Hawaii: Reisetipps für Big Island, Maui, Kauai & Oahu

Hawaii! Ein tropisches Paradies mit so viel Highlights, dass man kaum weiß, wo man anfangen oder aufhören soll 🙂 Fotografieren ist meine Leidenschaft, dass dafür natürlich auch die Flora und Fauna von Hawaii herhalten durften, war klar. Für euch kommen hier die schönsten Ecken von Big Island bis Oahu in Farbe und in bunt, garniert mit meinen Reisetipps.

Hawaii Reisetipps: Die schönsten Ecken in Bildern

Big Island

Angefangen bei „entspannt am Strand relaxen“ bis hin zu Ziplining, gibt es auf Big Island wohl nichts, das man nicht unternehmen kann. Ein Mietwagen in Hawaii ist ein absolutes Muss, um die vielen Highlights flexibel auf eigene Faust zu erleben.

Besonders gut gefallen zum Baden hat es uns an der Kua Bay. Sachte Wellen im kristallblauen Meer, weißer Sand und viel Sonne!

Ein echter Traum zum Entspannen für die ersten paar Reisetage.

Schnorcheln am Hapuna Beach Park: von einem Riff vom offenen Meer getrennt, der perfekte Ort um mit bunten Fischen oder (wer etwas Glück hat) Seeschildkröten zu schnorcheln ohne dabei von den Wellen gestört zu werden.

Wer der Kultur von Hawaii ein bisschen näher kommen will, dem rate ich einen Ausflug zum Pu’uhonua o Honaunau National History Park. Den Park haben wir mit einer Schnorchel-Runde am Hapuna Beach Park verbunden.

Mein Tipp: Wenn ihr alle Inseln Hawaiis besuchen möchtet, kauft ihr euch am ersten Nationalpark am besten einen Parkpass. Damit spart ihr etwas Eintritt.

Falls ihr den Weg zum Vulcano Nationalpark bei Hilo auf euch nehmt, solltet ihr unbedingt noch einen kleinen Abstecher den Akaka Falls machen.

Ein beeindruckender Wasserfall inmitten der vielfältigen Flora und Fauna die Hawaii zu bieten hat.

Als Reiseziel hat Hawaiis Big Island jede Menge Abwechslung zu bieten: den einen Tag haben wir schnorchelnd unter Wasser verbracht und am selben Abend sind wir auf den höchsten Berg Hawaii’s den Mauna Kea gefahren, um dort den atemberaubenden Sonnenuntergang anzuschauen. Wenn die letzten Strahlen des Tageslichts erloschen sind, ist man hier den Sternen quasi zum Greifen nah.

Maui

Ein absolutes Muss auf Maui ist die Fahrt auf der tropischen Road to Hana. Die ca. 104 km lange Straße schlängelt sich die Nordküste entlang über mehr als 54 Brücken.

Plant hier unbedingt den ganzen Tag ein. Kleine Seen, Wasserfälle, Wanderstrecken und Obststände laden immer wieder zum Halten und Verweilen ein.

Was man auch überall am Straßenrand sieht, ist die typisch hawaiianische Lei Pflanze. Diese wunderschöne Pflanze wächst wild auf jeder hawaiianischen Insel.

Der Sonnenaufgang auf dem Haleakala Vulkan auf Maui zählt für viele zu den schönsten Sonnenaufgängen der Welt. Ob man hinauffahren möchte, muss jeder selbst entscheiden denn das hat seinen Preis: je nach dem wo man auf der Insel übernachtet, muss man um 3 Uhr morgens schon los fahren um dann gegen 5:30 Uhr zum Sonnenaufgang auf dem Berg zu sein. Da uns hier noch ein wenig der Jetlag in den Knochen steckte, war für den Rest des Tages dann Entspannung angesagt.

Ein schöner Ort auf Maui um abends etwas Essen und Trinken zu gehen, oder auch zum Shoppen ist Lahaina. Direkt am Strand gelegen lassen sich hier auch schöne Sonnenuntergänge beobachten.

Mein Tipp: Burger essen im „Cheeseburger in Paradise“ direkt am Strand!

Kauai

Meine absolute Lieblingsinsel ist Kauai, die auch die Garteninsel genannt wird. Kauai hat super viele schöne Strände zu bieten und man fühlt sich direkt in die Welt von Jurassic Park versetzt. An den Straßenrändern wächst hohes Elefantengras, überall stehen große Bäume und alles ist sehr entspannt. Man merkt eindeutig, dass Kauai die am wenigsten touristischste Insel ist. Was ihr hier unbedingt machen solltet: der Napali Coast einen Besuch abstatten! Das geht mit einem Boot über das Wasser, über Land auf mehrtägigen Treks oder bei einem Helikopterflug. Wir haben uns für Letzteres entschieden. So etwas habe ich noch nie gesehen!

Helikopter-Flug entlang der Napali Coast

Unglaublich bunte Felsen, satt grünes Gras und das alles im Kontrast zum blauen Meer. So viel Schönheit auf einem Fleck. Was wir dann beim Heli Flug noch bewundern konnten, waren die Wasserfälle auf Kauai, der Waimea Canyon, Strände und die grünen Berge.

Das alles auf einer kleinen Insel vereint. Die Welt ist manchmal echt verrückt!

Als super Ausgangspunkt zum Erkunden von Kauai kann ich Po’ipu empfehlen. Hier liegen viele Hotels in der grünen Kiahuna Plantation direkt am Strand.

Mein Tipp: Ihr esst gerne mexikanisch? Dann schaut bei „Da Crack“ vorbei. Das ist ein Street Food Restaurant bei dem sowohl Einheimische als auch Touristen günstig satt werden.

Oahu

Die letzte Insel auf unserer Reise war Oahu. Bei unserem Zwischenstopp haben wir am berühmten Waikiki Beach übernachtet.

Von hier aus gelangt man gut zum Diamond Head. Von dessen Gipfel aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf Waikiki.

Auf Oahu lohnt es sich zur Hanauma Bay zum Schnorcheln zu gehen oder den „verbotenen Trek“ des Dead Men Cat Walk laufen, von hier aus habt ihr einen super schönen Blick auf die Küste.

Viele weitere Tipps zu Oahu und zum Surfen vor Ort, findet ihr in diesem Gastbeitrag.

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Highlights auf Island – Einfach magisch

Jedes Reiseziel ist auf seine Art fotogen. Und bei Island braucht man wirklich erst gar nicht anfangen zu diskutieren 😉 Welche Orte und Gegenden mir während meiner Reise durch Island besonders gefallen haben, stelle ich euch hier in einigen Bildern vor. Und ich könnte wetten, dass viele von euch mindestens genauso begeistert von dieser Insel sein werden, wie es bin.

Island – Eine Insel so vielfältig wie ein ganzer Planet

Reykjavik, die Hauptstadt

Eine super süße und quirlige Stadt mit einer Fußgängerzone, die sich von der „Altstadt“ zur „Neustadt“ erstreckt. Von A nach B braucht man zu Fuß ca. 30 Minuten – wenn man langsam geht. 🙂

Akureyri im Norden

Auf dem Weg in den Norden der Insel nach Akureyri, fährt man entlang der Küste und kommt an unzähligen, kleineren Buchten vorbei.

Alternativ kann man immer wieder einen Zwischenstopp bei einem Vulkan oder Wasserfall machen. Akureyri selbst liegt in einer Bucht, umringt von Bergen, Pferdehöfen und Wiesen. Ein idyllischer Ort, der einen guten Ausgangspunkt für Whale Watching Touren, Reitausflüge oder Nordlichtsafaris (November bis April) darstellt.

Der Vulkan Myvatn und Hverir

Als nächstes stand die „Sumpflandschaft“ um Myvatn auf unserem Programm. Inmitten kleinerer und größerer Seen und Vulkane, steht der große Vulkankrater Hverfjall. Wir haben etwa zwei Stunden gebraucht, um einmal um den Krater herum zu laufen. Von dort oben aus hatten wir einen super Ausblick auf das Sumpfgebiet rings herum.

Weiter ging es nach Hverir, Námafjall und Hverarönd. Ein Gebiet in dem die Erde brodelt, da es hier einen direkten Zugang zu einem unterirdischen Vulkan gibt der noch aktiv ist. An manchen Stellen dampft es aus der Erde und es riecht nach Schwefel. Wirklich interessant.

Walbeobachtung in Husavik

Einen echten Gänsehautmoment erlebte ich in Husavik. Das kleine Fischerörtchen ist bekannt für seine Whale Watching Touren.

Nach kurzer Fahrt mit einem alten Fischerboot durch die ruhig gelegene Bucht, umrandet von Gebirge, erblickten wir eine Buckelwahlfamilie. Mehrere Wale schwammen im kalten Wasser umher und erlaubten uns den ein oder anderen Schnappschuss.

Solch riesige Tiere in ihrem normalen Lebensumfeld zu sehen, ist wirklich unbeschreiblich.

Der Dettifoss

Ein Wasserfall mit einer solchen Kraft und Naturgewalt, dass man sich selbst ganz klein vorkommt…

Nordlichter und Jökulsarlon

Auf unserem Weg zum See Jökulsarlon machten wir einen kurzen Stopp in Höfn. Dort hatten wir enormes Glück richtig aktive Nordlichter zu sehen.

Mein Tipp fürs Nordlichter Gucken: im April und September sind die Nordlichter besonders aktiv und springen über den gesamten Horizont.

Bei der Gletscherlagune Jökulsarlon hatten wir wettertechnisch nicht allzu viel Glück. Aufgrund eines starken Wetterumschwunges, mussten wir unsere Zodiac Tour durch die Lagune leider absagen. Aber auch vom Ufer aus war das Eis in der Gletscherlagune ein wirklich einmaliger Anblick.

Auf dem Weg zum Golden Circle: Fjadrargljufur, Skogafoss und Sellfoss

Auf dem Weg zum Golden Circle mussten wir immer wieder anhalten, da Schäfchen die Straße passierten. Mit aller Ruhe wechselten die Tiere die Straßenseite und die Autos mussten brav warten.

Wir hatten auch einen Übernachtungsstopp bei Fjadrargljufur. Eine etwa 2 km lange Schlucht, bei der mir vorher nie bewusst war, dass es sie gibt. Die Besitzer unserer Pension gaben uns den Tipp und wir sind unendlich dankbar gewesen. Fjadrargljufur ist so mächtig und schön und das ganz abseits der Touristenströme.

Einen weiteren Stopp auf dem Weg zum Golden Circle legten wir in Skogafoss ein. Ein großer Wasserfall der bei schönem Wetter von einem Regenbogen begleitet wird. Richtig magisch.

Und dann war es endlich soweit: mein größter Island Traum sollte in Erfüllung gehen! Wir fuhren beim Sellfoss vor und da war er, der Wasserfall der in jedem Reiseführer Islands zu sehen ist und der alle träumen lässt. Ich war (mindestens) im siebten Foto Himmel 😉

Im Anschluss kamen wir am Golden Circle an, der aus den drei bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands besteht, nämlich einem Geysir, dem Gullfoss und dem Nationalpark Thingvellir. Von letzterem habe ich leider kein gescheites Bild hinbekommen.

Nachdem wir uns von der überwältigenden Schönheit dieser drei Island-Highlights ebenfalls überzeugen konnten, machten wir uns wieder auf den Weg nach Reykjavik.

Islands Hochland und Landmannalaugar

Was wir uns nicht entgehen lassen wollten, war eine Tour durch das Hochland von Island. Da wir uns das auf eigene Faust mit einem Allradfahrzeug nicht zutrauten, machten wir das von/bis Reykjavik während einer Tagestour. Durch verschiedenste Landschaften fuhren wir morgens los ins Hochland. Vorbei an schwarzen Lava-Feldern, leuchtend grünen Wiesen, mächtigen Vulkanen, klaren Bergseen und mächtigen Wasserfällen, erreichten wir nach ein paar Stunden Fahrt Landmannalaugar.

Eine Landschaft aus bunten Bergformationen, heißen Quellen, grünen Wiesen und Schäfchen die am Weiden sind.

Mein Tipp: Schwimmsachen mitnehmen! Nach einer Wandertour kann man in den heißen Quellen wunderbar entspannen, bevor man sich auf den Heimweg macht.

Die Blaue Lagune

Am Abreisetag durfte ein weiterer Klassiker nicht fehlen: wir machten auf dem Weg zum Flughafen noch einen Stopp in der Blauen Lagune. Da viele Flüge von Island aus erst nachts abfliegen, eignet sich der Abreisetag perfekt für einen Besuch. Die Blaue Lagune liegt praktischer Weise auch etwa in der Mitte zwischen Reykjavik und dem internationalen Flughafen Keflavik liegt.

So entspannt bin ich noch nie zurück in die Heimat geflogen!

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Highlights in China – Von Peking nach Hongkong

Ich habe für euch die ganz persönlichen Highlights meiner 15-tägigen Aktivreise durch China in Bildern zusammengefasst. Dabei war ich von Peking nach Hongkong unterwegs, aber seht und lest am besten selbst 🙂

Meine acht Highlights in China

Die Chinesische Mauer

Auf unserer Reise hatten wir in Peking die Gelegenheit sowohl auf dem renovierten, als auch auf dem alten, „wilden“ Teil der Chinesischen Mauer zu wandern. Das Wandern an und auf der Großen Mauer war sehr anstrengend. Wir wurden hier aber durch die einzigartige Aussicht entschädigt. Besonders im goldenen Oktober hat sich uns ein wunderbares Farbenspiel geboten und das meist ohne den störenden Smog. Es war unglaublich!

Shaolin Schule am Fuße des Song Shan

Nach unserem Stopp in Peking fuhren wir mit dem Nachtzug weiter nach Song Shan. Dort übernachteten wir in der Shaolin Schule am Fuße des Mount Song, einer der fünf heiligen Berge des Daoismus. Hinauf ging es mit einer Seilbahn. Oben angekommen bezwangen wir die abenteuerlichen „Wege“ bis zum Tempel auf dem Berg.

In der Schule des Tempels hatten wir die Gelegenheit den verschiedenen Shaolin-Klassen beim Training zuzuschauen. Das war sehr interessant und wir bekamen direkt Lust auch ein wenig mit den Schülern zu trainieren.. 😉

Buddha Grotte Lengmen

Die Longmen Grotte in der Nähe von Song Shan ist das Zuhause von über 100.000 Buddha Figuren. Manche sind gerade mal so groß wie ein Fingernagel, andere so groß wie eine Hand oder ein Mensch. Auf dem Bild seht ihr die größte Statue mit ca. 17 Metern Höhe.

Fotos mit Einheimischen

Aufgepasst: bei den Sehenswürdigkeiten wird man, wie so oft in Asien, schnell selbst zum Fotoobjekt. Doch es gibt kaum etwas Lustigeres als ein Selfie mit einheimischen Touristen zu machen. Wundert euch auch nicht, wenn sich eine Schlange bildet sobald ihr einer Person erlaubt ein Foto mit euch zu machen. Denn wo ein chinesischer Tourist ist, da sind noch viele mehr 😉

Terrakotta Arme in Xi’an

Das große Highlight bei einem Stopp in Xi’an ist selbstverständlich die Terrakotta Arme in der Nähe der Stadt. Allerdings hat Xi’an noch mehr zu bieten, als die regungslosen Krieger.

Eine Fahrradtour auf der alten Stadtmauer zum Beispiel und anschließend ein Abend im Muslim Quarter. Das ist der perfekte Ort um Souvenirs einzukaufen und, um euch den Bauch mit chinesischen Köstlichkeiten vollzuschlagen.

Yangshuo

Das absolutes Highlight meiner Reise durch China war Yangshuo in der Nähe von Guilin. Die Stadt ist inmitten verschiedener Berge und Flüsse gelegen und hat dadurch ein besonderes Flair.

Ein Muss wenn man hier ist: eine Fahrradtour durch die Felder im Hinterland auf dem Weg zum Bamboo Rafting auf dem Yulong River.

Und, wenn ihr schon dabei seid, macht auch gleich noch eine Tour mit dem Kajak auf dem Lijiang River!

Reisfelder von Longsheng nahe Guilin

Wenn man in China ist, darf eine Wanderung durch die Reisfelder nicht fehlen. In der Nähe von Guilin gibt es den Ort Longsheng. Dieser ist besonders bekannt für seine unzähligen Reisterrassen und das idyllische Dörfchen das direkt inmitten der Terrassen liegt.  Hier könnte man tagelang wandern und kommt aus dem Staunen nicht raus. In Longshan hat man auch die Möglichkeit den Einheimischen bei der Feldarbeit zu helfen.

Hafen und Skyline von Hongkong

Von Guilin ging es auf unserer Reise mit dem Nachzug weiter nach Hongkong. Die riesige Metropole lockt mit vielen kleinen Nachtmärkten, jeder Menge Shoppinggelegenheiten und leckerem Essen. Was man meiner Meinung nach in Hongkong auf keinen Fall verpassen darf, ist eine Fahrt mit der Dschunke im Hafen und die Aussicht auf die Skyline vom Victoria Peak, Hongkong Island, aus.

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Südaustralien – Besuch im Barossa Valley

Australien ist nicht nur ein Land für Backpacker, sondern auch für Weinliebhaber. Denn wer Wein liebt, der ist in Südaustralien im Barossa Valley genau richtig. Es zählt zu den besten und bekanntesten Weinanbaugebieten der Welt. Von Adelaide aus ist man innerhalb einer Stunde dort. Da in Down Under eine Promillegrenze von 0,2 herrscht und man die leckeren Weine natürlich auch probieren möchte, gibt es ab Adelaide geführte Touren zu verschiedenen Weingütern. Für solch eine Tour habe ich mich entschieden.

Barossa Valley – Australien für Genießer

Morgens um 7:45 Uhr wurden wir von unserem Fahrer mit einem kleinen Bus für maximal 23 Personen abgeholt. Von Adelaide aus geht es durch einige Vororte, hinaus in die Natur.

Vorbei an Feldern, geschwungenen Wiesen und Eukalyptus Wäldern, bis zum größten hölzernen Schaukelpferd der Welt – dem „Rocking Horse“ in Gumeracha.

Hier legten wir einen Frühstücksstopp ein und hatten Gelegenheit Kängurus und Alpakas zu füttern und mit Papageien zu sprechen. „Hello Dude“ sagte er am Liebsten.

Nach dem kurzen Stopp ging es weiter entlang des Barossa Reservoir zur „Whispering Wall“. Dies ist ein Staudamm in Williamstown der im Jahr 1899 gebaut wurde. Bei den Bauarbeiten fiel den Arbeitern auf, dass sie jedes Wort der Kollegen hören konnten, die am anderen Ende des Staudamms standen. Man stellte dann fest, dass die Form und Beschaffenheit der Mauer den Schall von der einen zur anderen Seite leitet. Unsere Gruppe hatte großen Spaß, sich von der einen zur anderen Damm-Seite zu unterhalten.

Dann gelangten wir ins Barossa Valley. Der Bus bahnte sich den Weg durch die wunderschöne Landschaft. Da es nun auch schon etwas später am Tag war, konnten wir mit dem Verkosten anfangen. Auf dem Plan standen fünf Weingüter.

Das erste Weingut, das wir besuchten, war das „Jacobs Creek“. Dies ist das größte und modernste Weingut im Barossa Valley und exportiert seine Weine weltweit. Hier wurde uns etwas über die Weinherstellung und die verschiedenen Weinsorten erzählt. Am Ende durften wir insgesamt sechs verschiedene Weinsorten und einen Sekt probieren.

Als nächstes besuchten wir das „Kies“ Weingut, das kleinste Weingut im Barossa Valley, welches sehr familiär geführt wird. Hier probierten wir vier Rotweine, einen Weißwein und einen Sekt.

Da ich liebliche Weine eher mag, konnte ich die Rotweine nicht wirklich genießen, ganz gleich von welchem Weingut sie stammten. Das Gute war, dass es auch Leute auf der Tour gab, denen die Roten besser schmeckten, als die lieblicheren, weißen Weine. So konnten wir untereinander tauschen. Die Gruppe wurde von Wein zu Wein lustiger, auch wenn die Gläser bei den Verkostungen nicht wirklich voll gewesen sind.

Der nächste Stopp war am „Saltram“ Weingut. Probiert haben wir hier zwei Weine und uns wurde der große dunkle und kühle Weinkeller mit den großen Weinfässern gezeigt. Hier machten wir auch einen Lunchstopp, den wir mittlerweile auch brauchen konnten. Bestellt wurden für unsere Tische verschiedene Sorten Gourmet-Pizzen die wirklich enorm lecker waren. Dazu gab es frische, knackige Salate und sehr leckere Pommes. Zum Essen konnte man sich auf eigene Kosten auch nochmals kühlen Wein bestellen und wir schafften es, die männlichen Teilnehmer von einem halbtrockenen Riesling zu überzeugen.

Zwischen den verschiedenen Weingütern machte unser Guide Altair mit jeweils passender Musik nochmal richtig Stimmung. Von Oasis über Bon Jovi und sogar deutscher Musik ließ er kein Genre aus. Wir sangen mit und hatten auf den kurzen Fahrten zwischen den Stopps immer unseren Spaß. Selbst, wenn ich heute „Wonderwall“ höre, befinde ich mich in Gedanken sofort wieder in dem Bus, auf dem Weg zu den verschiedenen Weingütern oder mir kommt das furchtbar schlechte Deutsch in den Sinn, mit dem unser Guide bei Glasperlenspiel „Geiles Leben“ versucht hat mitzusingen…

Weingut Nummer vier auf unserer Tour war das „Wolf Blass“. Es ist scheinbar weltweit das bekannteste Weingut aus dem Barossa Valley. Deren Weine wurden bisher mit den meisten Awards ausgezeichnet. Ich muss dazu leider sagen, dass mir die sechs Weine, die wir hier probierten, darunter drei Rotweine nicht besser geschmeckt haben, als bei den anderen. Natürlich kann der Grund hierfür kann aber auch darin liegen, dass wir bis dahin wirklich schon viel Wein probiert hatten und somit der Geschmackssinn nicht mehr so mitgespielt hat…

Das letzte Weingut, das „Lambert Estate“ war wieder sehr modern. Von den sieben zu probierenden Weinen, darunter auch der bekannte „Chocolate“ Portwein, hat mir der „Sweet Jane“ Riesling am besten geschmeckt. Richtig frisch und süß im Geschmack, perfekt für den Sommer. Von diesem Riesling habe ich auch zwei Flaschen gekauft und als Souvenir mit nach Hause genommen. Der Besitzer Jim Lambert erzählte uns ein wenig davon, wie es so ist als Amerikaner in Australien zu leben.

Bevor es gegen 16:00 Uhr zurück nach Adelaide gehen sollte, besuchten wird noch den Mengler`s Hill Lookout. Von hier aus hatten wir einen wunderbaren Blick über die Weinregion des Barossa Valley. Mit unseren neuen Lieblingsweinen in der Tasche, kamen wir dann gegen 17 Uhr wieder in unserer Unterkunft in Adelaide an.

Ein rundum gelungener Tag mit einem Haufen toller Erinnerungen!

Die Weine die ich mit nach Deutschland genommen habe, schmeckten im winterlichen Zuhause nicht ganz so gut wie im Sommer in Australien, leider 🙂

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Südaustralien – Atemberaubendes Kangaroo Island

Viele Backpacker, die nach Australien reisen, gehen an die Ostküste, um das Great Barrier Reef, Whitsunday Island, Fraser Island oder eine der vielen Städte wie Brisbane oder Sydney zu sehen. Ich habe mich auf den Weg nach Adelaide gemacht, um (nach Tasmanien und Melville Island) die drittgrößte Insel Australiens zu besuchen – Kangaroo Island!

Kangaroo Island – Eine Insel ganz groß

Um nach Kangaroo Island zu kommen, fährt man ca. anderthalb Stunden mit dem Auto oder Camper von Adelaide aus, über die wunderschöne Fleurieu Peninsula nach Cape Jervis.

Da meine Tour direkt morgens in Adelaide startete, fuhren wir in der romantischen Morgensonne durch die wunderschönen Landschaften. Auf dem Weg konnten wir bereits die ersten Kängurus sichten, die gemütlich den Tag begannen.

Von Cape Jervis aus dauert es, je nach Wetterlage, etwa 45 Minuten, um mit der Fähre nach Penneshaw auf Kangaroo Island überzusetzen. Schon die Überfahrt ist sehr vielversprechend. Wer Glück hat, kann währenddessen bereits Wale oder Delfine vorbeischwimmen sehen. Oder man genießt einfach die Aussicht auf das blaue Meer und die immer näher rückende Insel.

Tag 1: Pelican Lagoon, Seal Bay und mehr

In Penneshaw angekommen, stiegen wir alle wieder in unseren Tourbus ein. Von dort aus starteten wir unsere Tour über Kangaroo Island.

Unser erster Stopp führte uns zur Pelican Lagoon.

 

Es war so zauberhaft schön dort, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass es auf Kangaroo Island noch schönere Strände geben sollte. Unser Guide war da wohl anderer Meinung. Er grinste mich an und meinte, dass ich mich einfach überraschen lassen soll…

Zunächst ging es für uns weiter in Richtung Seal Bay. In der Nähe der Bay machten wir einen Lunch Stopp und wanderten im Anschluss etwa 15 Minuten lang eine rote Straße entlang, hinunter zum Bales Beach. Dort angekommen, konnte ich wieder einmal meinen Augen nicht trauen, was die Welt Wunderschönes zu bieten hat! Gerade noch auf roter Erde in Richtung Strand gelaufen, im nächsten Moment an einem traumhaft weißen Sandstrand angelangt. Einfach verrückt!

Dann fuhren wir weiter zur Seal Bay, ein Strand, an dem man wilden Seehunden ganz nah sein kann. Unser lokaler Guide, erklärte uns vor Ort alles ganz genau und zeigte uns die Seehunde. Wir konnten ihr auch viele Fragen stellen: wie alt die Jungtiere sind; ob es dort im Meer viele Haie gibt, vor denen sich die Seehunde in Acht nehmen müssen; oder, was die Säugetiere den ganzen Tag über so alles fressen. Das war super interessant und wir konnten zwei Jungtieren sogar beim Jagen einiger Möwen zuschauen.

Nachdem wir uns im Anschluss in der Little Sahara im Sandboarden versucht hatten, gab es abends in unserer Unterkunft ein paar leckere, wohlverdiente Wraps. Bei dem ein oder anderen Bier ließen wir den Tag und das Erlebte entspannt Revue passieren.

Tag 2: Flinders Chase Nationalpark und Vivonne Bay

Der folgende Tag brachte uns in den Flinders Chase Nationalpark. Ein Tag, der Tiervielfalt und unvergessliche Landschaften versprach. Zuerst machten wir im Park einen „Nature Walk“, dabei konnten wir Koalas, Papageie und Kängurus in freier Wildbahn erleben.

Weiter ging es zu den „ Remarkable Rocks“, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben! Inmitten einer grünen Landschaft, am Rande des blauen Meers, lagen auf einer Erhöhung jede Menge interessant geformte, rote Steinbrocken herum, auf und zwischen denen man spazieren konnte. Noch surrealer wurde es, als wir von oben aus den Blick auf den weißen Strand nebenan hatten! Wirklich unbeschreiblich schön und mir wurde klar, dass der erste Programmpunkt dieses Tages noch lange nicht das Highlight gewesen sein sollte.

Von den Remarkable Rocks aus, fuhren wir die Küste entlang in Richtung Admirals Arch. Dort erblickten wir auch wieder den ein oder anderen Seehund. Was hierbei verrückt gewesen ist: es handelte sich um eine Seehundart, die eigentlich „nur“ in Neuseeland zu finden ist.

Der Admirals Arch ist ein großer Steinbogen am Ende eines Weges. Unsere Kameras konnten die volle Pracht gar nicht richtig einfangen, aber wir haben unser Bestes gegeben.

Der letzte Stopp unserer Tour auf Kangaroo Island war Vivonne Bay. Von Dezember bis Februar kann man hier schnorcheln. Leider war das Wasser im November viel zu kalt und wir konnten uns die Bucht nur von dem langen alten Holzsteg aus anschauen. Aber allein das, war bereits ein wunderbarer Anblick!

Im Anschluss ging es wieder zurück an den Hafen in Penneshaw, setzten nach Cape Jervis über und genossen auf der Rückfahrt nach Adelaide noch einmal die schöne Landschaft der Fleurieu-Halbinsel.

Für mich waren das zwei wundervolle Tage, mit so vielen schönen Eindrücken, die für ein ganzes Jahr reichen würden! Selbst jetzt, kann ich immer noch nicht ganz begreifen, was ich im Süden Australiens auf Kangaroo Island alles erlebt und gesehen habe.

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