nur frisch aus dem Garten gepflückte und aus dem nahen Umkreis stammende Lebensmittel für ihre köstlichen Kreationen. Ich habe jeden Tag ein mit viel Liebe gekochtes, veganes Festmahl bekommen. Geschmacksrichtungen, die ich so noch nie gegessen hatte. Aber klar, sie kocht saisonal und regional, das kann nur großartig und neu sein. Wenn man Lust hat, dann kann man auch selbst in den Garten gehen und die Zutaten die sie braucht pflücken. Eine sehr meditative Aufgabe und dieses farm to the table Konzept ist meiner Meinung nach der beste Weg, um besonders hochwertige Nährstoffe zu sich zu nehmen und lecker zu essen. Gerade auf Reisen in Mittel- und Südamerika ist das mal eine schöne Abwechslung.

  1. Kakao Zeremonie

Beim Yoga lernte ich an einem Abend die wundervolle Dorothy kennen. Ihre selbst und von Hand gemachte Organic Schokolade gibt es in Bocas del Toro in mehreren Geschäften und Restaurants zu kaufen. Sie benutzt nur sehr hochwertige und vor allem natürliche Zutaten. Mein Favorit ist die mit Kokosblütenzucker gesüßte Schokolade, sie ist eine der besten die ich je gegessen habe!

Mit ihrem Mann bietet Dorothy gemeinsam Kakao Zeremonien an. Das ist auch wieder eine Sache, die man Menschen schwer erklären kann und die sie einfach ausprobieren müssen.

Ich habe zwei andere interessierte Leute aus dem Hostel gefunden und so kamen Dorothy und ihr Partner zu uns auf den großen Balkon, um dort die Kakao Zeremonie mit uns zu machen. Wir redeten viel über Kakao, haben einiges über die traditionelle Nutzung davon in Zeremonien erfahren und auch über die Wirkung auf den Körper. Man kann quasi high werden durch Kakao.

Wir aßen also viel leckere, rohe Schokolade und tranken den mit Gewürzen gekochten Kakao des Schamanen. Wer mag konnte dazu auch noch pure Kakaoblätter rauchen. Danach machte der Mann eine geführte Meditation im Liegen mit uns und ich war sehr entspannt. Ein wohliges Gefühl durchströmte meinen ganzen Körper und ich fühlte mich super friedlich. Nicht groß anders als sonst, aber ein bisschen schon. Ob es das Kakao High war? Ich weiß es nicht, aber die Kakao Zeremonie war sehr spannend und vor allem lecker.

  1. Bocas Yoga

Auf der Isla Colón bin ich während meines Sprachkurses jeden Tag abends zum Hatha Yoga bei Laura Kay im Purple House gegangen. Wieder eine Power Frau, die ihr eigenes Business aufgebaut und sich dadurch ihren Traum erfüllt hat. Davon gibt es  entweder ganz schön viele in Bocas del Toro oder ich habe genau diese Frauen alle getroffen. Sie ist eine sehr spezielle Frau, die ihre eigene Geschichte teilt, um anderen Frauen Mut zu machen in ihre Kraft zu kommen und sich selbst zu heilen, egal was in ihrem Leben passiert ist. Ihre Yoga Stunden sind immer ziemlich gleich aufgebaut, aber genau das habe ich geliebt. Nach nur ein paar Wochen war mein Körper viel kräftiger und auch mental hat mir genau diese tägliche Mischung der Übungen und ihr Zuspruch viel gebracht. Schnell konnte ich Fortschritte sehen und wollte immer mehr, weil es mir so viel Spaß gemacht hat. Egal ob Anfänger oder Profi, Laura baut die Stunden so auf, dass jeder für sich eine gute Praxis hat. Am Morgen gibt es übrigens auch immer Kurse bei einer netten Kollegin, aber zu der Zeit hatte ich immer Unterricht und kann daher nichts dazu sagen.

  1. Katamaran Tour

Wenn ihr nicht unbedingt auf jeden Dollar achten müsst und Bocas del Toro erkunden wollt, dann wählt dafür auf jeden Fall eine Tour mit dem Katamaran. Man ist ganz entspannt auf dem Wasser unterwegs und kann dadurch die Schönheit der Umgebung in vollen Zügen wahrnehmen. Ein wunderschöner Luxus für sich selbst und besser für die Natur, als die Schnellboote.

Wir sind unter anderem zum Estrella Beach gefahren, an dem es früher wohl mal viele große Seesterne gab. Inzwischen, auch dank zahlreicher Touristen, die die Tiere für ihr super Instagram Foto in die Hand genommen haben, leider nicht mehr. Der Strand ist aber trotzdem traumhaft und einen Besuch wert. Ansonsten haben wir auf der Tour noch Schnorchel-Stopps gemacht und ein paar Delfine gesehen. In erster Linie finde ich diese Tour aber empfehlenswert, weil man einen entspannten Tag auf dem Wasser hat und einen kleinen Überblick über die große und wirklich schöne Provinz bekommt.

  1. Banana Bread im Leaf Eaters

Ich war mehrmals im Leaf Eaters essen, weil sie das für mich beste, vegane Essen rund um die Isla Colón haben und die Mitarbeiter sehr nett sind. Es gibt Smoothies, Eis, Tacos, Salate, Bowls und vor allem das weltbeste Banana Bread! Außerdem liegt das Restaurant auch direkt auf dem Wasser und als ich das erste Mal dort war, befanden sich gerade etwa 30 Seesterne direkt unter und neben dem Restaurant. Traumhaft!

Für 1$ kann man mit dem Boot von der Isla Colón zum Leaf Eaters rüberfahren und dann zu Fuß (rechts lang) auf der Insel weitergehen zu einem der wundervollen Strände. Wenn ihr denkt, dass ihr an einem schönen Strand seid, dann geht noch etwas weiter, denn danach kommt der richtig Schöne. Aber welchen auch immer ihr wählt, sie sind alle paradiesisch!

  1. Tu etwas Gutes!

„Etwas Gutes tun“ – irgendwie eine komische Empfehlung für eine Reise? Das finde ich ganz und gar nicht. Denn indem wir andere Länder besuchen profitieren wir von den Annehmlichkeiten vor Ort und nehmen in erster Linie statt zu geben. Panama ist nicht günstig, aber wenn man mal hört wie wenig die Menschen dort durchschnittlich verdienen und dann sieht, wie teuer die Lebenserhaltungskosten sind, dann wird einem klar, warum viele Menschen im Land in Armut leben.

Man kann sich aber nicht nur sozial z.B durch die Hilfe bei Projekten engagieren, sondern zum Beispiel auch dem Krankenhaus auf der Hauptinsel Utensilien des täglichen Bedarfs bringen. Sie können das immer gebrauchen und wenn ihr euch unsicher seid was genau ihr bringen sollt, dann geht ruhig mal vorbei und fragt was sie gerade am nötigsten brauchen.

Auch Straßentiere gibt es einige, denen man etwas Gutes tun kann. Ich habe zum Beispiel mit der Hotel-Leiterin eine Katze zum Tierarzt gebracht, weil sie einen entzündet aussehenden Ausschlag hatte, der von Tag zu Tag schlimmer wurde und dann auch in ihre Augen reichte.

Man muss nicht mal super viel Geld oder Zeit opfern, um etwas zurückzugeben, aber jede gute Tat zählt!

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Israel – Die Highlights auf einen Blick

Nachdem ich euch von meinen Highlights der Panorama Route berichtet habe, kommen hier für euch meine Israel Highlights. Mit dem Rucksack bin ich quer durch das Land gereist und muss sagen, ich bin schwer beeindruckt. Kein anderes Land das ich kenne ist so vielfältig, bunt, religiös und spirituell zugleich. Israel hat für jeden etwas zu bieten. Vom verrückten, warmen Tel Aviv, bis zum Mekka der größten Religionen der Welt, Jerusalem.

Meine Highlights in Israel

Tel Aviv-Jaffa

Diese Stadt ist hip wie keine andere. Die Häuser Tel Avivs sind zwar zerfallen, marode und alt aber bunt. Künstler aus aller Welt toben sich hier aus und bringen wahnsinnig schöne Bilder und tiefgründige Botschaften auf alles, was sie finden können.

Tel Aviv schläft nie, die Uhrzeit steht auf Party und das von Montag bis Montag. Im hippen Viertel „Florentine“ reiht sich eine Bar an die andere.  Hier findet ihr kleine Designerboutiqen, frisch gerösteten Kaffee und jede Menge Kunst und Handwerk. Zur Abkühlung läuft man zu einem der zahlreichen Strände der Stadt. Wenn ihr euch westlich der Stadt haltet, gelangt ihr an den Strand in Jaffa, der heutigen Altstadt Tel Avivs. Tel Aviv war ehemals ein Vorort der alten Hafenstadt Jaffa.

Jaffa ist gegensätzlich zum hippen Rest der Stadt. Die Hafenstadt erinnerte mich an Griechenland oder die Toskana. Durch kleine, verwinkelte Gässchen schlängelt man sich hier bis zum Hafen und kehrt dann in einem kleinen, gemütlichen Falafel-Restaurant ein. Besonders gut haben mir die Offenheit und die Hilfsbereitschaft in Tel Aviv-Jaffa gefallen. Meine hilfesuchenden Blicke blieben nicht lange unbeachtet und gingen dann über in meist längere Konversationen.

Jerusalem

Von Tel Aviv aus, ist man in 45 Minuten in Jerusalem. Am einfachsten und schnellsten nehmt ihr den Bus, der an der Central Station losfährt oder ein Sherut (Sammeltaxi) von diversen Eckpunkten der Stadt aus.

Während Tel Aviv für seine ausschweifenden Partys bekannt ist, wird in Jerusalem gebetet was das Zeug hält. Hier treffen sich Juden zum Sabbat an der Klagemauer, im Hintergrund ruft der Muezzin und mittendrin tummeln sich Christen, die zum Sonntagsgottesdienst gehen. Es fühlt sich gleichzeitig skurril und schön an, zu sehen, wie all diese Menschen der verschiedenen Religionen friedlich und respektvoll miteinander leben.

Der Tempelberg vereint all diese Glaubensrichtungen miteinander und ist zugleich spiritueller Treffpunkt, um das Geschehen zu beobachten. Von hier aus ist auch die Klagemauer nicht mehr weit. Dort musste ich den Fraueneingang nutzen und habe die Juden beim Beten sehen können. Wer möchte kann kleine Briefe mit Wünschen in der Klagemauer verstecken und zu ihr beten. Besonders voll wird es hier mittags und am Sabbat. Ich finde, man sollte die Klagemauer nicht während des Sabbats besuchen, da sie zu dieser Zeit den Juden vorbehalten sein sollte. Das Geschehen lässt sich auch von den Treppen des Tempelbergs aus beobachten.

Totes Meer

Das Tote Meer ist von Jerusalem aus nicht mehr weit. Mit dem Bus fährt man zum öffentlichen Badestrand „En Bokek“, den man nach ca. 1,5 Stunden Fahrt erreicht. Die Fahrt dorthin ist schon ein Abenteuer für sich. Durch wüstenähnliche Landschaften passierten wir einige Checkpoints und durchfuhren hin und wieder kleine grüne Oasen, voller Palmen und Wasserquellen.

Im Toten Meer zu schwimmen ist unmöglich, da der hohe Salzgehalt im Wasser dazu führt, dass alle Körperteile auf dem Wasser treiben. Fast, als würde man in einem großen Topf aus Salzsirup baden. Einzig und alleine in Rücken- oder Bauchlage liegen ist auf dem Wasser möglich. An dem kleinen Kiosk am Strand gibt’s Totes Meer Schlamm, diesen lässt man einfach 15 Minuten einwirken und wäscht ihn hinterher im Wasser wieder ab. Die Haut ist danach glatt wie ein Babypopo 🙂

En Gedi

Die weitläufige Oase „En Gedi“ befindet sich zwischen Jerusalem und dem öffentlichen Strand En Bokek. Das Naturschutzgebiet ist ein Paradies für Wanderbegeisterte und für alle, die gerne in Wasserfällen baden. So wie ich 🙂

Die Natur und die Stille En Gedis haben mich wirklich umgehauen. Vor allem der Ausblick den man hat wenn man nach oben wandert ist atemberaubend! Ich nahm den Weg entlang eines kleinen Wasserfalls, der seine vielzähligen Ausläufer auf der Wanderstrecke hat und bin von dort aus weiter Richtung Gipfel gewandert. Hier kann es sehr steil werden, passendes Schuhwerk ist hier wichtig!

Westjordanland (Westbank)

Um mir ein eigenes Bild von Palästina zu machen, wollte ich bei meiner Israel Reise unbedingt einen Abstecher dorthin machen. Dies alleine zu machen ist schwierig, da man von Jerusalem kommend einen israelischen Fahrer benötigt, der einen bis zum Checkpoint bringt und wiederum einen palästinensischen, der einen am Checkpoint abholt.

Zudem weiß man nie, wie lange die Kontrolle am Grenzübergang dauert. Daher habe ich mich für eine geführte Tour entschieden. Eingeschlossen in dieser Tour waren die Stadt Ramallah mit der Ruhe- und Gedenkstätte des toten Führers Arafat, Jericho, der Jordan sowie Bethlehem mit dem Geburtstort Jesu.

In Bethlehem habe ich zudem die Mauer besucht, die Betlehem und Jerusalem trennt. Hier finden sich zahlreiche Friedensbotschaften und Geschichten zerbrochener Persönlichkeiten, die durch die Trennung von Israel nun perspektivlos in die Zukunft schauen.

Die Tour war für mich sehr bereichernd und vor allem informativ. Wer sich für den Nahost Konflikt interessiert und das Leben der Palästinenser mit eigenen Augen sehen möchte, sollte eine solche Tour unbedingt machen.

 

Mein Fazit zur Israel-Reise

Meine Zeit in Israel war unglaublich interessant, eindrucksvoll aber vor allem war sie sicher. Zu keiner Zeit habe ich mich unwohl gefühlt. Jeder hat mich mit Respekt behandelt und meine Vielzahl an Fragen, mit denen ich gekommen war freundlich beantwortet. Fortbewegen und sich zurecht finden ist in Israel sehr leicht. Allerdings würde ich Unterkünfte vorab buchen, da diese sehr schnell ausgebucht sein können. Ihr solltet euch im Klaren sein, dass während des Sabbats Busse und Züge nicht fahren. Restaurants und Geschäfte sind zu dieser Zeit ebenfalls geschlossen.

Israel ist ein kleines Land und daher kann man in kurzer Zeit sehr viel sehen. Ich bin sehr froh, dieses Land bereist zu haben. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein…

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Kanada Highlights an der Westküste

Sechs Wochen Kanada, sechs Wochen voller Reiseglück und unvergesslicher Erlebnisse. Da fällt es mir bisweilen schwer die Fragen zu beantworten: „Was waren denn nun deine Kanada Highlights? Was darf man nicht verpassen?“ Denn wenn ihr euch draußen in der Natur wohl fühlt, es liebt Tiere zu beobachten, zu Campen und euer Glück in einem Roadtrip zu suchen, dann werdet ihr dieses auf den kurvigen Straßen von British Columbia und Alberta garantiert finden.

Wir sind in Vancouver gestartet. Diese Stadt versprüht Lebensqualität pur. Es wimmelt von tollen Cafés und Restaurants, individuellen Shoppingmöglichkeiten und bunt verzierten Hauswänden. Beeindruckt von Wolkenkratzern, Parklandschaften und grünen Küstenstreifen sind wir hinaus gefahren, ins Umland der Metropole. Mit Blick auf die umliegenden Berge wächst die Vorfreude mit jedem Kilometer!

Einige Male haben wir von anderen Reisenden gehört, dass sie von hier aus direkt nach Banff oder Jasper durchgestartet sind. Das ist natürlich eine Möglichkeit Zeit zu sparen und direkt mit den Aushängeschildern der Regionen British Columbia und Alberta zu beginnen. Jedoch wird dies dazu führen, dass ihr nur jene Bilder zu Gesicht bekommt, die ihr bereits aus Büchern oder Zeitschriften kennt.

Wiedererkennen ist natürlich toll, aber Neues zu entdecken, ist unglaublich. Deshalb haben wir es so gehandhabt, dass wir eine Rundreise machten, bei der die berühmten Nationalparks Teil eines größeren Ganzen waren. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Lebensauffassung folgend, haben wir uns drei Wochen Zeit genommen, die unterschiedlichsten Regionen des kanadischen Westens zu erkunden!

Rundreise durch die Nationalparks

Für uns begann alles in Fort Langley, mit der Erkundung einer historischen Wehranlage. Schauspieler führen herum, erklären Werkzeugbau, laden zum Mitmachen ein und zeigen in tollen Kulissen 150 Jahre kanadische Geschichte! Hier lässt es sich herrlich Kaffee trinken und Ankommen, nach all dem Trubel der Großstadt.

Von hier aus führen euch immer einsamer werdende Straßen Richtung Hope. Doch bevor ihr in dem Städtchen ankommt, in dem die sagenumwobene Rambo-Filmreihe ihren Anfang nahm, laden euch die schönen Bridal Falls und der Manning Provincial Park zu einem herrlich grünen Spaziergang ein.

Kentucky-Alleyne Provincial Park
Im Kentucky-Alleyne Provincial Park könnt ihr hervorragend die Angelroute auswerfen und auf einem der kleinen und unberührten Campsites das perfekte Plätzchen für eine romantische Nacht finden. Wenn ihr dann weiter Richtung Revelstoke fahrt, begrüßt euch nicht ohne Grund schon am Ortseingang eine gigantische Statue von Grizzlybären. Denn wenn ihr euch hier entschließt, den Sonnenuntergang auf dem naheliegenden Berg zu genießen, sind die zotteligen Braunbären sicher nicht weit! Nehmt euch die Zeit für einen kleinen Ausflug und genießt ein unvergessliches Bergpanorama im Mount Revelstoke National Park, erkundet den duftenden Skunk Cabbage Boardwalk und die riesigen, in den Himmel ragenden Bäume des Giant Cedars Boardwalk!

Steht euch auf der Weiterreise der Sinn nach Abenteuer? Haltet direkt an der Crazy Creek Suspension Bridge an und schaut, wie höhentauglich ihr tatsächlich seid! Im Gegensatz zur weltberühmten Hängebrücke in Vancouver, habt ihr hier vielleicht sogar das Glück die Brücke zu einem niedrigeren Preis komplett für euch zu haben!

Glacier National Park
Nehmt euch außerdem Zeit, den Glacier National Park per Fußmarsch zu erkunden! Wir haben hier unsere erste Tageswanderung gemacht und sind zwischen Gletschern und Gipfeln in ein unvergleichliches Spektakel aus Sonne, Gewitterwolken, Regenbogensuperpower und Schneeflocken geraten!

Yoho Nationalpark
Wenn ihr die Stadt Golden mit ihrer historischen Holzbrücke hinter euch zurück lasst, liegt vor euch der Yoho Nationalpark! Hier gilt es die Regenausrüstung anzulegen, um für unglaubliche Wasserfälle, die hier auf euch warten, gerüstet zu sein! Erkundet die Wapta Falls und genießt trotz des Trubels die Aussicht auf den türkis leuchtenden Emerald Lake. Macht in Field ein Bild von dem schönsten Ortseingangsschild, das British Columbia zu bieten hat und schlagt euer Zelt nahe der Takakkaw Falls auf!

Lasst euch außerdem vom hohen Touristenaufkommen rund um den Lake Luise nicht abschrecken und stattet ihm in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden unbedingt einen Besuch ab! Wer will, kann hier auch die Zweisamkeit im Kanu genießen und ein kleines Picknick machen.

Kootenay National Park
Doch Achtung, bevor ihr gleich weiter düst, haben wir einen Geheimtipp für euch: Gönnt euch eine gehörige Portion Abwechslung im Kootenay National Park. Der liegt zwar etwas abseits, ist aber wunderschön! Hier könnt ihr nicht nur über unzählige Brücken hinweg den Marble Canyon erkunden, sondern eure Hände und Füße auch mit der traditionellen und spirituellen Erde der Paint Pots in Berührung kommen lassen! Ihr erfahrt, wie es einer Region ergeht, die einst vom Feuer heimgesucht wurde und warum dies auch ganz viel neues Leben und Erneuerung hervorbringt! Wer es abgeschieden mag, wird sich hier wohl fühlen und bei der Weiterreise Richtung Banff die Aussicht genießen.

Nationalparks Banff und Jasper
Bevor es zum Auffüllen der kulinarischen Reserven und zum Bummeln nach Banff geht, macht Halt am Morane Lake und genießt den Weitblick über die unglaubliche Landschaft, die hier in Türkis und Granit vor euch liegt. Macht euch auf, den Icefield Parkway bei klarer Sicht zu befahren, denn diese Straße, die euch direkt durch die Rocky Mountains führen wird, ist schwer in Worte zu fassen! Wir konnten uns kaum satt sehen und haben fast an jedem Aussichts- und Wanderpunkt gehalten, um einfach all diese schöne Natur in uns aufnehmen und verarbeiten zu können. Wenn ihr die Zeit habt, plant hier unbedingt einige Tage denn, denn nicht ohne Grund sind die Nationalparks Banff und Jasper, die durch diese Straße verbunden sind, weltberühmt!

Wir möchten euch hier ganz besonders die Tour zum Helen Lake empfehlen. Es ist unglaublich, wie sich die Landschaft innerhalb weniger Kilometer verändert. Habt ihr es bis zur Baumgrenze geschafft, erwarten euch Ausblicke, die ihr euer Leben lang nicht vergessen werdet! Und so geflashed, wollt ihr dann garantiert weiter zum Dolomiten Pass und Petto Lake. Wir können euch mit bestem Wissen und Gewissen außerdem den Parker Ridge Trail sowie die Erkundung des Wilcox Pass Trail ans Herz legen. Diese Halbtagestouren sind wunderschön und führen euch zu entlegenen Plätzen, von denen aus ihr fantastische Ausblicke auf die umliegenden Gletscher habt. Für mich definitiv einer meiner Game of Thrones Momente, bei denen ich dachte, so muss es jenseits der Mauer aussehen!

Entlang des Icefield Parkways gibt es unzählige Seen, an denen ihr kurz stoppen und Ausschau halten könnt. Dazu einige hinreißende Wasserfälle und wenn ihr Glück habt, traben hier sogar Hirsche oder Rentiere über die Straße!

In Jasper angekommen heißt es aber nur kurz verschnaufen, denn hier gibts viel zu tun. Leichten Fusses kann das Valley of the Five Lakes erforscht werden. Und nur als Tipp, nehmt eine Ersatz-Speicherkarte mit, hier jagt ein Motiv das nächste! Außerdem lohnt die Reise zum Lake Medicine und Maligne Lake. Diese liegen zwar eine gute Portion entfernt von der Stadt, aber wenn ihr Lust habt, Elchen in freier Natur zu begegnen oder eine gemütliche Bootsfahrt zu unternehmen, führt euer Weg genau hierher! Zur Belohnung für die Mühen solltet ihr unbedingt in der örtlichen Bäckerei in Jasper einkehren und dort nicht nur Kaffee schlürfen, sondern auch mal den Gang aufs stille Örtchen wagen, das ist nämlich sehr unterhaltsam und lehrreich!

Jackman Flats und Wells Gray Provincial Park
Reist ihr dann satt und zufrieden weiter, heißt euch der Mount Robson ganz sicher willkommen und belohnt euch mit seinem majestätischen Anblick! Doch dies sollte keineswegs das Ende eurer Reise bedeuten. Wer Lust hat eine echt kanadische Dünenlandschaft zu erkunden, hält und picknickt im Jackman Flats Provincial Park. Und wer von Wasserfällen und Urwald nicht genug bekommen kann, der ist im Wells Gray Provincial Park genau richtig! Wir haben hier außerdem den Anblick von aus dem Fluss springenden Lachsen genießen dürfen. Ein grandioses Schauspiel der Natur!

Die Rückfahrt Richtung Vancouver hat uns nach mehr als drei aufregenden Wochen dann am Fraser River entlang geführt, wo Seeadler über uns ihre Bahnen zogen und Coyoten aufregend im Wind heulten! Wenn ihr auf Wassersport oder Canyoning steht, müsst ihr hier unbedingt eine Tour mitmachen! Wasser Marsch!

Für alle diejenigen, dann dann noch eine Portion Zeit übrig haben, sagen wir: ab nach Vancouver Island!

Highlights auf Vancouver Island

Wildlife Tour
Hier haben wir im Norden der Insel, in Telegraph Cove, die beste geführte Tour unserer gesamten Reise unternommen. Ripe Tide Grizzly bietet hier eine Tagestour an, bei der ihr mit einem kleinen Boot wieder Richtung Festland fahrt und ihr werdet euren Augen nicht trauen. Im Knights Inlet erwarteten uns mehr als 15 Braunbären, die unterschiedlicher und schöner nicht hätten sein können. Wir haben enorm viel über die Tiere gelernt und hatten von einem durchs Wasser gleitenden Floß den besten Blick. Aber was noch wichtiger war, man gab uns Zeit. Zeit, nicht nur um ein Foto zu machen und weiter zu huschen, sondern Zeit zu beobachten, wirklich zu sehen, zu erkennen und das Verhalten der wilden Tiere zu verstehen! Ich kann euch diese Tour nur ans Herz legen, denn hier weiß man, was man tut und auch – was man nicht zu tun hat im Umgang mit diesen wunderschönen wilden Wesen.

Cape Scott und North Coast Trail
Für uns ging es anschließend weiter nach Port Hardy, um von hier aus unsere Wanderung Richtung Cape Scott und North Coast Trail zu starten. Wer von euch gern unter den Sternen schläft, und ein echtes Wildnis Abenteuer, ganz auf sich allein gestellt erleben möchte, der muss diesen Track erleben! Uns begegneten hier Schwarzbären und Wölfe, wir schwammen mit Robben, durchquerten Wald und Wiesen und schliefen am Strand mit dem Rauschen der Wellen ein.

Victoria
Wem der Sinn jedoch lieber nach Kunst und Kultur steht, für den hält Vancouver Island Victoria bereit! Eine prächtige Stadt mit alten Prachtbauten und einem großen Hafen, von wo aus sich bestens Walbeobachtungstouren starten lassen. Außerdem habt ihr von Victoria aus die beste Möglichkeit den weltberühmten West Coast Trail zu erlaufen. Oder ihr erwandert den Juan De Luca Trail, der euch direkt an entlegenen Strandabschnitten entlang führt.

Ihr seht, ich kann mich weder kurz fassen, noch euch sagen, ihr müsst dieses oder jenes machen. Der Westen Kanadas ist so groß und vielfältig. Egal was euch gefällt oder was ihr unternehmen wollt: ihr werdet fündig werden!

Tofino
Doch bevor ich euch eurer ganz eigenen Reiseplanung überlasse, muss ich euch abschließend noch das kleine Küstenstädtchen Tofino auf Vancouver Island ans Herz legen. Hier könnt ihr alles unternehmen, was das Outdoor Herz begehrt! Von Kajaken und Kanufahren, bis hin zum Stand Up Paddel Board gibt’s hier alles zu leihen, wonach euch der Sinn steht! Wir selbst haben uns für das Ausleihen von Surfbrettern entschieden und erfahren, dass mit dem richtigen Equipment, Surfen auch im Oktober ein riesiger Spaß ist! Wenn ihr also Wasser, Wind und Wellen, guten Kaffee oder auch Yoga und Pilates liebt, dann lasst es euch in Tofino so richtig gut gehen.

Kanada selbst ist für mich ein Highlight! Und was ich euch nach meinem ersten und Tobis drittem Besuch im Westen dieses Landes garantiert sagen kann, ihr werdet es lieben, euch verlieben und garantiert wieder kommen wollen! Deshalb verabschieden wir uns an dieser Stelle mit einem sehnsüchtigen: „Auf Wiedersehen Kanada!“

Freedi & Tobi von Freiseindesign

Gewinnt tolle Fjällräven Rucksäcke und kuschelige Nackenkissen

Das Gewinnspiel ist vorbei und alle Gewinner wurden per E-Mail von uns benachrichtigt. Danke für die vielen Kommentare und das Kanada Fernweh, das ihr damit verbreitet habt.

Damit ihr für euer Kanada Abenteuer richtig gerüstet seid, verlosen wir 4 x Fjällräven Rucksäcke und 4 x kuschelige Kanada Nackenkissen!

Was ihr dafür machen müsst? Verratet uns in den Kommentaren, welches der beschriebenen Highlights auch auf eurer Kanada To-Do Liste ganz oben steht.

Alle Kommentare die bis einschließlich 19.11.2017 eingehen landen im Lostopf. Die Gewinner werden wir per E-Mail kontaktieren. Hier findet ihr mehr Infos zu Kanada und die Teilnahmebedingungen.

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