Ozeanien

10 Tipps für den perfekten Roadtrip durch Westaustralien

Von Gastblogger , 01. März 2018

Roadtrips sind zu einer meiner liebsten Reise-Arten geworden. Man kann an den Plätzen und Aussichtspunkten anhalten, die einem gefallen, das eigene „Zuhause“ ist stets dabei und man ist auf niemand anderen angewiesen. Nach meinen Roadtrips in Island und Irland, ging es letztes Jahr auf Weltreise und nicht nur für zwei Monate mit dem Auto durch Neuseeland, sondern auch nach Westaustralien! Dieser Teil des Landes stand schon länger auf meiner Bucketlist und so war der Roadtrip eines meiner Highlights: es ging für zwei Wochen die Westküste Australiens entlang!

Während viele Reisende die Ostküste bereisen, punktet die Westküste mit ruhigen Straßen und Orten, vielen Einheimischen, die hier ihren Urlaub verbringen, einem endlosen Horizont, der sich hinter atemberaubenden Panoramen erstreckt, unberührte Natur, in der euch heimische Tiere begegnen können und wunderschöne Sonnenuntergänge entlang der Küste. Plant auch ihr einen Westaustralien Roadtrip, dann habe ich heute ein paar hilfreiche Tipps für euch.

10 Tipps für einen Westaustralien Roadtrip

1. In Australien wird auf der linken Straßenseite gefahren und ihr braucht einen internationalen Führerschein! Zudem könnt ihr meist erst ein Auto ab 21 Jahren anmieten. Tipp: bevor ihr viel Geld für das tägliche Navi der Autovermietung bezahlt, ladet euch auf das Smartphone offline Karten runter. Diese funktionieren über GPS und haben mir bisher immer sehr gut geholfen. Außerdem könnt ihr Lesezeichen setzen und so eure Favoriten merken!

2. Wenn ihr euren Mietwagen abholt, fragt nach, ob ihr damit off road fahren könnt. Meist müsst ihr dafür einen höheren Betrag an Versicherung bezahlen, doch liegen verschiedene Nationalparks abseits der großen Highways – beispielsweise der beliebte Karijini Nationalpark. Entscheidet ihr euch gegen eine Tour zum Karijini (es sind noch einmal um die sieben Stunden Fahrt pro Strecke inlands), lohnt es sich trotzdem vorher einmal die Route mit der Autovermietung abzuklären, um auf der sicheren Seite zu sein.

3. Wie vielerorts in Australien, können auch an der Westküste die Strecken sehr lang sein. Es gibt unzählige Kilometer zu fahren – wechselt euch am besten immer mal mit dem Fahren ab. Während ich es am Anfang noch ein wenig komisch fand, so wenigen Menschen zu begegnen und den endlosen Horizont vor mir zu sehen – ich habe genau diesen Blick schätzen gelernt und ihn nach ein paar Tagen vollends genossen. Unberührte Natur soweit man schauen kann, das ist ein unglaublicher Blick!

4. Da viele Kilometer gefahren werden, ist es immer ratsam so früh wie möglich zu tanken. Die nächste Tankstelle kann ein paar hundert Kilometer entfernt sein. Besonders im australischen Outback möchte man nicht wegen fehlendem Benzin stehen bleiben. Solltet ihr doppelt sicher gehen wollen, könnt ihr einen Kanister Benzin mitnehmen. Für die Route entlang der Westküste werdet ihr es aber wahrscheinlich nicht brauchen. In regelmäßigen Abständen findet ihr hier Tankstellen.

5. Versucht euren Tag so zu planen, dass ihr nicht in der Dämmerung fahrt. Viele Auto-Versicherungen haften nicht für Wildschäden außerorts ab der Zeit der Dämmerung und es ist auch schlichtweg gefährlich. Sobald die Sonne untergeht, werden besonders Kängurus aktiv und springen gerne auch einmal auf die Straße, genauso aber auch Emus – so oft kommt hier ja auch kein Auto vorbei!

6. Im Outback gibt es fast keinen Radioempfang, also ladet euch vorher eine Playlist offline runter, die ihr dann über das Smartphone hören könnt. Das nötige Kabel sowie einen USB-Stecker für den Zigarettenanzünder gibt es meist bei der Autovermietung gegen einen kleinen Aufpreis dazu. Wir hatten lediglich die derzeitige Top 50 Playlist und konnten nach dem Trip jedes Lied auswendig. Apropos kein Empfang: den besten Empfang habt ihr mit dem Telefonanbieter Telstra und schreibt euch vorher zusätzlich die Notrufnummer auf.

7. Besonders in Richtung Norden, kann es sehr heiß werden. Nehmt euch vor dem Trip einen Kanister Wasser mit (im Supermarkt gibt es 5 Liter Kanister), den ihr dann beliebig mit Trinkwasser wieder auffüllen könnt. Habt am besten auch ein paar Snacks dabei – wir haben uns morgens meist Sandwiches für den Tag geschmiert. Nach Restaurants oder möglichen Cafe-Stops sucht ihr hier vergebens. Tipp: übernachtet ihr am Campingplatz, legt eure Kühltaschen in ein Gefrierfach, dass sie tagsüber die Kühlbox und das Essen weiterhin kühlen.

8. In Australien gibt es sehr viele Möglichkeiten gratis zu campen, sogenanntes Freedom camping. Über die App Campermate findet ihr viele der ausgewiesenen Plätze. Doch seid vorbereitet: die Campingplätze sind meist ein wenig außerhalb und verlassen, die sanitären Anlagen sind einfach und ihr begegnet sicher dem ein oder anderen Insekt dort. Besonders lästig in der Hitze: die Fliegen! Vor einer Reise ins Outback kann man es sich nicht vorstellen, aber die Fliegen fliegen einem direkt in die Augen, Nasenlöcher, an den Mund. Da wird eine entspannte Mittagspause schon einmal lieber ins Auto verlegt.

9. Auch wenn Australien ein sehr sicheres Land ist, so kann es auch im Outback oder auf Campingplätzen Langfinger geben. Habt ihr wertvolle Gegenstände (Laptop, Kamera o.ä.) dabei, empfehle ich euch einen Reise-Safe zu kaufen. Sollte euch das zu teuer sein, geht auch ein Stahlseil, das ihr mitsamt Tasche im Auto festmachen könnt. Die meisten Diebstähle sind schnell gewählte und solch eine Aufmachung wird jeden Dieb zu viel Zeit kosten. Weiterer Tipp: verteilt eure Kreditkarten und euer Geld im Auto und habt nicht alles gesammelt an einem Ort. So habt ihr im Notfall noch eine Alternative.

10. Last, but not least: genießt die Wüste, die atemberaubende Natur und auch die Stille. Ich habe mir beispielsweise vorher Instagram-Accounts durchgeschaut und mir ein paar top Highlights direkt aufgeschrieben, die ich anfahren wollte. (Viele Bilder von meinem Roadtrip entlang der Westküste findet ihr auf meinem Account: @lovelyforliving). Westaustralien ist so schön und es gibt unzählig viel zu sehen. Außerhalb von Perth findet ihr keine Partymeile mehr und ihr könnt euch voll auf Westaustralien einlassen – viel Spaß dabei!

Habt ihr noch weitere Tipps für einen Roadtrip? Habt ihr vielleicht schon einen Roadtrip in Westaustralien gemacht oder habt es noch vor? 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.