Action und Abenteuer in Kolumbien

Ich bin Jan und berichte auf meiner Website lebegeil über außergewöhnliche Freizeitaktivitäten und Erlebnisse auf der ganzen Welt. Vor kurzem war ich für euch in Kolumbien unterwegs und habe dort die fünf aufregendsten Adventure Aktivitäten ausprobiert.

Kolumbien – 5 Mal Spannung pur

Wenn ich eine Reise plane, dann gehe ich nicht danach, wo es am schönsten ist, sondern wo ich die aufregendsten Aktivitäten und Erlebnisse finde. Meine dreiwöchige Kolumbienreise wollte ich also mit einem Maximum an Abenteuer vollstopfen und das ist mir glaube ich sehr gut gelungen. Meine erste Station in diesem traumhaften Land ist San Gil.

San Gil ist eine kleine gemütliche Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern. Trotz ihrer unscheinbaren Größe hat San Gil etwas ganz Besonderes zu bieten, es ist nämlich die Outdoor-Hauptstadt Kolumbiens. Rund um San Gil darf ich gleich drei meiner Abenteuer in Kolumbien erleben.

Rafting auf dem Rio Suarez

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Der Fluss Juarez ist einer der wildesten Flüsse Kolumbiens. Hier findet man Stromschnellen der Stufe 5 – das ist die höchste Stufe die es beim Rafting gibt. Stufe 5 bedeutet, dass es besonders schwer ist, aus dem Wasser gerettet zu werden, falls man aus dem Schlauchboot fällt. Bevor es losgeht, bin ich also schon etwas aufgeregt. Ich hatte zwar schon einmal Rafting gemacht, da ging es mit Stufe 3 allerdings etwas ruhiger zu.

Eine Rafting Tour auf dem Rio Suarez ist extrem. Hier gibt es kein schönes türkises Wasser, sondern alles ist grau und wild. Nach einer kurzen Sicherheitseinführung geht es auch schon los mit den ersten Stromschnellen. Bereits die Stromschnellen der Stufe 3 sind schwierig, doch als wir dann mit unserem Schlauchboot die Stufe 5 erreichen, schüttelt es uns alle erst mal richtig durch. Wir bekommen eine riesige Dusche und das komplette Boot ist für einige Sekunden komplett unter Wasser.

So geht es dann etwa eine Stunde weiter. Wir fahren weiter den reißenden Fluss hinunter und werden sowohl körperlich als auch mental an unsere Grenzen gebracht. Das nenne ich extrem. Ein wildes aber sehr lohnenswertes Erlebnis.

Paragliding im Chicamocha Canyon

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Im Chicamocha Canyon, etwa eine dreiviertel Stunde Autofahrt von San Gil entfernt, mache ich das erste Mal in meinem Leben Paragliding. Die Aussicht über den Canyon vom Startpunkt aus ist atemberaubend – wir befinden uns in ca. 800 Metern Höhe über dem Rio Suarez, auf dem das Rafting stattgefunden hat.

Nach einer kurzen Sicherheitseinführung wird mir mein Tandempilot Juan Carlos vorgestellt. Er legt mir die Sicherheitsausrüstung an und stattet mich aus für den Flug. Wir warten noch kurz, bis der Wind die richtige Stärke hat und in richtiger Position steht und schon geht es los. Wir nehmen etwas Anlauf und rennen gemeinsam in Richtung Schlucht. Dabei kommt jede Menge Adrenalin auf!

Der Paragliding-Schirm öffnet sich und schon fliegen wir über den Canyon. In der Luft kann ich nun meine bequeme Position auf dem gepolsterten Sitz einnehmen. Durch die Thermik gewinnen wir langsam an Höhe und befinden uns nach nur wenigen Minuten Flug bereits mehrere hundert Meter über der eigentlichen Startposition.

Die Aussicht ist einfach der Hammer! Rundherum habe ich einen Blick auf grüne, mit üppigem Regenwald bedeckten Berge, den beeindruckenden Chicamocha Canyon und den immer kleiner werdenden Fluss. Um uns herum sind noch weitere Paraglider zu sehen.

Wer leicht seekrank wird, der sollte sich am besten vorher eine Tablette einwerfen, um den Flug wirklich genießen zu können.

Mountainbike Tour bei San Gil

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Die letzte Extremsport-Aktivität auf meiner Liste in San Gil ist eine Mountainbike Tour. Die Tour ist sowohl für absolute Mountainbike-Einsteiger als auch für erfahrene Biker geeignet.

Um 8:00 Uhr geht es los. Wir fahren von San Gil einige Minuten auf über 2.000 Meter Höhe zum Start unserer Tour. Dort bekommen wir unsere Mountainbikes, die nötige Schutzausrüstung und ein ausführliches Sicherheitsbriefing, damit auch nichts schief geht.

Die Tour beginnt direkt mit einer schnellen Downhill-Strecke. Um mich an das Mountainbike zu gewöhnen, fahre ich erst einmal etwas langsamer, doch nach nur wenigen Minuten steigere ich meine Geschwindigkeit und das Adrenalin schießt mir ins Blut.

Unten am Fluss angekommen treffen wir uns alle wieder und unser Allradfahrzeug befördert uns ein paar hundert Meter nach oben zu unserem Lunch-Plätzchen mit einer grandiosen Aussicht über den Canyon.

Nach dem Mittagessen geht es dann wieder hinab in Richtung Fluss. Am Ende folgt ca. eine Stunde Crosscountry Mountainbiking, was ganz schön in die Beine geht – besonders bei den schwül-heißen Temperaturen Kolumbiens. Insgesamt dauert die Mountainbike Tour etwa 4-5 Stunden.

Ciudad Perdida

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Meine nächste Station nach San Gil ist die Stadt Santa Marta im Norden von Kolumbien. Sie ist der Ausgangspunkt für eines der größten Abenteuer meines Lebens – eine viertägige Wanderung in die Verlorene Stadt, die Ciudad Perdida.

Insgesamt geht es bei der Tour 50 km zu Fuß durch den tropischen Regenwald. Wir übernachten in Camps mit Stockbetten und legen pro Tag etwa 10-15 km zurück. Die Wanderung ist sehr hart, denn es ist extrem heiß und nach nur wenigen Minuten Fußmarsch  sind wir alle komplett durchgeschwitzt.

Doch regelmäßig am späten Nachmittag gibt es einen heftigen Regenschauer. Dieser kühlt uns zwar ab, doch macht er auch die Wege zu gefährlichen Schlammpisten. Wir müssen also höllisch aufpassen, dass wir nicht ausrutschen, oder dass der Schlamm uns unterwegs unsere Schuhe auszieht.

So hart die Tour auch ist, die Landschaften sind einfach unglaublich. Ich habe selten so etwas Schönes gesehen. Die Strapazen der Tour lohnen sich vollkommen, wenn man dafür mit solchen traumhaften Aussichten entschädigt wird. Unterwegs treffen wir regelmäßig auf Ureinwohner, die dort im Regenwald vollkommen im Einklang mit der Natur leben.

Das eigentliche Ziel, die verlorene Stadt an sich ist zwar sehr schön, doch nicht unbedingt das alleinige Highlight der Tour. Das eigentliche Highlight ist der Weg, das Erlebnis, im Regenwald unterwegs zu sein. Ich kann diese Tour nur jedem empfehlen, der einigermaßen körperlich fit und ein Naturliebhaber ist.

Tauchen bei San Andres

San Andres ist eine kleine Karibikinsel, die gar nicht so nah an Kolumbien liegt – vielmehr liegt sie vor der Küste Nicaraguas. Doch von Bogotà aus gibt es sehr günstige Inlandsflüge nach San Andres.

San Andres ist der ideale Ort, um Tauchen zu lernen. Ihr könnt dort im türkisblauen karibischen Wasser eure ersten Tauchgänge absolvieren, vor Ort gibt es sogar eine deutsche Tauchschule. Rund um die Insel San Andres finden sich rund 30 verschiedene Tauchplätze. Es gibt dort wunderschöne, vollkommen intakte Korallengärten, Wracks, kleine Höhlen sowie Steilwände.

Wenn ihr es noch ein wenig exotischer und wenig touristischer haben möchtet, könnt ihr eine Fähre zur kleinen Nachbarinsel Providencia nehmen. Ich bin selbst nicht dort gewesen aber ich habe gehört, dass es noch paradiesischer als auf San Andres zugeht. Und tauchen kann man dort natürlich auch.

Das waren fünf abenteuerliche Aktivitäten in Kolumbien. Wenn ihr Lust auf noch mehr Abenteuer und Erlebnisse habt, dann schaut mal auf lebegeil.de vorbei, denn dort findet ihr Test- und Erlebnisberichte zu hunderten von Aktivitäten.

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