Asien

5 Highlights in der Mongolei – Moritz Um Die Welt

Von Gastblogger , 24. November 2016

Kopfzerbrechen. In keinem Land, das ich jemals bereist habe, viel es mir so schwer davon zu erzählen, was mir am besten gefallen hat. Es sind keine bestimmten Orte, die hängen geblieben sind – nicht dass es diese nicht gegeben hätte – vielmehr schwirren da so viele verschiedene Momente und Eindrücke in meinem Kopf herum. Diese unendliche Weite, die Nomadenfamilien die einen in ihre Jurte winken und der Versuch anzukommen.

Meine 5 Highlights in der Mongolei

1. Draußen x Zeitlos

Über 20 Tage nur in Zelten oder Jurten schlafen. Internet? Fehlanzeige. Nur diese endlos wirkende Natur und alle paar Tage mal wieder eine kleine Stadt. Es tut gut draußen zu sein, rauszukommen und nach nur ein paar Tagen bereits komplett ohne ein Zeitgefühl durch den Tag zu stolpern. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter.

Zelt aufschlagen: Erster Versuch.

Die kleine Bibliothek unseres Busses.

Finde unser Camp!

Wer braucht schon Duschen.

Hallo Milchstraße.

2. Tiere

Auf einen Mongolen kommen gefühlt 20 Tiere. Und ich spreche nicht von irgendwelchen Tauben oder Feldmäusen. Ne… keine kleinen Dinger. Sondern Kühe, Yaks, Kamele, Pferde und so. Es ist vermutlich schwerer auf Berlins Gehwegen in einen Hundehaufen zu laufen, als in der endlosen Graslandschaft der Mongolei in einen riesen Haufen Yakmist. Trotzdem ist das wunderschön: Wenn morgens eine Yakherde dein Zelt streift, dir eine Ziege neugierig in die Kameralinse kriecht oder du plötzlich von einem wildfremden Mongolen gebeten wirst auf eines seiner Pferde zu springen.

Ein Nomade lädt uns mit irgendwelchen Handzeichen ein sein Pferd zu reiten.

Pferdeflüsterer Moritz

3. Dieser Himmel

Sonnenuntergänge: Für Einige bin ich irgendwelche Berge hinaufgekraxelt – wieder andere zogen mich in die Wüste Südafrikas. Jedes Mal der gleiche Gedanken: Das war jetzt aber der Schönste bisher! Und dann kam die Mongolei mit ihren unzähligen atemberaubenden Sonnenuntergängen. Die flache Steppe verliert sich in Hügeln irgendwo am Horizont. Die unscheinbarsten Abende verwandeln sich innerhalb einer halben Stunde in ein orangefarbenes Meer. Ich erspar euch jetzt mal 23 x Sonnenauf- und untergang. Der hier war definitiv das Highlight:

4. Nadaam Festival

Die ersten Juliwochen versetzen die Mongolei in einen Ausnahmezustand: Bis in die letzten Winkel des Landes ist das Naadam in aller Munde. Man bereitet die Pferde vor, trainiert für die kräftezehrenden Wrestlingkämpfe oder prüft seinen Bogen bis ins Detail. In der Hauptstadt ist es mittlerweile ein Event der Superlative geworden. Dabei sind es grade die kleineren Feierlichkeiten des Naadam Festivals, die es sich zu besuchen lohnt. Die neuen mongolischen Volkshelden werden in insgesamt drei Disziplinen gekürt: dem Ringen, dem Bogenschießen und einem Pferderennen. Insbesondere für die jungen Mongolen ist das Nadaam Nationalfest ein Hoffnungsträger, hat es doch bereits viele Sportler weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht.

Mongolische Ringer beim Kampf – viele der Vorrundenkämpfe finden Zeitgleich in der Mitte des Festivals statt.

Die ungewöhnliche Tanzzeremonie vor und nach den Kämpfen.

Bogenschütze auf dem Naadam.

Bei den Pferderennen treten ausschließlich junge Mongolen an.

Abkühlung gefällig?

5. Das Leben der Nomaden

Zwar ziehen nicht mehr so viele Nomadenfamilien wie früher von Weideplatz zu Weideplatz, dennoch leben über 30 Prozent der Mongolen noch nomadisch. Ein Leben, in das ich in meinen Tagen in diesem Land immer wieder eintauche. Unzählige Male laden einen die gastfreundlichen Mongolen in ihre Camps ein und versuchen mit Händen und Füßen ein Gespräch aufzubauen. Achtung an alle Veganer #novegan – man trinkt Airag (gegorene Stufenmilch), kaut auf steinhartem Aruul (getrocknetem Quark) und wird mit Chuchuur versorgt (Teigtaschen mit Schafsfleischfüllung).

Der jüngste Sohn der Familie beim Eintreiben der Schafherde.

Die Jüngeren einer Nomadenfamilie freuen sich über die Abwechslung und verbringen den Abend mit uns.

Typisch gedeckter Tisch für Gäste.

Aruul hängen zum trocknen.

Anführer einer Nomadenfamilie im Norden der Mongolei.

 

Die Overland Tour durch die Mongolei  war der krönende Abschluss von Moritz Reise um die Welt. Hier kommen nochmal die einzelnen Stationen und Länder zum nachlesen:

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