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11 Dinge, die ich auf meiner Weltreise gelernt habe

Von Gastblogger , 08. August 2017

Es ist kaum zu glauben, dass sich meine Weltreise schon gen Ende neigt. Ich habe nicht nur unzählige unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen im Herzen, sondern ich durfte auch viele wundervolle und inspirierende Menschen kennenlernen, so viel Schönes von dieser Welt sehen und vor allem sehr viel dazu lernen. Diese Reise war ausnahmslos das Beste, das ich je gemacht habe und hat mich in jeder Hinsicht wachsen lassen, mich bereichert und beschenkt.

In acht Monaten Weltreise bin aus einem Flugzeug mehrere Kilometer tief gesprungen, bin mit wilden Delfinen im Meer geschwommen, habe am Strand bis zum Sonnenaufgang gefeiert, bin mit dem Auto tausende Kilometer auf der anderen Straßenseite gefahren, durfte atemberaubende Sonnenuntergänge sehen, habe andere Kulturen kennengelernt, Kängurus in freier Wildbahn gesehen, habe einen Vulkan bestiegen, war bei einem balinesischen Heiler, habe die Seele auf grünen Inseln baumeln lassen, und, und, und. Ich habe den Moment gelebt und erzähle euch heute von den wichtigsten Dingen, die ich auf der Reise gelernt habe.

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Das habe ich auf meiner Weltreise gelernt

1) Wir sind alle gleich.

Wenn man mit BrasilianerInnen über Tinder spricht, mit AmerikanerInnen über dieselben Ängste und Träume, mit LibanesInnen über den Platz in der Gesellschaft oder mit KanadierInnen den selben Musikgeschmack teilt – dann merkt man schnell: wir sind alle gleich. Zwar kommen wir alle aus verschiedenen Kulturen und sind anders aufgewachsen, doch sind wir alle Menschen, mit Seele und Herz und uns oft ähnlicher, als wir zu glauben scheinen.

2) Vorurteile und Stereotypen bestätigen sich fast nie.

Bevor man mit einem Menschen spricht, hat man diesen oftmals in seiner Vorstellung schon in eine Schublade gesteckt. Basierend auf der Körpersprache, verschiedenen Aussagen oder dem Aussehen. Doch besonders auf Reisen wird man oft eines besseren belehrt: sobald ich jemanden kennenlernte, wurde jede einzelne Schublade aufgesprengt und verschwand.

3) Die eigene Komfortzone zu verlassen ist eines der bereicherndsten Erlebnisse.

Die eigene Komfortzone zu verlassen macht Angst und erfordert Mut. Doch lernt man dabei nicht nur viel über sich selbst, sondern hat zudem die Möglichkeit Dinge zu machen, die man so niemals hätte erleben können – noch dazu ist man so stolz auf sich selbst, sich überwunden zu haben.

4) Auf seine Intuition vertrauen.

Im Alltag hatte ich das Gefühl weniger auf meine Intuition zu vertrauen, als ich das auf Reisen tue. Unterwegs lernt man wieder mehr auf sein Bauchgefühl zu hören und schneller Entscheidungen zu treffen. Will ich morgen die Bootstour mitmachen? Will ich bei diesem Taxi-Fahrer mitfahren? Will ich diesen Weg entlang laufen oder lieber wieder umkehren?

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5) Das nächste Mal einen kleineren Backpack dabei haben.

Oh ja! Ich hatte einen älteren, schweren, massiven Koffer dabei, den ich zum Rucksack umfunktionieren konnte. Das war natürlich sehr praktisch, aber als Backpack war er einfach zu groß und hatte zu viel Eigengewicht. Besonders für Asien lohnt sich meiner Meinung nach ein leichterer Backpack.

6) „Warum nicht?“ ist das beste Motto einer solchen Reise.

Auf der Reise habe ich Fragen zu Ausflügen oder Abenteuern stets mit der Gegenfrage: „Warum nicht?“ beantwortet. War meine innere Antwort lediglich eine Ausrede, habe ich stets zugesagt. Und damit die besten Erlebnisse, Reisebuddies, Hostels oder Reiserouten erlebt.

7) Eine grobe Planung ist gut, aber spontanes Reisen kann sehr befreiend sein.

Hätte ich meine Reise komplett durchgeplant, wären mir Begegnungen mit so vielen tolle Menschen, einmalige Erlebnisse und wunderschöne Orte flöten gegangen. So konnte ich stets meine grobe Route einfach anpassen und mit neuen Freunden weiter reisen oder einen Ort kennenlernen, den ich nicht auf meiner Liste stehen hatte.

8) Distanzen bekommen eine völlig neue Bedeutung.

Für einen Tag in eine Stadt vier Stunden unterwegs zu sein, oder 12 Stunden im Zug für ein Wochenende – das kann schon mal vorkommen. In Deutschland ist es mir manchmal schon zu weit drei Stunden zu fahren. Doch wenn ich dann von einer Reisenden aus Kanada höre, dass sie endlich in der Nähe ihrer Familie lebt – wir sprechen von einer achtstündigen Autofahrt – merkt man, dass wir in Europa wirklich sehr gut und schnell vernetzt sind.

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9) Man lernt, die kleinen Dinge zu schätzen.

Nach vielen Monaten auf Reisen vermisst man manchmal die kleinen Dinge des Lebens. Beispielsweise hat es mich nach zwei Monaten sehr gestört, dass ich an den meisten Orten in Asien nicht einfach mein eigenes Frühstück zubereiten konnte, sondern morgens (als Morgenmuffel!) stets nach einem Restaurant suchen musste. Und dann weiß man nicht, ob das Essen auch wirklich schmeckt oder man es verträgt. Es ging sogar so weit, dass ich deswegen todunglücklich war. Erst als ich an einem Ort für mehrere Tage blieb UND es gutes Frühstück gab, hob sich meine Laune.

10) Oft akzeptiert man jeden einfach so, wie er/sie ist.

Auf Reisen sind meist die letzten Fragen, die man im ersten Gespräch stellt, was man beruflich macht oder wie man eigentlich heißt. Man akzeptiert die Menschen einfach so wie sie vor einem sitzen. Mit ihrer Lebensgeschichte, ihren Träumen und Zielen. Da wird nicht gefragt, WIESO man dies oder jenes in der Gesellschaft nicht macht, sondern man wird nach seiner Persönlichkeit gefragt. Das ist herrlich erfrischend und ich freue mich immer wieder auf neue Menschen – und ist man einmal mit jemandem nicht auf einer Wellenlänge, dann ist das auch okay. Denn man ist nicht dazu gezwungen Zeit miteinander zu verbringen.

11) Doch man findet überall Freunde, mit denen man auf einer Wellenlänge ist.

Der schönste Punkt auf dieser Liste: Menschen, mit denen man sich sofort versteht und auf einer Wellenlänge ist, findet man meist überall. Vielleicht gibt es auch einmal ein, zwei Tage, an denen man zwar tolle Menschen kennenlernt, aber niemanden, mit dem es so richtig „klickt“. Doch dafür ist die andere Zeit dann so viel lustiger, intensiver und schöner. Freundschaften bilden sich, die hoffentlich lange halten und noch viele weitere Reiseerinnerungen mit sich bringen. Man hat Freunde auf der ganzen Welt und macht die Welt zu seinem Zuhause.

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